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Alle Artikel kategorisiert unter »Streichquartett«

Heraus aus der Nische

28.02.20 (Stefan Pieper) -
Olivier Messiaens „Quartett vom Ende der Zeit“ markierte bei seiner Uraufführung eine Aufbruchsstimmung. Mit Instrumenten, die eigentlich gar nicht zusammenpassen, wurde unter schwierigsten Zeitumständen an die Kraft des Musischen, an Humanität appelliert. Als besagtes Meisterwerk im Jahr 1995 in einem Seminarraum der Universität Siegen erklang, stand es für einen anderen Aufbruch, nämlich für den Beginn der Erfolgsgeschichte des „Studios für Neue Musik“ an der Universität Siegen.

Was im Orbit so alles passiert

03.01.20 (Georg Beck) -
Augenhöhle in der Medizin, Umlaufbahn in der Astrophysik, Menge der Zustände, die ein dynamisches System einnimmt in der Mathematik – all dies ist der „Orbit“. Und in der Kunst? Sind es Höhle und Bahn und System in einem. Zumindest, wenn das Ganze „Orbit Schönberg“ heißt, was der schöne Name ist für ein mutiges Unternehmen: Vier Abende, an denen das Kölner Asasello Quartett im Museum für Angewandte Kunst der Domstadt alle vier Streichquartette Arnold Schönbergs mit Klassikern einerseits kombinierte, mit Auftragswerken zeitgenössischer Komponisten andererseits. Eine Tat. In mehr als nur einer Hinsicht. Es gibt Neues zu berichten!

Noten-Tipp 2019/10

16.10.19 (Juan Martin Koch) -
Wenn im Dezember der 100. Geburtstag Mieczysław Weinbergs (1919–1996) begangen wird, dann wird gleichzeitig auf etwa zehn Jahre einer beispiellosen Wiederentdeckung zurückzublicken sein. Einen Meilenstein bildete hier die sensationelle szenische Erstaufführung seiner Auschwitz-Oper „Die Passagierin“ (1968) bei den Bregenzer Festspielen 2010, die seitdem wiederholt aufgeführt wurde.

Alle Zehne. Streichquartett-Marathon beim Schwetzinger Mozartfest

15.10.19 (Michael Kube) -
Glücklos war Mozart in Mannheim, und aus jener Zeit ist architektonisch auch nur wenig geblieben. Die kurfürstliche Sommerresidenz in Schwetzingen hat sich hingegen bestens erhalten – nur dass Mozart dort lediglich drei Mal vorbei schaute. Spätestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich in der bildhübschen Residenz dennoch eine schöne Aufführungstradition entwickelt – dank der örtlichen Mozartgesellschaft, die im 50. Jahr ihres Bestehens das 44. „Schwetzinger Mozartfest“ mit einem wahren Streichquartett-Marathon abschloss.

140 Noten für vier Streicher können genug sein

28.08.19 (Juan Martin Koch) -
Der Tag danach: Etwa 15 Stunden ist es her, dass das Signum Quartett sich im Regensburger Musikverein unter anderem mit vollem Risiko dem Ausnahmezustand von Beethovens Großer Fuge op. 133 hingegeben hat. Viel Zeit zum Rekapitulieren haben die Musiker nicht. Der Vormittag wird genutzt, um an neuem Repertoire zu arbeiten, das Mittag­essen, um der nmz Rede und Antwort zu stehen. Dann geht es auch schon weiter, und die Vier setzen sich in Richtung ihrer anderweitigen Beschäftigungen in Bewegung: Florian Donderer, seit 2016 Primarius, ist Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen; Annette Walther leitet eine Violinklasse an der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“; Xandi van Dijk ist Solobratscher beim Münchener Kammerorchester; Cellist Thomas Schmitz unterrichtet an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz.

Böhmisches, Türkisches, Estnisches …

13.05.19 (Christoph Schlüren) -
Die Literatur für Streichquartett ist von unendlicher Vielfalt, und viel Großartiges ist hier immer noch weitgehend unerschlossen, was manchmal freilich ganz direkt an der Verlegerpraxis liegt: Warum ist Leduc (heute Teil des Music Sales-Imperiums) seit vielen Jahren nicht in der Lage, sämtliche einst unter Vertrag genommenen Quartette des großen Ungarn László Lajtha in käuflichen Ausgaben zur Verfügung zu stellen?

Werktreue und noch viel mehr

30.03.19 (nmz-red) -
Der Frankfurter Musikpreis geht dieses Jahr an das französische Quatuor Ébène. Das Kuratorium lobte die Streichquartett-Formation als „herausragendes Ensemble, dessen elektrisierendes Spiel von Leidenschaft, absoluter Werktreue und gleichzeitiger Lust an der Improvisation geprägt“ sei. Auch durch ihre mühelos erscheinende Grenzüberschreitung zum Jazz sei es den Musikern gelungen, dem Streichquartett als Königsklasse der Kammermusik verstärkt öffentliche Wahrnehmung, gefüllte Konzertsäle und ein spürbar verjüngtes Publikum zu bescheren.

unüberhörbar 2019/03

20.03.19 (Hanspeter Krellmann) -
Bach: Fuge Es-Dur BWV 876, Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 15, Beethoven: Streichquartett Nr. 12. Danish String Quartett +++ Yuri Falik: Streichquartette 3–6. Taneyev-Quartett +++ Beethoven: Egmont. Beethoven Orchester Bonn, Dirk Kaftan, Matthias Brandt

Das Sirius Quartet im Club-Ambiente

21.12.18 (Andreas Kolb) -
Kommt man als Europäer in die Vereinigten Staaten, dann erwartet einen kein Cultural Clash. Alles kommt einem irgendwie vertraut vor – nur wie um eine hundertstel Sekunde in einem Pa­ralleluniversum verschoben. In diesem Bruchteil einer Sekunde entsteht sozusagen Amerika – seine Architektur, sein Lifestyle, seine Mobilität, seine Ess- und Trinkkultur und seine Künste. Und natürlich Amerikas originäre Musik: der Jazz, das Musical, das Great American Songbook – oder auch die Progressive Chamber Music eines Sirius Streichquartetts.

Synchronizität in Zeiten des Streamings

22.02.18 (Holger Kurtz) -
Zwei noch junge Musiker, die sich nie getroffen haben, stehen am gleichen Punkt in ihrem Leben, als sie beschließen, etwas gegen die drohende Auflösung ihrer Ensembles zu unternehmen. Einer von ihnen entwickelt eine Software, die der andere zehn Jahre später entdeckt, um damit eintausend Kilometer zu überbrücken.
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