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Alle Artikel kategorisiert unter »Carola Bauckholt«

Einfach mal performativ denken

29.11.18 (Georg Beck) -
Essen, Ende Oktober − Günter Steinke, der kuratierende Kopf beim Essener NOW!-Festival, ist vom Fach, ist Komponist, ist Kompositionsprofessor, ist Autor. Nichts Zeitgenössisches ist ihm fremd. Wenn musikalische Zellen keimen, wenn sie sich aufspalten, ineinander übergehen, sich verformen − dann ist genau dies sein Metier. „form per form“, das Thema der zurückliegenden achten NOW!-Ausgabe, ist ihm deswegen auch kein Rätselwort, sondern lingua franca, Verkehrssprache. So sprechen wir, wenn wir über „Neue Musik“, wenn wir in einem „Festival für Neue Musik“ sprechen!

Brigitta Muntendorfs „Plug and Play me“ bei der Ruhrtriennale

02.09.18 (Stefan Pieper) -
Clubkultur? Neue Musik? Improvisation? Videokunst? Die rigide Trennung künstlerischer „Referenzsysteme“ ist wohl kaum Sache von Brigitta Muntendorf. Die vielseitig begabten Ausführenden in dem von ihr gegründeten „Ensemble Garage“ können vieles – und folgerichtig „konnte“ ein Abend bei der Ruhrtriennale auch sehr viel! Zumal dieser durch die Wiener DJ-Künstlerin Electric Indigo eine mächtige Verstärkung erfuhr. Vereint zum audiovisuellen Projekt „Plug and Play Me“ entstand ein dreistündiger Flow jenseits von Raum und Zeit.

Rituale ohne Dogmen: Die 50. Wittener Tage für Neue Kammermusik

01.05.18 (Stefan Pieper) -
„In Räumen sein, wo noch nie jemand war“, so formulierte der Klarinettist Jörg Widmann jenen Idealzustand der ästhetischen Belebung, welche bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik seit nunmehr fünf Jahrzehnten Programm ist. So etwas wollen regelmäßig die angereisten Protagonisten herbeiführen und dafür reist eine internationale Zuhörerschaft an. Im Jahr 1969 wurde das Wittener Festival in seiner heutigen Form geboren. Einen verlässlichen Rahmen liefert hier der Westdeutsche Rundfunk, der sich in einer Zeit einklinkte, in der die Sicherstellung öffentlicher Bildungsaufträge auch für „Minderheiten“ noch ein Kerngeschäft war. In Witten lebt so etwas fort. Also wurde auch am Festivalwochenende 2018 abendfüllend Neue Musik in den Äther gestrahlt.

Holzbläserquintett trifft Vocalsolisten

28.02.18 (Egbert Hiller) -
Die bedeutenden Festivals für Neue Musik, zu denen ECLAT in Stuttgart zählt, können Gradmesser musikalischer Entwicklungen sein, in denen sich indirekt auch gesellschaftliche Wandlungsprozesse widerspiegeln. Aktuelle Stichworte in diesem Kontext lauten etwa Digitalisierung und Globalisierung, Neoliberalismus und Populismus, Erderwärmung und Terrorangst, wobei deren Folgen allenthalben spürbarer werden und auch vor dem persönlichen, geschweige denn dem künstlerischen Empfinden nicht haltmachen.

Mit Worten in der Welt wirksam sein

01.12.16 (Stefan Pieper) -
Mit der Ursonate fing alles an: Kurt Schwitters vermählte in den 1920er-Jahren sprachliche Zeichen mit musikalischen Formelementen. Laute und Silben, schließlich ein rückwärts-zitiertes Alphabet wurden einer konsequent durchdachten Sonatenform einverleibt. Das Ergebnis wirkte humoristisch, verfolgte aber auch ein tiefernstes künstlerisches Anliegen. Und so gehörte Kurt Schwitters’ Meilenstein für die Dada-Bewegung zu den unverzichtbaren, am letzten Tag aufgeführten Bezugspunkten auf dem Essener NOW-Festival. Unter dem Motto „Word up!“ wurde zwei Wochen lang gezeigt, wie die musikalische Avantgarde mit zum Teil ungeahnten Beziehungen zwischen Worten und Musik landläufige ästhetische Konnotationen gerne hinter sich lässt.

Mit Worten in der Welt wirksam sein – Das Essener NOW-Festival im Rückblick

16.11.16 (Stefan Pieper) -
Mit der Ursonate fing alles an: Kurt Schwitters vermählte in den 1920er Jahren sprachliche Zeichen mit musikalischen Formelementen. Laute und Silben, schließlich ein rückwärts-zitiertes Alphabet wurden einer konsequent durchdachten Sonatenform einverleibt. Das Ergebnis wirkte humoristisch, verfolgte aber auch ein tiefernstes künstlerisches Anliegen. Und so gehörte Kurt Schwitters Meilenstein für die Dada-Bewegung zu den unverzichtbaren, am letzten Tag aufgeführten Bezugspunkten auf dem Essener NOW-Festival. Unter dem Motto „Word up!“ wurde zwei Wochen lang gezeigt, wie die musikalische Avantgarde mit zum Teil ungeahnten Beziehungen zwischen Worten und Musik landläufige ästhetischen Konnotationen gerne hinter sich lässt.

Stimmen zur Frauenfrage

19.10.16 (nmz-red) -
Carola Bauckholt, Komponistin +++ Prof. Dr. Birgit Jank, Universität Potsdam +++ Manuela Kerer, Komponistin +++ Ulrike Liedtke, DMR, Bundesfachausschuss Medien +++ Evelyn Meining, Intendantin Mozartfest Würzburg +++ Prof. Dr. Irmgard Merkt +++ Prof. Dr. Renate Reitinger, Hochschule für Musik Nürnberg +++ Charlotte Seither, Komponistin

Wie geht es weiter mit dem Lied?

16.09.16 (Juan Martin Koch) -
„Wenn der Text gut ist, braucht man ihn nicht zu singen, wenn er schlecht ist, braucht man auch keinen Text.“ Carola Bauckholts Statement klingt so, als habe sie damit den Auftrag der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie, ein Klavierlied zu komponieren, genauer: einen „autarken, literarischen deutschsprachigen Text nach 1945“ zu vertonen, abgelehnt. Hat sie aber nicht.

Komponierende Kuratoren, diskursive Komponisten

01.03.16 (Andreas Kolb) -
Am Anfang steht der Schöpfer – seit man vom autonomen Werk spricht, denkt man sich stets den von der Muse geküssten oder sonst wie inspirierten Komponisten dazu. Innerhalb des Systems Neue Musik ist heute den Musik-ermöglichern, den Kuratoren, eine immer größere Bedeutung zugewachsen. Mit ihren Festivalthemen greifen sie nicht nur virulente Musikströmungen auf, sondern versuchen, diese mitzugestalten. Im worst case wird die Fragestellung eines Festivals ausstaffiert mit den dazu eingeladenen Komponisten.

Lauschangriffe in (un-)gewohnter Umgebung

11.06.15 (Dirk Wieschollek) -
Seit annähernd 30 Jahren sind die Weingartener Tage für Neue Musik eine Institution in der Vermittlung zeitgenössischer Komposition, bei der Ikonen der Avantgarde wie Cage, Stockhausen, Kagel und Lachenmann zu Gast waren. Ab sofort (und man fragt sich sogleich: warum eigentlich erst jetzt?) werden die dreitägigen Komponistenportraits von einer Schriftenreihe flankiert, die sich der Initiative des Musikpädagogen und Musikwissenschaftlers Jürgen Oberschmidt verdankt. Der vielversprechende Auftakt ist Carola Bauckholt (die 2014 in Weingarten zu Gast war) gewidmet und bündelt Texte, die zum Teil bereits in anderen Kontexten veröffentlicht, größtenteils aber eigens für diese Publikation geschrieben wurden.
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