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Alle Artikel kategorisiert unter »Stefan Soltesz«

Die Bösen sind immer die Anderen – Konwitschny inszeniert Meyerbeers „Les Huguenots“ an der Semperoper Dresden

02.07.19 (Joachim Lange) -
Giacomo Meyerbeers „Les Huguenots“ beeindruckt in der Inszenierung von Peter Konwitschny außerordentlich, meint unser Kritiker Joachim Lange. „Die Hugenotten verbinden in gewisser Weise wagnerschen Größenwahn mit italienischem Belcanto- und Emotions-Furor. Die Musik ist aber dennoch mit französischer Leichtigkeit aufgeschäumt und behandelt obendrein den großen historischen Gegenstand mit Sprengkraft. All das hört man bei Stefan Soltész und der Staatskapelle.“

Wenn Mord verbindet … – Bedřich Smetanas Oper „Dalibor“ an der Oper Frankfurt

25.02.19 (Joachim Lange) -
Die Oper Frankfurt widmet sich Bedřich Smetanas Oper „Dalibor“ mit musikalischer Sorgfalt, die Inszenierung entgeht freilich nicht ihren Tücken. Einige Aspekte habe Regisseurin Florentine Klepper links liegen lassen, meint unser Kritiker vor Ort, Joachim Lange. Geboten werde jedoch allemal musikalisches Wohlbefinden und fast durchweg hohes vokales Niveau.

Jahresend-Weltreise oder Drei Hochzeiten und kein Todesfall – Paul Abrahams „Viktoria und ihr Husar“ an der Komischen Oper Berlin

31.12.18 (Peter P. Pachl) -
Alljährlich gegen Jahresende gibt es in der Komischen Oper Berlin eine halb-szenische Produktion. Zunächst für fünf Jahre dem Komponisten Emmerich Kálmán gewidmet, steht seit der vorigen Spielzeit ein fünfteiliger Zyklus mit selten zu hörenden Operetten von Paul Abraham an. Nach dem „Märchen im Grandhotel“, folgte nun Paul Abrahams wohl bekanntester Operettentitel, „Viktoria und ihr Husar“.

Varieté des Todes – Offenbachs „Blaubart“ an der Komischen Oper Berlin

25.03.18 (Peter P. Pachl) -
Kaum ein anderes Werk des Musiktheaters ist so stark mit dem Erfolg der Komischen Oper Berlin verknüpft, wie gerade Jacques Offenbachs „Blaubart“. 1963 von Walter Felsenstein inszeniert, erlebte dessen Produktion 360 Reprisen. Etwas weniger erfolgreich, wenn auch viel beachtet, wurde zwei Jahre später Felsenstein Remake im Opernhaus Frankfurt am Main. Der Erfolg scheint also spezifisch etwas mit dem Bewusstsein von Kultur in der DDR zu tun zu haben.

Missbrauch im Kuschelland-Elysium – Franz Schrekers „Die Gezeichneten“ an der Komischen Oper Berlin

22.01.18 (Peter P. Pachl) -
Der skandalumwitterte Regisseur Calixto Bieito, der an der Komischen Oper Berlin unter anderem mit einer drastisch ins Rotlichtmilieu der Gegenwart verlagerten „Entführung aus dem Serail“ für Aufregung gesorgt und die Werteskala dessen, was auf der Bühne an extremen Obszönitäten machbar ist, neu bestimmt hat, schien für Franz Schrekers Skandal-Oper „Die Gezeichneten“ ein optimaler Inszenator.

Kleinste Nuancen – Richard Wagner „Lohengrin“ im Aalto-Theater Essen

Die Opern von Richard Strauss, Giacomo Puccini und vor allem Richard Wagner gehörten und gehören noch immer zum Kernrepertoire sowohl der Essener Philharmoniker als auch des Spielplans des Essener Aalto-Theaters – Stefan Soltesz hat dieses Repertoire während seiner langen Amtszeit als Generalmusikdirektor und Opernintendant in Personalunion von 1997 bis 2013 intensiv gepflegt. Die Philharmoniker wissen also sehr genau, wie Wagner „geht“. Aktuell zu erleben im „Lohengrin“, der am Wochenende Premiere feierte.

Peinliche Frage nach der Waldorf-Schule

22.12.15 (Peter P. Pachl) -
Emmerich Kálmáns „Die Zirkusprinzessin“ an der Komischen Oper Berlin. Bei den vorweihnachtlichen Kálmán-Operetten in konzertanter bis dreiviertel-szenischer Manier pflegt die Komische Oper Berlin die eigene Operetten-Sängerriege jeweils mit einer medialen Größe aufzuwerten, sei es mit einer TV-Kommissarin oder einem Pop-Star. Für Emmerich Kálmáns „Die Zirkusprinzessin“ machte Barrie Koskie aus dem Zirkusdirektor Schlumberger eine Zirkusdirektorin und griff zu einer gleichermaßen Dschungel(camp)- wie (Praunheim-)Film-erfahrenen Diseuse.

Ende einer Ära: Stefan Soltesz dirigiert ein letztes Mal als Intendant und GMD im Essener Aalto-Theater

Sechzehn Jahre lang stand Stefan Soltesz an der Spitze des Aalto-Theaters in Essen, gab dem Haus ein klares künstlerisches Profil, mit dem es sich spätestens seit der Jahrtausendwende bundesweit im oberen Drittel der Musiktheater bewegt. Am 21. Juli nahm Soltesz, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, Abschied von seinem Publikum, seinen Mitarbeitern, seinem Orchester.

Operetten-Claqueur sorgt für Erfolg: Emmerich Kálmáns „Bajadere“ als Auftakt einer neuen Reihe konzertanter Operetten an der Komischen Oper Berlin

24.12.12 (Peter P. Pachl) -
Während etwa Kálmáns „Die Czárdásfürstin“ – in der Originalfassung, wie in der Jazzversion durch Nico Dostal – zum unverwüstlichen Stamm des Operettenrepertoires zählt, ist über die nachfolgende Operette „Die Bajadere“ die Zeit merklich hinweg geschritten. Dies liegt primär an der von den Autoren angestrebten Aktualität, dem Versuch der Librettisten Julius Brammer und Alfred Grünwald, ein Pendant zur seinerzeit gefragten Zeitoper für das Genre Operette zu schaffen, musikalisch basierend auf modischen Tänzen als aktuellen Schlagern.

Hoffmanns neue Erzählungen: Das Aalto Theater Essen präsentiert eine bemerkenswerte Version von Jacques Offenbachs Oper

24.10.11 (Frieder Reininghaus) -
Sollte je der Roman einer Oper geschrieben werden, könnte sich dieser in phantastischer Weise um „Les Contes d’Hoffmann“ ranken. Lange schien es, als liege kein Segen auf dem kompositorischen Vermächtnis von Jacques Offenbach – auf der bei seinem Tod am 5. Oktober 1880 bis zur Mitte des 4. Akts vollendeten, am Ende aber doch noch unfertigen Fantastischen Oper.
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