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Alle Artikel kategorisiert unter »cresc – Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main«

Donnerblech trifft Viertelton

31.01.18 (Achim Heidenreich) -
Nachhaltigkeit und Partizipation sowie Integration und auch Inklusion sind für Festivalmachende das Gebot der Stunde. Gute Einstudierung mit reichlich Probenzeit und exzellenter Aufführung genügt schon lange nicht mehr, um bei fördernden und finanzierenden Institutionen Etats locker zu machen. Außerdem steht das Nur-Musik-Hören im Konzertsessel seit einiger Zeit im Verdacht ganz passiv das kulturelle Sahnehäubchen von unserem subventionierten Musikleben einfach bloß abzuschöpfen, womöglich noch zu Richard Strauss’ Ballettmusik „Schlagobers“ (Autor schnalzt mit der Zunge). Denn auch das will schließlich gelernt sein, das Hören, sprich: Das Werk braucht Vermittlung und Kontextualisierung, um nicht nur die Kenner und Liebhaber der doch zahlreichen Musik­angebote zu gewinnen, sondern tatsächlich in die Mitte der Bevölkerung und dort zu breiterer Akzeptanz zu gelangen.

cresc - Biennale für Moderne Musik untersucht weltweiten Transit

02.11.17 (dpa) -
Frankfurt/Main - Künstlern, die mit ihrer Arbeit Grenzen überschreiten, widmet sich vom 22. bis zum 26. November das Musikfestival «cresc...». Die vierte Ausgabe der Biennale für Moderne Musik bietet unter dem Titel «Transit» an sieben Spielorten in Frankfurt, Wiesbaden und Hanau insgesamt 14 Konzerte, Performances und Vorträge.

Der Solitär und seine Gegenwelten

02.02.16 (Gerhard R. Koch) -
„cresc ...“ ist der Titel eines Festivals Neuer Musik, das 2011 in Frankfurt lanciert worden ist, und der durchaus Heterogenes assoziieren lässt. Denn schon der Begriff des crescendo signalisiert Mehrdeutiges: nicht nur das Anwachsen der Dynamik, sondern auch generell die Steigerung über das Gewohnte hinaus – ganz gewiss nicht im Sinne des „Deutschland!“-Rufers in der Wüstenei der nationalvergessenen Moderne, Botho Strauß, und seines „anschwellenden Bockgesangs“. Crescendieren kann aber auch in und über die Extreme, also auch Grenzen, führen, sie sprengen. Doch der Anfang des italienischen Terminus läßt sich in angelsächsischer Phonetik auch als „crash“ interpretieren, als Zusammenprall, Einstürzen, abrupte Konfrontation von Gegensätzen. Zudem spricht man von „Crash“-Kursen, etwa zum komprimierten Erlernen von Sprachen.

Das Jetzt als musikalischer Ereignisraum

08.12.13 (Hans-Jürgen Linke) -
Dem Raum folgt die Zeit. Zumindest tut sie das in der thematischen Sequenz der „cresc“ genannten Biennale für moderne Musik im Rhein-Main-Gebiet. Vor zwei Jahren stand mit „Musik und Raum“ Iannis Xenakis im Zentrum, logischerweise war nun die Zeit an der Reihe, und als deren Protagonist war der Komponist Bernd Alois Zimmermann bestimmt worden.

Kugelgestaltiges, Rauschhaftes, Ekstatisches: cresc – Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main

24.11.13 (Jelena Rothermel) -
Bernd Alois Zimmermann schien ein ganz entspanntes Verhältnis zu Musikkritikern zu haben. Seine „Verreißer“, wie er sie nannte, sah er als ganz persönliche Richtungsweiser: „Werde ich verrissen, bin ich auf dem richtigen Wege; sollte von dieser Seite gar Anerkennung kommen (erfreulicherweise ist das bisher noch nicht geschehen), bin ich mit Sicherheit auf dem falschen Weg.“ Er bekam dann doch noch einiges an Lob zu hören, ohne sich deshalb beirren zu lassen.

Festival für Neue Musik beginnt - Schwerpunkt Bernd Alois Zimmermann

18.11.13 (dpa) -
Frankfurt/Main - Bühne frei für die Neue Musik: Am 21. November beginnt im Rhein-Main-Gebiet zum zweiten Mal ein Festival für diese Musikrichtung. Die Veranstaltungsreihe mit Namen Cresc war 2011 ins Leben gerufen worden und ist alle zwei Jahre geplant.

Gut und wahr

12.11.13 (Andreas Kolb) -
Baden-Württemberg ist derzeit immer gut für schlechte Nachrichten aus Kunst und Kultur. Wenn nun die neue musikzeitung auch einmal gute Nachrichten von dort melden will, dann wird sie dadurch sicher nicht gleich zur Huffington Post, wo es im Zuge der finalen Abschaffung des Qualitätsjournalismus eine Rubrik mit ausschließlich „guten“ Nachrichten gibt. Die gute Nachricht dieser nmz kommt aus Donaueschingen und besteht aus zwei Teilen:

Raum mit mehr als drei Dimensionen

08.02.12 (Hans-Jürgen Linke) -
In den Selbstverständigungs-Diskursen der Musik ist der Raum allgegenwärtig: als philosophischer Topos, als aufführungspraktische Voraussetzung, als Gebilde aus Projektionen, Konventionen und Zielvorstellungen. Das Nachdenken über den Raum in der Musik, über Musik im Raum geht maßgeblich auf den Komponisten Iannis Xenakis zurück, der auch Architekt und Mitarbeiter von Le Corbusier war. Bei Xenakis geht es nicht nur um die notorische Ordnung zwischen Interpreten und Hörern im Konzertraum, es geht auch darum, durch Klangereignisse und ihren allgegenwärtigen, selten eindeutigen Verweisungscharakter zu unserem sechsten Sinn, dem Vorstellungsvermögen, Zugänge zu finden. Das war das Generalthema der ersten Frankfurter Biennale für moderne Musik mit dem griffigen Namen „cresc“.

Die Energie eines Urknalls: Iannis Xenakis im Mittelpunkt der ersten Rhein-Main-Biennale „cresc“

30.11.11 (Hans-Jürgen Linke) -
Für Georg Friedrich Hegel war klar, dass die Musik zur Architektur, „obwohl sie derselben entgegengesetzt ist, dennoch in einem verwandtschaftlichen Verhältnis“ stehe. Für Iannis Xenakis war dieser Gedanke Realität. Als Le Corbusiers Assistent entwarf er den Philips-Pavillon für die Brüsseler Weltausstellung 1958 anhand der gleichen hyperbolischen Kurven, die seiner Komposition „Metastasis“ zugrunde lagen. Eine von der Bayerischen Architektenkammer übernommene Ausstellung im Sendesaal-Foyer des Hessischen Rundfunks im Rahmen der „cresc“ genannten Klangbiennale zeigt neben einem biografischen Abriss und einem maßstabgetreuen Modell Material zum Philips-Pavillon, der nach der Weltausstellung wieder abgerissen wurde.
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