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Alle Artikel kategorisiert unter »Anja Kampe«

Naturalismus versus Abstraktion – „Lady Macbeth von Mzensk“ in Frankfurt

04.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Eine gegen dominierende patriarchale Strukturen mörderisch aufbegehrende Frau und der direkt über den massiven Blechbläsern samt Schlagwerk sitzende Stalin samt Parteientourage – das musste 1934 lebensgefährlich schief gehen: der 28jährige Dmitri Schostakowitsch fürchtete fortan um sein Leben. Das ist vorbei – doch in unseren „#metoo“-Zeiten ist das Werk virulenter denn je – weshalb unser Kritiker Wolf-Dieter Peter auf eine sehr „heutige“ Deutung hoffte.

Im Westen nichts Goldenes: Puccinis „La fanciulla del West“ an der Bayerischen Staatsoper

17.03.19 (Juan Martin Koch) -
In seiner vierten Operninszenierung hat sich der Filmregisseur Andreas Dresen („Halbe Treppe“, „Sommer vorm Balkon“, „Gundermann“) Giacomo Puccinis eher selten gespielte „Fanciulla del West“ vorgenommen. Seines eher unentschiedenen Zugriffs zum Trotz entwickelte sich dank einer famosen Ensemble- und Orchesterleistung ein packender Premierenabend an der Bayerischen Staatsoper.

„Die Walküre“ unter Placido Domingo bei den Bayreuther Festspielen und andere Veranstaltungen rund um den „Ring“

02.08.18 (Peter P. Pachl) -
Als König Ludwig II. nicht warten mochte, das ihm gewidmete Festspiel für drei Tage und einen Vorabend auf der Bühne zu erleben und jeweils nach Vollendung der Partituren Einzelaufführungen von „Das Reingold“ und „Die Walküre" ansetzte, kam es zum empfindlichsten Bruch in der engen Freundschaft zwischen Komponist und königlichem Mäzen. Denn für Wagner von größter Wichtigkeit war die zyklische Aufführung seines Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“, und die fand dann 1876 zum ersten Mal bei den Bayreuther Festspielen statt, wo seit Ende des 19. Jahrhunderts der komplette „Ring“-Zyklus zum Kanon der dort gespielten Werke Richard Wagners gehört.

Ungewöhnlich, doch nur partiell gelungen – „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper Berlin

16.02.18 (Peter P. Pachl) -
Dmitri Tcherniakov hatte die Latte mit seiner Berliner Debüt-Inszenierung an der Staatsoper extrem hoch gelegt, konnte seine Leistung bei „Parsifal“ nur unterlaufen, und auch seine Inszenierung „Tristan und Isolde“ bleibt hinter der „Zarenbraut“ deutlich zurück. Auch für Wagners Handlung wählt er einen (dezenten) medialen Ansatz, verlegt sie nach heute, in eine (russische) Party-Gesellschaft. Witziges steht neben Einfallslosem, genialisch Aufblitzendes neben Banalitäten. Ebenfalls ungewöhnlich, aber überragend ist Daniel Barenboims musikalische Interpretation.

50 Jahre Osterfestspiele Salzburg: Zum Jubiläum eine „Walküre“ als Re-Kreation und eine „WalküRe“ als erklärende Draufgabe

09.04.17 (Michael Ernst) -
Was sonst noch passierte: Gundula Janowitz hat heuer ihre erste „Walküre“ erlebt - als Zuschauerin. Auf der Bühne stand sie in dieser Wagner-Oper natürlich schon häufig, nicht zuletzt in der Eröffnungspremiere der allerersten Osterfestspiele Salzburg am 19. März 1967. Damals gab’s Schneesturm.

Das Herz schlägt im Orchestergraben – Harry Kupfer inszeniert Dmitri Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ an der Bayerischen Staatsoper

29.11.16 (Juan Martin Koch) -
„Es gibt noch Pilze…“ Dass Katerina Ismailowa bei genau diesen Worten beschließt, ihren Schwiegervater zu ermorden, macht Anja Kampe mit jeder Nuance ihres Gesangs hörbar. So wie sie Boris’ Leibspeise Rattengift unterrühren wird, so mischt sich in ihre Worte ein beängstigender Hauch von Boshaftigkeit.

Film- contra Bühnenhandlung – „Die Walküre“ bei den Bayreuther Festspielen

29.07.15 (Peter P. Pachl) -
Nach dem „Rheingold“, das in der Inszenierung von Frank Castorf in den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts in den USA angesiedelt ist, springt die kontinuierliche Forterzählung der Handlung in Aleksandar Denićs Bühnenraum um ein halbes Jahrhundert zurück, nach Baku und in die Zeit der Revolution. Die Spielastik der Darsteller ist gegenüber dem Vorabend bedeutend reduziert, allerdings intensiv konterkariert durch Schwarzweißfilme. Gleichwohl kommt so die Musik stärker zu ihrem Recht – und das in der Interpretation unter Kirill Petrenko erstklassig.

Aus den Bayreuther Gräben – Katharina Wagner im Gespräch mit Joachim Lange

20.07.15 (Joachim Lange) -
Am 25. Juli beginnen die Bayreuther Festspiele mit der Premiere von „Tristan und Isolde“. Das Besondere daran ist, dass Katharina Wagner, die Urenkelin des Komponisten Regie führt. Bei ihrer ersten Regiearbeit auf dem Grünen Hügel beherrschte noch ihr Vater Wolfgang Wagner als Patriarch dieses so besondere Unternehmen. Jetzt ist Katherina Wagner gemeinsam mit ihrer Schwester Eva Wagner-Pasquier die Chefin auf dem Grünen Hügel. Bald wird sie die Position allein ausfüllen. Die Erwartungen sind hoch, Gerüchte schnell hochgekocht. Doch Katharina Wagner hat mittlerweile genug Erfahrung, dass sie sich nicht aus der Ruhe bringen lässt und ein paar Tage vor der Premiere zuversichtlich und gelassen wirkt. Im Festspielhaus sprach Katharina Wagner mit Joachim Lange.

Szenisch wenig Schlüssiges, aber das in weihevoller Breite: „Parsifal“ als Premiere der „Festtage der Staatsoper“ im Berliner Schillertheater

29.03.15 (Peter P. Pachl) -
Wagners letztes Bühnenwerk arbeitet mit dem Wechsel von Innen- und Außenräumen, die sich nach der szenischen Vorgabe des Autors im ersten und dritten Aufzug durch sichtbare Wandeldekorationen auseinander ergeben. Die jüngste Inszenierung an der Staatsoper am Schillertheater wählte statt dessen zwei bis auf die Farbgebung identische Innenräume.

Kolportageroman verdoppelt – Puccinis „Tosca“ an der Berliner Staatsoper

04.10.14 (Peter P. Pachl) -
Kaum fassbar aber wahr: Daniel Barenboim hat noch nie zuvor eine Oper von Giacomo Puccini dirigiert. Seine Annäherung an „Tosca“ passierte breit, unter Ausarbeitung trefflicher Details, wenn auch weitgehend zu laut – was aber für eine ausgezeichnete Sänger-Trias kein Problem darstellte.
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