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Alle Artikel kategorisiert unter »Vera Nemirova«

50 Jahre Osterfestspiele Salzburg: Zum Jubiläum eine „Walküre“ als Re-Kreation und eine „WalküRe“ als erklärende Draufgabe

09.04.17 (Michael Ernst) -
Was sonst noch passierte: Gundula Janowitz hat heuer ihre erste „Walküre“ erlebt - als Zuschauerin. Auf der Bühne stand sie in dieser Wagner-Oper natürlich schon häufig, nicht zuletzt in der Eröffnungspremiere der allerersten Osterfestspiele Salzburg am 19. März 1967. Damals gab’s Schneesturm.

Wie ein Uhrwerk – Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ am Freiburger Theater

27.11.16 (Georg Rudiger) -
Der Zeiger auf dem großen Zifferblatt steht still. Die Zeit ist angehalten für die Operndiva Emilia Marty, die, weil sie als Kind von ihrem Vater ein Lebenselixier zu trinken bekam, inzwischen 337 Jahre zählt. In Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ am Freiburger Theater verkörpert die tschechische Mezzosopranistin Katerina Hebelková die Primadonna. Und macht aus der geheimnisvollen Figur eine sinnliche, selbstbewusste, von den Männern begehrte Frau, die ihr zerbrechliches Inneres mit dem Glanz des Erfolgs schützt.

Bunt in Weimar: „Die Meistersinger von Nürnberg“

14.11.16 (Roland H. Dippel) -
Die Staatskapelle Weimar und das Deutsche Nationaltheater haben einen neuen Generalmusikdirektor: Der gerade vierzigjährige Ukraine Kirill Karabits gab dort seinen Musiktheater-Einstand mit Wagners „Meistersingern von Nürnberg“. Wer hat schon den Joker eines Starts mit diesem Spitzenwerk? Dessen erste Premiere feierte man allerdings bereits im Mai 2016 im Theater Erfurt, dort kam das Großprojekt der beiden Theater mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt und der Thüringen Philharmonie Gotha heraus. Auf der Bühne – zur „Festwiese“ auch in den Zuschauerräumen – traten da schon die von Andreas Ketelhut und Markus Oppeneiger prima präparierten Opernchöre zusammen an. Diese Leistungsschau kann sich sehr gut hören und auch sehen lassen.

Die Geister, die sie riefen … – Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ an der Oper Erfurt

31.05.16 (Joachim Lange) -
In Thüringen sind diese „Meistersinger“ ein Politikum der etwas anderen Art. Jenseits aller inhaltlichen Sprengkraft hat das Zustandekommen speziell dieser Inszenierung kulturpolitische Brisanz. Die Koproduktion zwischen den Häusern in der Thüringer Landes- und der deutschen Klassikerhauptstadt erinnert per se an die jahrelangen, immer wieder neu entfachten Diskussionen, über deren Zusammenlegung. Was noch jedes Mal mit einem Riesenzoff endete. War jetzt bei den Chören und der Besetzung die (naheliegende) Kooperation in Erfurter live zu erleben, so wird bei der Übernahme nach Weimar im November die dortige Staatskapelle (die Nummer eins der Thüringer Orchester) und ihr Generalmusikdirektor Kirill Karabits im Graben übernehmen. Was dann doch die Grenzen der Fusionsambitionen mehr als verdeutlicht.

Eine Farce und weiter nichts … – Am DNT Weimar versucht sich Vera Nemirova am „Rosenkavalier“ von Richard Strauss

02.11.14 (Joachim Lange) -
Die Thüringer Richard-Strauss-Fans haben es gut im 150. Geburtstagsjahr ihres Idols. Vor allem die, die sich gerne mal in das walzende Rokoko-Wien aufmachen, das Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss 1911 in Dresden mit unglaublichem und anhaltendem Erfolg in die Opernwelt entlassen haben. Wobei (es lebe das Theaterland Thüringen!) die Häuser in Meiningen und in Altenburg mit ihren jüngsten Produktionen dieses erstaunlich unzeitgemäß-zeitgemäßen Dauerbrenners die Latte für das jetzt, als drittes Opernhaus im Bunde, folgende Weimar ziemlich hoch gelegt haben.

Tod, wo ist dein Stachel? „Das geopferte Leben“ von Hèctor Parra und „Die Befristeten“ von Detlev Glanert bei der Münchner Biennale

21.05.14 (Juan Martin Koch) -
Als umgekehrter Orfeus ist er vom Tod ins Leben zurückgekehrt. Aber dort wissen Witwe und Mutter nichts Rechtes mit ihm anzufangen. Diesen Schwebezustand hat Hèctor Parra in seiner Biennale-Oper „Das geopferte Leben“ in den Zwischenräumen von Alter und Neuer Musik angesiedelt. Ein weiblicher Tod hüllt ihn in postbarocke Koloraturen.

Musikalische Achtstundentage und grandiose Nachtschichten: das George Enescu Festival in Bukarest

16.09.13 (Boris Michael Gruhl) -
Alle zwei Jahre findet dieses Festival der Superlative zu Ehren des größten Rumänischen Komponisten George Enescu in Bukarest statt. Enescu wurde am 19. August 1881 in Livni Virnav geboren, heute ist der Ort nach ihm benannt. Er starb am 4. Mai 1955 in Paris, drei Jahre später fand das erste, ihm gewidmete Festival in Bukarest statt.

Kräftige Triebe im lädierten Treibhaus: Vera Nemirova inszeniert Wagners „Tristan und Isolde“ in Bonn

29.04.13 (Frieder Reininghaus) -
An Wagner-Aufführungen in den Opern- und Festspielhäusern ist heuer kein Mangel. Die Werke Richard Wagners werden landauf und landab „gedeutet“ und ausgebeutet – von den „Feen“ bis zum „Parsifal“. Also muss, wer immer im Überangebot Aufmerksamkeit erregen oder gar eine Spur hinterlassen möchte, markante marktgängige Ideen bieten.

Fragen an uns Walhallianer: Überzeugender Abschluss des Frankfurter Rings mit der „Götterdämmerung“

30.01.12 (Wolf-Dieter Peter) -
„Schwächelnde Regie“, gar „Desinteresse der Regisseurin“ und ähnlich lauteten Gerüchte nach Vera Nemirovas gradliniger „Siegfried“-Erzählung (siehe nmz-Online vom 31.10.2011). Falsche Kriteleien: mit starken Bildern, neuen Akzenten und einer dezidierten Schlussaussage rundete sich Frankfurts „Ring des Nibelungen“ – ohne ein einziges Buh. Das war zunächst ein Kompliment an die Sänger.

Festspielmomente in musikalischer Feinzeichnung: Frankfurts „Ring“ rundet sich mit „Siegfried“ weiter

31.10.11 (Wolf-Dieter Peter) -
Womit Frankfurts „Siegfried“ wirklich auftrumpfen, ja überragen kann, ist die gesamte musikalische Seite. GMD Sebastian Weigle und das bis in die enorm geforderten Bläser klangschön musizierende Museumsorchester überzeugten nicht nur mit auftrumpfendem Wagner-Bombast. Vielmehr gab es viel hörenswerte Feinzeichnung, kleines klagendes Leid und immer wieder das von Wagner gewollte Piano.
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