Corona-Krise: Perspektiven für das Engagement des Deutschen Musikrates


31.03.20 -
Ob Deutscher Orchesterwettbewerb, Jugend Musiziert, die Tourneen des Bundesjugendorchesters oder des Bundesjazzorchesters, der Deutsche Musikwettbewerb, das PopCamp, das Dirigentenforum oder die musikpolitischen Veranstaltungen, wie die Tagung zum „Musikunterricht in der Grundschule“ – alle Förderprojekte und Veranstaltungen des Deutschen Musikrates sind von Absagen und Verschiebungen aufgrund der Corona-Pandemie bundesweit und international betroffen.
31.03.2020 - Von PM-DMR, KIZ

Trotz der gegenwärtig noch nicht absehbaren, weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie erarbeitet der Deutsche Musikrat schon jetzt mittel- und langfristige Perspektiven für seine Fördermaßnahmen und musikpolitischen Veranstaltungen. Dabei ist jedes einzelne Projekt individuell zu bewerten. Während der Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2020 nicht nachgeholt werden kann, werden für den Deutschen Musikwettbewerb (DMW) und den Deutschen Orchesterwettbewerb (DOW) gerade verschiedene Optionen für eine Verlegung in das Jahr 2021 geprüft.

Der Deutsche Musikwettbewerb ist mit rund 220 jungen, professionellen Musikerinnen und Musikern mit seinen Instrumenten-Kategorien des Jahres 2020 möglicherweise zusätzlich in den Wettbewerb 2021 zu integrieren.

Für das Beethoven-Jubiläumsjahr war der Deutsche Orchesterwettbewerb (nmz: ursprünglich geplant vom 16.05.2020 bis 24.05.2020) mit rund 5.000 erwarteten Musikerinnen und Musikern in über 100 Amateurensembles eines der Highlights der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag Beethovens in Bonn. Da dieser Wettbewerb nur alle vier Jahre stattfindet, ist es von besonderer Bedeutung, ihn nicht ganz ausfallen zu lassen, sondern möglichst zu verschieben. Gegenwärtig wird mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien als Hauptförderin des DOW sowie der Stadt Bonn bereits geprüft, ob eine Verschiebung in das nächste Jahr realisierbar ist.

Dazu Präsident, Prof. Martin Maria Krüger, Generalsekretär Prof. Christian Höppner und Geschäftsführer Stefan Piendl: „Der Deutsche Musikrat nimmt seine musikpolitische Arbeit und Fördermaßnahmen in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung wahr. Die Förderung Kultureller Vielfalt und tausender junger Menschen stehen dabei an erster Stelle – vor der Bündelung von Partikularinteressen. So gilt es für den Deutschen Orchesterwettbewerb und den mit ihm korrespondieren Deutschen Chorwettbewerb im Interesse eines lebendigen Musiklebens verantwortbare Gesamtlösungen zu finden. Wir danken den zuwendungsgebenden Förderern, der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie den Ländern in der schwierigen Zeit.“

Der Deutsche Musikrat (DMR) repräsentiert als weltweit national größter Dachverband des Musiklebens die Interessen von rund 14 Million Menschen und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Berlin/ Bonn, 31. März 2020

ViSdP: Prof. Christian Höppner

Deutscher Musikrat

Generalsekretariat

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