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Alle Artikel kategorisiert unter »Theater Freiburg«

Eine Uraufführung und sieben Todsünden zum Spielzeitende am Theater Freiburg

18.07.20 (Georg Rudiger) -
Die letzte Premiere einer „merkwürdigen Spielzeit“ kündigt Intendant Peter Carp im coronabedingt nur mit 230 (statt 890) Zuschauern besetzten Freiburger Theater persönlich an. Erst, wenn das Licht ausgeht, dürfen die Besucher ihren Mundschutz abnehmen und werden am Ende, Reihe für Reihe, vom schutzvisierten Personal ins Foyer gebeten, wo sie noch den Zettel mit ihren Kontaktdaten abgeben. Während andere Häuser die laufende Saison mehr oder weniger aufgegeben haben, stemmte das Freiburger Theater noch sechs neue Produktionen, darunter drei Uraufführungen und einen berührender Gustav-Mahler-Abend „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ (Regie: Olga Motta), für den Generalmusikdirektor Fabrice Bollon neue Zwischenspiele komponierte.

Unübersehbar #3 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 15.5. bis zum 21.5.2020

15.05.20 (Dirk Wieschollek) -
Mit unseren Autoren-Tipps in der Ausgabe Nummer 3 empfehlen wir Ihnen Online-Angebote der Münchener Biennale, der Oper Graz, der Dresdner Musikfestspiele, des BKA Theaters, der Komischen Oper Berlin und des Theaters Freiburg.

Theater Freiburg stellt für die Stadt und die Uniklinik Mund-Nasen-Masken her

02.04.20 (PM - Theater Freiburg) -
Für die Mund-Nasen-Masken, die für die Stadt Freiburg produziert werden, hat das Theater Freiburg Stoff bestellt und seit vergangenem Donnerstag mit dem Zuschnitt begonnen. Beteiligt hierbei sind die Dekorationsabteilung sowie Mitarbeiter der Bühnentechnik des Großen Hauses. Mitarbeiter der Veranstaltungstechnik verteilen die Zuschnitte mit Anleitung und Nähgarn an Mitarbeiter_innen der Kostüm- und Maskenabteilung in Freiburg und Umgebung (die Masken werden an privaten Nähmaschinen gefertigt) und bringen sie von dort in das Theater zurück, wo die Masken gewaschen und zur Abholung bereitgestellt werden.

Im Brautmodengeschäft ohne Biss – Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ am Theater Freiburg

13.02.20 (Georg Rudiger) -
In der Inszenierung viel zu eindimensional gezeichnet, aber handwerklich präzise gearbeitet und mit einer Schaum spuckenden Toilette: Eine musikalisch ergiebige „Hochzeit des Figaro“ am Theater Freiburg sah unser Kritiker Georg Rudiger.

Weder Korn noch Gold – „Kosmos Korngold“ in Freiburg

21.01.20 (Georg Rudiger) -
Die Musik von Erich Wolfgang Korngold ist ein Steckenpferd des Freiburger Generalmusikdirektors Fabrice Bollon. 2015 ging am Freiburger Theater Korngold bekannteste Oper „Die tote Stadt“ in einer Inszenierung von Florentine Klepper über die Bühne. Zwei Jahre später folgte eine bemerkenswerte konzertante Version von „Das Wunder der Heliane“, die beim Label Naxos auf CD erschien. Auch die frühe einaktige Oper „Der Ring des Polykrates“ sollte zunächst, kombiniert mit anderen Orchesterwerken, konzertant gespielt werden, ehe man sich doch noch für eine szenische Fassung der Regisseurin Teresa Rotemberg entschied.

Herausragend: Brittens „The turn of the screw“ am Theater Freiburg

11.11.19 (Georg Rudiger) -
Eine Gouvernante kommt in ein englisches Landhaus, um zwei Kinder zu betreuen. Eigentlich sollte nur noch die Haushälterin Mrs. Grose in dem prachtvollen Anwesen wohnen, aber schon bald tauchen zwei weitere Gestalten auf, die als Geister von Verstorbenen gedeutet werden. Die Idylle wandelt sich in Schrecken. Die rätselhafte Vergangenheit wird zur Bedrohung. Am Ende ist ein Kind tot. Und die Gouvernante verstummt. Georg Rudiger besuchte die Premiere von Brittens Oper am Theater Freiburg.

Saisonhöhepunkt am Theater Freiburg: Katharina Ruckgaber als Femme fragile in Debussys „Pelléas et Mélisande“

27.05.19 (Georg Rudiger) -
„Je ne suis pas heureuse“ – Ich bin nicht glücklich – singt Mélisande immer wieder mit klarer, schlichter Stimme. Ihr schulterloses weißes Kleid hat einen Trauerflor am Saum, der ihr Schicksal schon andeutet. Am Ende ist die verängstigte Frau tot, nachdem sie noch einem Kind das Leben geschenkt hat. Katharina Ruckgabers ergreifende Mélisande am Freiburger Theater ist eine Femme fragile, die zerbricht, die in der Kälte erstarrt. Selbst im Tod wenden sich alle von diesem rätselhaften, verhuschten Geschöpf mit den langen Haaren ab. Ganz verlassen liegt Mélisande am Boden. Und auch der lichte Dur-Akkord, den das Philharmonische Orchester Freiburg dem erschütternden Schlussbild von Dominique Menthas berührender, atmosphärisch dichter Inszenierung unterlegt, kann keinen Trost spenden. Unser Kritiker Georg Rudiger war berührt.

„Don Giovanni“ als Getriebener im Garten der Lüste am Theater Freiburg

14.04.19 (Georg Rudiger) -
Für das Bühnenbild von Shakespeares „Sommernachtstraum“ ließ sich Katarzyna Borkowska am Theater Freiburg von Botticellis „Die Geburt der Venus“ inspirieren. Nun hat die polnische Ausstatterin zum ersten Mal überhaupt Regie geführt – und sich dafür mit „Don Giovanni“ nicht gerade ein leichtes Einstiegswerk gewählt. Georg Rudiger berichtet von der Premiere am Theater Freiburg.

Figuren werden zu Schattenrissen – César Francks „Hulda“ am Theater Freiburg

17.02.19 (Georg Rudiger) -
Eine Frau verliert alles. Ihre Mutter wird getötet, ihr Volk massakriert. Man deportiert sie aus der Heimat. Sie wird vergewaltigt und soll zwangsverheiratet werden. Aber sie wehrt sich – und aus der Erniedrigung erwächst ihre Rache. Am Ende gibt es noch mehr Gewalt, bis sie sich schließlich selbst mit einem Sturz von der Klippe das Leben nimmt. „Hulda“ heißt die 1885 vollendete, am 8. März 1894 in Monte Carlo uraufgeführte Oper von César Franck nach dem Drama „Halte-Hulda“ des norwegischen Schriftstellers Björnsterne Björnson.

Die Durchökonomisierung des Privaten – Kurt Weills Musical „Love Life“am Theater Freiburg

02.02.18 (Andreas Hauff) -
Kurt Weills wiedergewonnene Popularität als Songkomponist steht in einem erstaunlichen Missverhältnis zur Unkenntnis seines Musiktheaterschaffens. Während das Kurt-Weill-Fest in Dessau sich an eine Wiederauflage der unverwüstlichen „Dreigroschenoper“ macht, hat die offizielle deutsche Erstaufführung von Weills Musical „Love Live“ am Theater Freiburg schon im Dezember stattgefunden – knapp 70 Jahre nach seiner Uraufführung am Broadway –, wurde aber überregional kaum gewürdigt. Dabei sind „Dreigroschenoper“ und „Love Life“ näher beieinander, als 20 Jahre Abstand und die erzwungene Emigration naheliegen.
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