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Alle Artikel kategorisiert unter »Annette Dasch«

Die Geliebte Jupiters

29.02.20 (N.N.) -
Vor bald 30 Jahren zur Förderung junger Opernprofis gegründet, hat die Kammeroper Schloss Rheinsberg schon manche Solistenkarriere auf den Weg gebracht: Auch die junge russische Sopranistin Nadya Meyer debütierte vor zwei Jahren beim Festival junger Opernsänger im brandenburgischen Rheinsberg.

Rolando Villazón inszeniert an der Deutschen Oper Berlin „Die Fledermaus“

30.04.18 (Joachim Lange) -
Die „Fledermaus“ von Johann Strauß ist die Operette, die von den Opernhäusern und der Spitzengarde der Regisseure allemal wie eine Oper behandelt, also ernst genommen wird. Sie ist aber dennoch immer zugleich der silvestertaugliche Kassenfüller für jeden Spielplan. Die Komödie mit den Uralt-Witzen, die unter Artenschutz stehen, das Porträt der bürgerlichen Doppelmoral. Obendrein die Chance, den Frosch im dritten Akt so vom Leder ziehen zu lassen, dass Kultur- und Stadtpolitik das Lachen im Halse stecken bleibt.

Rettungsversuch: Weber in der Psycho-Klinik – „Oberon“ bei den Münchner Opernfestspielen

23.07.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Dazu sind Festspiele da: Das besondere Werk am besonderen Ort auf besondere Weise. Das gilt grundsätzlich für Webers dramaturgisch bunte Mischung von Feen, Kalifentochter, Meermädchen, Ritter samt Knappen, Puck, Seeräubern, Titania und Oberon in einem Werk mit viel Sprechszenen, turbulenten Schauplatzwechseln und Aktionen. Das Münchner Prinzregententheater ist eher aufgrund seiner eingeschränkten Gegebenheiten „besonders“, vor allem aber der Puppen-Animator Nikolaus Habjan als Regisseur.

Der Heidelberger Frühling macht sich mit dem Schwerpunkt „Neuland.Lied“ für das Kunstlied stark

11.04.17 (Antje Rößler) -
Heidelberg ist mit dem deutschen Kunstlied eng verbunden. Goethe und Brentano, Schumann oder Brahms ließen sich von der malerischen Gegend inspirieren. Das Festival Heidelberger Frühling will die Stadt nun wieder zu einem Zentrum der Liedkultur machen. Schon länger gibt es eine eigene Lied-Akademie. In diesem Jahr wurden zudem Thomas Quasthoffs „Lied“-Wettbewerb integriert und ein Schwerpunkt „Neuland.Lied“ mit 16 Konzerten an vier Tagen veranstaltet.

Wahnsinn – Aribert Reimanns „Lear“ nach 35 Jahren wieder

24.05.16 (Frieder Reininghaus) -
Frieder Reininghaus hat in Paris eine fein ausgesponnene Inszenierung von Reimanns „Lear“ gesehen. Calixto Bieitos inszenatorisches Handwerk sei feinfühliger geworden und mache das genaue Zuschauen doppelt lohnend, meint unser Rezensent.

Abschied von Neuenfels’ Rattenmärchen – „Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen

27.07.15 (Peter P. Pachl) -
Das gehört zur „Werkstatt Bayreuth“: nicht nur das jeweilige Regieteam arbeitet an den Ergebnissen des Vorjahres weiter, quasi auch eine Weiterarbeit des Publikums findet statt, deutlich festzustellen an der sich verändernden Rezeption. So blieb Hans Neuenfels’ ursprünglich sehr kontrovers aufgenommene Sicht auf Wagners „Lohengrin“ als ein deutsches Rattenmärchen beim Premierenabend bei der Premiere im sechsten Festspielsommer ohne Widerspruch und wurde mit Standing Ovations gefeiert.

Tödliche Schubertiade – Claus Guth inszeniert Schubert „Lazarus“ im Theater an der Wien

13.12.13 (Frieder Reininghaus) -
1820 war – dies hat sich als wissenschaftlicher Konsens herausgeschält – für den damals 23jährigen Liedbegleiter und Komponisten Franz Schubert aus mancherlei Gründen, sogenannten „privaten“ und beruflichen, ein „Jahr der Krise“. Anders als andere Lebensabschnitte des Tonkünstlers ist es schlecht dokumentiert. Dies wiederum könnte damit zusammenhängen, dass der junge Tonkünstler einen Teil seiner Unterlagen vernichtete, nachdem er zusammen mit seinem Freund Johann Senn von wegen des Verdachts revolutionärer Umtriebe verhaftet wurde.

Künstlerschicksal und Rattenmärchen: „Lohengrin“ beendet den Premieren-Zyklus der Bayreuther Festspiele

03.08.13 (Peter P. Pachl) -
Die Premierenabfolge bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen war insofern mit Bedacht aufgebaut, als „Lohengrin“ am Ende stand und in der Einheit von Musik und Szene nochmals einen Höhepunkt bildete. Auch im vierten Jahr wirkt die eigenwillige, sehr poetisch geformte und psychologisch ausgearbeitete Inszenierung von Hans Neuenfels frisch und unverbraucht: Nach sehr viel Redundanz an vorangegangenen Premierenabenden war es durchaus genussvoll, die Dichte dieser Inszenierung neu zu erleben.

Patterns für Liebes-Verirrungen: Hans Neuenfels inszeniert an der Staatsoper Berlin seine Neufassung von Mozarts „La finta gardiniera“

25.11.12 (Peter P. Pachl) -
An das Berliner Schillertheater, wo Hans Neuenfels mit seiner Gattin Elisabeth Trissenaar, etwa als „Penthesilea“, einst Triumphe gefeiert hat, kehrte der Regisseur nun zurück und gab mit „Die Pforten der Liebe“, der Uraufführung seiner Neufassung von Mozarts achtem Bühnenwerk „La finta giardiniera“, sein nicht unumstrittenes Staatsopern-Debüt.

Stille und Emphase: „Lohengrin“-Premiere bei den Bayreuther Festspielen

28.07.12 (Peter P. Pachl) -
Das Wagnis, eine Oper mit einem Vorspiel in den höchsten Lagen der Streicher im Pianissimo zu beginnen, anstelle mit kräftigen Schlägen des vollen Orchesters für Ruhe im Auditorium zu sorgen, ist Wagner mit seiner Romantischen Oper „Lohengrin“ erstmals eingegangen. Bis heute, selbst im dunklen Zuschauerraum in Bayreuth, beginnen die Klänge zumeist nicht in völliger Stille. Aber Andris Nelsons, am Pult des Magischen Abgrundes, nimmt die Zuhörer sogleich gefangen. Dann öffnet sich auch noch während des Vorspiels der Vorhang, und ein junger, schlaksiger Mann, mit langen blonden Haaren und offener Krawatte, bemüht sich vergeblich, eine Tür zu öffnen; doch wo ein Wille ist, da ist ein Weg, und so verschiebt er die gesamte Wand bis in die Tiefe der Bühne, wo sich dann magisch die Schiebtür öffnet und hinter ihm wieder verschließt.
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