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Alle Artikel kategorisiert unter »Roland H. Dippel«

Nymans „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“ an der HMT Leipzig

15.11.21 (Roland H. Dippel) -
Derzeit steht der Film „Oliver Sacks: His Own Life“ (2019) über den 2015 an Krebs verstorbenen Neurologen in der ARD-Mediathek. Peter Greenaways Filmkomponist Michael Nyman brachte seine Kammeroper „Der Mann, der seine Frau für einen Hut hielt“ (The Man Who Mistook His Wife for a Hat) 1986 in London heraus. Heute ist diese Vertonung von Sacks’ Bestseller-Fallbeschreibung nicht mehr ganz so häufig zu erleben wie vor 2000.

Studie über Empathie: Tschaikowskis „Iolanta“ in Dessau

09.11.21 (Roland H. Dippel) -
Der Applaus klingt im Anhaltischen Theater oft so groß wie die dort gespielten Opern – sogar wenn der Zuschauerraum wie derzeit wegen Hygienekonzept nicht ganz voll ist. Tschaikowskis letzte und 1892 in Sankt Petersburg mit seinem Ballett „Der Nussknacker“ uraufgeführte Oper war in Dessau ein Corona-Projekt. Mit nur 90 Minuten eigentlich nicht abendfüllend, ist „Iolanta“ aufgrund des kleinerem Chorparts auch im Ausnahmezustand gut machbar.

Spiel, Tanz, Nachdenklichkeit: Benatzkys „Der reichste Mann der Welt“ in Annaberg-Buchholz

01.11.21 (Roland H. Dippel) -
Mit der Entdeckung der Oper „Leonce und Lena“ von Erich Zeisl und jetzt der deutschen Erstaufführung von Ralph Benatzkys Operette „Der reichste Mann der Welt“ beginnt Moritz Gogg seine Intendanz am Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz mit spannenden Musiktheater-Akzenten. Diese Entdeckungen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzen die Raritäten-Initiativen seines Amtsvorgängers Ingolf Huhn mit neuen Schwerpunkten fort. Die letzte erzgebirgische Subventionstheater-Bastion vor der tschechischen Grenze bleibt also auch für reisende Opern- und Operetten-Anhänger äußerst attraktiv.

„The Sound of Music“ in Meiningen: Frohsinn und Tiefgang

31.10.21 (Roland H. Dippel) -
Die vierte Musiktheater-Premiere des Staatstheaters Meiningen in der noch jungen Spielzeit 2021/22 und die dritte im Kalendermonat Oktober! Intendant Jens Neundorff von Enzberg nahm die fertig gebauten Dekorationen vom Theater Regensburg mit nach Thüringen, weil Corona dort die Produktion verhindert hatte. Die Kostüme entstanden dann in Meiningen. Ovationen für einen bewegenden Abend über die lebensverändernde Kraft der Musik und eine an Emotionen reiche und von Sentimentalität freie Inszenierung. Besonders beeindruckend waren die sechs virtuosen Kinderdarsteller.

Sternstunde: Johann Christian Bachs „La clemenza di Scipione“ in Eisenach

18.10.21 (Roland H. Dippel) -
Für die erste eigene Opernproduktion im Landestheater Eisenach muss man drei Initiatoren danken. Jens Neundorff von Enzberg, der neue Intendant des Staatstheaters Meiningen, hat mit dem schönen Bürgertheater in Rot und Weiß mehr vor als Gastspiele von Meininger Produktionen, wie sich das seit der letzten Renovierung vor zehn Jahren eingeschliffen hatte. Regisseur Dominik Wilgenbus brachte ihn auf der Suche nach mit der Region verbundenen Musiktheater-Werken auf Johann Christian Bach. Auch die bislang mit Alter Musik nicht sonderlich vertraute Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach machte einen exzellenten Job in „La clemenza di Scipione“. Das Premierenwochenende wurde zur Sternstunde und einem Fest der Stimmen.

Irrwitzige Erfurter Musikfolter: Philip Glass’ „In der Strafkolonie“ in der Studio.Box

17.10.21 (Roland H. Dippel) -
Die an diesem Wochenende herausgekommenen Produktionen von Glass „In the Penal Colony“ in der Studio.Box des Theaters Erfurt und am Theater Augsburg sind pandemiebedingte Nachzügler einer Akkumulation der beeindruckenden Kafka-Oper von Philip Glass (seit Herbst 2019 in Hof, Ulm und Gera). Mila van Daags Raumbühne und Chanmin Chungs im Wortsinn bedrückende Leistung mit dem Streichquintett aus dem Philharmonischen Orchester Erfurt ergaben ein faszinierend kaltes bis grausames Ambiente.

Bibel-Party der Best Ager: Das Brandenburger Theater feiert 50 Jahre „Jesus Christ Superstar“

17.10.21 (Roland H. Dippel) -
Vorbei sind die Zeiten, als die Vereinigung der Evangelischen Marienschwestern vor der Kino-Version der ersten Rockoper warnten. Heute ist das viele spirituelle Ideen der letzten Jahrzehnte vorwegnehmende und 1971 in New York uraufgeführte Opus ein Klassiker mit besonderer Eignung für Theaterpädagogik und Religionsunterricht. Das Brandenburger Theater brachte eine bei der Premiere am 15. Oktober lautstark bejubelte Hommage mit Musical-Sternen des Großraums Berlin auf die Bühne.

Gewinnend uncool: Die Uraufführung von Giordano Bruno do Nascimentos Oper „Mutter“ im Mon Ami Weimar

17.10.21 (Roland H. Dippel) -
Seine sechste Oper im Pocket-Format: In Weimarer Jugendzentrum Mon Ami erlebte „Mutter“ von Giordano Bruno do Nascimento auf das Textbuch von Romina Nikolic am 1. Oktober ihre Uraufführung. Die phantastisch-utopischen Werke mit den satten Partituren des brasilianischen Komponisten haben eine treue Fangemeinde. In den Bühnensituationen zeigt do Nascimento beeindruckendes Geschick. Melodiensattes Musiktheater mit großen Gedanken.

Offenes Mini-Drama: Uraufführung des Opernfragments „Malva“ bei „Zemlinsky 150“ in Prag

11.10.21 (Roland H. Dippel) -
Im Rahmen des auf vier Jahre geplanten deutsch-tschechischen Kulturprojekts „musica non grata“ widmete die Prager Oper dem Komponisten Alexander Zemlinsky zu dessen 150. Geburtstag ein Festival-Wochenende in der Staatsoper, der Spanischen Synagoge und dem Musikmuseum. Dessen Höhepunkt war die Uraufführung des von Antony Beaumont in eine aufführungspraktikable Fassung gebrachten Opernfragments „Malva“.

Gemeinsam sind wir autark: Das Netzwerk Impuls setzt in Halle auf große Sichtbarkeit

10.10.21 (Roland H. Dippel) -
Im Frühjahr wurde Impuls, das einzige Flächenfestival für Neue Musik in Sachsen-Anhalt, aus der Landesförderung gestrichen. Schließlich klappte es doch noch mit einer Summe von 10.000 Euro – der sonstige Bedarf für Ausgaben des Festivals vom 18. September bis 30. November 2021 wurde durch mit Hochdruck beantragte und bewilligte Drittmittel ermöglicht.
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