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Alle Artikel kategorisiert unter »Deutsches Nationaltheater Weimar«

Weimarer Intendant: Kultur erst nach Biergärten und Autohäusern

21.04.20 (dpa) -
Weimar - Der Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar (DNT), Hasko Weber, sieht die Kultur in der öffentlichen Debatte um die Corona-Krise oft vernachlässigt. «Die Kultur wird oft vergessen, oder in Zusammenhänge nach Biergärten und Autohäusern gebracht», kritisierte Weber am Dienstag im Gespräch mit der Deutschen-Presseagentur.

Deutsches Nationaltheater - «Offene Herzen» und viel Planungsarbeit in Weimar

04.03.20 (dpa) -
Weimar - Mehr Vertrauen, mehr Empathie füreinander schaffen: Das steckt hinter dem Motto «Offene Herzen», mit dem das Deutsche Nationaltheater Weimar (DNT) in die nächste Spielzeit aufbrechen möchte, wie Chefdramaturgin Beate Seidel erklärte. «Die Worte sollen ein Signal in die Gegenwart senden», so Seidel am Dienstag in Weimar. Denn aktuell sehe es nicht danach aus, als könnte man offenen Herzens aufeinander zugehen.

Der Drache ist tot, es lebe der Drache – „Lanzelot“ von Paul Dessau und Heiner Müller in Weimar überwältigt

24.11.19 (Joachim Lange) -
Es hat Vorteile, dass man die Bühnenmaße der neue Oper Erfurt so gewählt hat, dass sie mit denen des Deutschen Nationaltheaters in Weimar kompatibel sind. Gegen die Allergie der Bürgerschaften, was diverse Fusionsabsichten betrifft, hat das zwar nichts genützt. Aber sinnvoll und technisch problemlos bei Großprojekten kooperieren kann man dadurch allemal. Das war bei den „Meistersingern“, vor drei Jahren so. Und es ist so bei der jüngsten Neuproduktion von Paul Dessaus Oper „Lanzelot“ nach einem Libretto von Heiner Müller, die jetzt in Weimar Premiere hatte. (In Erfurt dann ab 16. Mai 2020).

Nationaltheater Weimar stellt Mauer als Kunstprojekt auf

28.10.19 (dpa) -
Das Deutsche Nationaltheater Weimar (DNT) hat die Absicht, eine Mauer zu errichten: Bis zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November soll eine Art Neubau der früheren deutsch-deutschen Grenzanlage auf dem Theaterplatz mitten in der Klassikstadt entstehen, wie das Theater ankündigte. Anders als die tatsächliche Mauer soll das Kunstprojekt aber keine langfristige Trennung schaffen, sondern Menschen zusammenführen.

Weißer Regen, schwarzes Gold: Uraufführung von Jörn Arneckes Kinderoper „Der Eisblumenwald“ in Weimar

13.06.19 (Roland H. Dippel) -
„Ein Plädoyer für Poesie ohne plärrige Parolen“, so empfand unser Kritiker Roland H. Dippel Jörn Arneckes neue (Kinder-)Oper, die am Deutschen Nationaltheater zur Uraufführung kam. „Unspektakulär, unaufgeregt und fern von jeder Verniedlichung“ hat dieses Stück die Kraft, seine Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann zu ziehen. „Alles funktioniert, bleibt in Spannung. Kein einziger Zuschauer langweilt sich in dieser Stunde, weil das Ensemble engagiert agiert.“ Gelungen!

Der Triumph des Möglichen – Uraufführung von Ludger Vollmers Oper „The Circle“ am Deutschen Nationaltheater Weimar trifft mit ihrem Thema ins Schwarze

05.05.19 (Joachim Lange) -
Dave Eggers Roman „The Circle“ ist nicht unbedingt der literarischen Weisheit letzter Schluss. Aber der 2013 erschienene Bestseller ist so nah am Puls der Zeit, dass es fast schon beängstigend ist. Immerhin sind die 560 Seiten flott zu lesen. Und das, was die Autorin Tiina Hartmann gemeinsam mit dem Komponisten Ludger Vollmer (in Weimar seit seinem „Lola rennt“-Erfolg bestens eingeführt!) zum Libretto destilliert und was Uraufführungsregisseurin Andrea Moses und der Weimarer Operndirektor Hans-Georg Wegner als Dramaturg für die Bühne eingerichtet haben, bleibt immer in Sichtweite zum Roman. Dieser Kreis schließt sich. In der Story selbst ist das Schließen des Kreises, diese „Vollendung“ des Circle, eine Metapher für den Triumph des Möglichen, für die totale digitale Transparenz, für die (Selbst-)Aufgabe des Individuums. Joachim Lange findet es überaus gelungen.

„Tosca“ unter Kampfraketen: Puccini in packender Vollendung am DNT Weimar

11.03.19 (Roland H. Dippel) -
Puccini-Enthusiasten sollten sich diese „Tosca“ nicht entgehen lassen. Generalintendant Hasko Weber und Stefan Lano am Pult ergänzen sich ideal. Sie machen mit einem höchst beeindruckenden Sänger-Ensemble aus den eigenen Reihen (ohne Gäste!) diese Oper zur tickenden Zeitbombe und einem großartigen musikalischen Wurf. Im italienischen Kernrepertoire hörte man die Staatskapelle Weimar nur selten in derart kundiger Toppform wie bei dieser hier packend und sensibel erschlossenen Puccini-Partitur.

(K)eine Revolution mit Musik – „November 1918“ am DNT Weimar raschelt

06.11.18 (Joachim Lange) -
Die aktuelle Kunstanstrengung des Deutschen Nationaltheaters Weimar ist gewaltig. Sie passt zu seinem Namen und ist im 100. Jahr der Novemberrevolution allemal zu loben. Schon, weil sie wieder einmal alle Sparten des Hauses in einem Kooperationsprojekt von Schauspiel, Musiktheater und Staatskapelle für die Theaterfassung von André Bücker und Beate Seidel mit Musik von Stefan Lano zusammenführt. Wenn es um die Aufführung einer Theaterversion von Alfred Döblins „November 1918“ geht, dann hat Weimar einen Standortvorteil. Nach dem brodelnden Vorspiel nach Kaiserreich und Weltkriegskatastrophe verdankt die wacklige erste deutsche Republik der Klassikerstadt immerhin ihren Namen.

Deutsches Nationaltheater und Theater Erfurt inszenieren Oper «Lanzelot»

18.10.18 (dpa) -
Weimar/Erfurt (dpa/th) - Zum Gedenken an 100 Jahre deutsche Demokratie und Verfassung planen das Deutsche Nationaltheater (DNT) Weimar und das Theater Erfurt ein gemeinsames Projekt. Für die Spielzeit 2019/20 wollen die Häuser die Oper «Lanzelot» von dem auch in der DDR erfolgreichen Komponisten Paul Dessau und dem Dramatiker Heiner Müller (Libretto) inszenieren, wie das DNT am Mittwoch mitteilte.

Geile Gewaltverführung – Am DNT Weimar knallt es in „A Clockwork Orange“ mit Rammstein-Songs

07.10.18 (Roland H. Dippel) -
Die hauseigene Einrichtung des durch seine thematischen Bezüge zur Enhancement-Diskussion topaktuellen Longsellers „A Clockwork Orange“ nach Anthony Burgess mit Songs von Rammstein hat es in sich. Diese dramatische Revue fetzt in zwei Stunden alles nieder und fährt mit Nahuel Häfliger einen Hauptdarsteller auf, der mehr genussvolles Grauen als beklemmenden Schrecken und Mitleid in den Saal schleudert. Das phänomenale Ensemble beherrscht Spiel, Musik und Tanz – ein hochrangiger Abend mit einer diskussionswürdigen Funktionalisierung von Musik und einer nicht vorhersehbaren Akzentverschiebung.
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