Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Carola Bauckholt«

Stimmen zur Frauenfrage

19.10.16 (nmz-red) -
Carola Bauckholt, Komponistin +++ Prof. Dr. Birgit Jank, Universität Potsdam +++ Manuela Kerer, Komponistin +++ Ulrike Liedtke, DMR, Bundesfachausschuss Medien +++ Evelyn Meining, Intendantin Mozartfest Würzburg +++ Prof. Dr. Irmgard Merkt +++ Prof. Dr. Renate Reitinger, Hochschule für Musik Nürnberg +++ Charlotte Seither, Komponistin

Wie geht es weiter mit dem Lied?

16.09.16 (Juan Martin Koch) -
„Wenn der Text gut ist, braucht man ihn nicht zu singen, wenn er schlecht ist, braucht man auch keinen Text.“ Carola Bauckholts Statement klingt so, als habe sie damit den Auftrag der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie, ein Klavierlied zu komponieren, genauer: einen „autarken, literarischen deutschsprachigen Text nach 1945“ zu vertonen, abgelehnt. Hat sie aber nicht.

Komponierende Kuratoren, diskursive Komponisten

01.03.16 (Andreas Kolb) -
Am Anfang steht der Schöpfer – seit man vom autonomen Werk spricht, denkt man sich stets den von der Muse geküssten oder sonst wie inspirierten Komponisten dazu. Innerhalb des Systems Neue Musik ist heute den Musik-ermöglichern, den Kuratoren, eine immer größere Bedeutung zugewachsen. Mit ihren Festivalthemen greifen sie nicht nur virulente Musikströmungen auf, sondern versuchen, diese mitzugestalten. Im worst case wird die Fragestellung eines Festivals ausstaffiert mit den dazu eingeladenen Komponisten.

Lauschangriffe in (un-)gewohnter Umgebung

11.06.15 (Dirk Wieschollek) -
Seit annähernd 30 Jahren sind die Weingartener Tage für Neue Musik eine Institution in der Vermittlung zeitgenössischer Komposition, bei der Ikonen der Avantgarde wie Cage, Stockhausen, Kagel und Lachenmann zu Gast waren. Ab sofort (und man fragt sich sogleich: warum eigentlich erst jetzt?) werden die dreitägigen Komponistenportraits von einer Schriftenreihe flankiert, die sich der Initiative des Musikpädagogen und Musikwissenschaftlers Jürgen Oberschmidt verdankt. Der vielversprechende Auftakt ist Carola Bauckholt (die 2014 in Weingarten zu Gast war) gewidmet und bündelt Texte, die zum Teil bereits in anderen Kontexten veröffentlicht, größtenteils aber eigens für diese Publikation geschrieben wurden.

Fragen und Antworten – Ein Festival der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart beleuchtet das Kunstlied seit 1945 in Ost und West

„Sind noch Lieder zu singen?“ Unter diese Frage stellte die Hugo-Wolf-Akademie ein viertägiges Festival an der Stuttgarter Musikhochschule. Bei Paul Celan heißt es: „Es sind noch Lieder zu singen jenseits der Menschen“. Natürlich werden weiterhin Lieder gesungen, die Hitparade ist voll davon, der European Song Contest steht bevor. Hier war das Kunstlied zur Klavierbegleitung gemeint: eine deutsche Tradition, die auf Schubert zurückgeht. Wie hat sich dieses nach 1945 in beiden Hälften des Landes entwickelt? Zwei Pianisten aus Ost und West, Steffen Schleiermacher und Axel Bauni, konzipierten das Programm. Dazu kamen zwölf Uraufführungen: zehn Kompositionsaufträge und zwei Gewinner eines Wettbewerbs.

Über die Abstraktion des Alltäglichen

28.11.14 (Sebastian Bernauer) -
Bereits seit 1986 wird das oberschwäbische Weingarten einmal im Jahr zum Mekka für Komponisten und Liebhaber der Neuen Musik. Initiiert von der Pianistin Rita Jans, sind die Internationalen Weingartener Tage für Neue Musik heute ein Festival, das durch die Kulisse Deutschlands größter Barockbasilika und insbesondere der Nähe zu den Komponisten seinesgleichen sucht. Im Gegensatz zu den Festivals in Darmstadt oder Donaueschingen, in denen Zeitströmungen in ihrem breiten Spektrum beleuchtet werden, sind die Weingartener Tage für Neue Musik traditionell einem Komponisten gewidmet. In diesem Jahr stand das Werk Carola Bauckholts im Zentrum des dreitägigen Musikfestivals.

Nachrichten 2014/11

30.10.14 (nmz-red) -
Festival und Buchpublikation zu Carola Bauckholt +++ Das Festival „Greatest Hits“ geht in die zweite Runde +++ Crumb 2 x hören +++ Best of British Music +++ Die Erfahrung der Reproduktion – Festival der projektgruppe neue musik bremen +++ 20 Jahre AEMP – neues Sprecherteam +++ Mikrofon und Stimme

„Aus der Werkstatt eines Ohrendenkers“

05.07.14 (Reinhard Palmer) -
Ein Musiker (sic!) konnte gerade noch verhindern, dass in den letzten Minuten das Münchner Pfingstsymposion 2014 im Orff-Zentrum von „ohrendenken“ in „ohrenfühlen“ umbenannt wurde. Nicht selten, dass Liebhaber jeglicher Kunst ihr das Denken absprechen wollen, als sei es eine verwerfliche Eigenschaft. Doch ohne das Denken wäre jede Kunst nur inhaltsleerer Zierrat. Selbst wenn Carola Bauckholt Alltagsgeräusche oder Tierstimmen, wie von der Komponistin in die Thematik eingeführt, auf Musikinstrumente überträgt oder sie Kompositionen zuspielt, geschieht dies nicht ohne wohldurchdachtes Klangforschen, Ordnen und Arrangieren. Zumal wenn das Ergebnis für die Reproduzierbarkeit notiert werden muss.

Leises Sehen und blindes Hören – die Entdeckung der Zwischenschichten

„Ohr und Auge“ zu verknüpfen, das hatte sich das Netzwerkprojekt Musik 21 Niedersachsen für sein diesjähriges Festival vorgenommen. Vom 16. – 18. August brachte das Musik 21 Festival junge und etablierte Komponisten und Ensembles in Hannover zusammen und feierte nebenbei 20. Geburtstag des Hausensembles Das Neue Ensemble. Unter künstlerischer Leitung von Schlagzeuger, Komponist und Dirigent Stephan Meier fand das Festival nun bereits zum sechsten Mal statt.

Er knüpfte den Ariadne-Faden durch das Musiklabyrinth

01.03.13 (Gerhard Rohde) -
Den Abschied überschatteten dunkle Wolken. Wie geht es weiter beim Südwestdeutschen Rundfunk, dem SWR, mit der Neuen Musik? Die Fusionspläne der Intendanz für die beiden hauseigenen Sinfonieorchester sorgen seit mehr als einem Jahr für Proteste, Unruhe und Empörung (siehe auch S. 8 dieser Ausgabe). Keine guten Aussichten für Donaueschingen, Schwetzingen, auch nicht für das Stuttgarter „Éclat“-Festival, obwohl es sich seit einiger Zeit organisatorisch vom Rundfunk abgenabelt und der „Musik der Jahrhunderte“ angeschlossen hat – ganz sind natürlich die Verbindungen nicht gekappt, der SWR überträgt viele Konzerte, stellt für einen Auftritt auch sein Radiosinfonieorchester Stuttgart ab. Für den scheidenden künstlerischen Leiter Hans-Peter Jahn war es die letzte Gelegenheit, noch einmal die Wichtigkeit seiner Arbeit für die Musik unserer Gegenwart zu demonstrieren: achtzehn Uraufführungen dienten als Beweisstücke.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: