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Alle Artikel kategorisiert unter »Ernst Krenek«

Urteil statt Aufschrei – Offener Brief von Krenek-Spezialist*innen zu „Jonny spielt auf“ in München

05.04.22 (offener Brief) -
Die Inszenierung der Oper „Jonny spielt auf“ am Gärtnerplatztheater München hat zahlreiche Reaktionen hervorgerufen, bei der eine bestimmte Inszenierungsidee des Regisseurs Peter Lund im Fokus stand. Eine Gruppe von Krenek-Spezialist*innen hat sich nun mit einem offenen Brief an den Intendanten des Theaters, Josef Ernst Köpplinger, gewandt. Sie fordern, „Jonny spielt auf“ als wichtige Wegmarke der Musiktheater-Geschichte auf dem Spielplan zu belassen und dadurch weiteren Teilen der Öffentlichkeit – die Unterzeichnenden des „Offenen Briefes“ eingeschlossen – die Möglichkeit zu geben, sich damit auseinanderzusetzen.“ Wir dokumentieren den offenen Brief im Wortlaut.

Münchner Wiedergutmachung: Ernst Kreneks „Jonny spielt auf“ am Gärtnerplatztheater

12.03.22 (Juan Martin Koch) -
Bei der Münchner Erstaufführung 1928 zettelten Nazis einen Eklat an. Nun ist Ernst Kreneks einstiges Erfolgsstück „Jonny spielt auf“ wieder am Münchner Gärtnerplatztheater zu sehen. Juan Martin Koch berichtet von einer facettenreichen Premiere.

Überraschungsfund, fast unbemerkt

14.05.21 (Martin Hufner) -
Der Briefwechsel zwischen Ernst Krenek und Theodor W. Adorno ist bereits 1974 von Wolfgang Rogge ediert worden. Die häufig musiktheoretisch gedankenschweren Briefe zwischen den Autoren hat er schon damals sachkundig und klug kommentiert. Jetzt erscheint in der Adorno-Gesamtausgabe eine Neuauflage, die auf den ersten Blick völlig unscheinbar daherkommt. Denn seit 1974 sind kaum Neuigkeiten hinzugekommen. Der Kommentarapparat hingegen gewinnt durch immer mehr Kenntnisse der Lebensgeschichte Adornos hinzu. Dabei verzichtet man, der Lesefluss dankt es einem, auf bleierne Fußnoten, sondern kommentiert Hintergrundinformationen aus dem Text heraus.

Zwischen Witz und Flaute: Kurzopern der Zwanziger Jahre an der HMT Leipzig

03.02.20 (Roland H. Dippel) -
Vier Musiktheater-Einakter in kompakter Form als Studioproduktion. Wer hätte das gedacht? Paul Hindemith, Karl Amadeus Hartmann und Ernst Krenek erweisen sich als Lernmaterial und Spielwiese ideal, sind aber nicht ganz einfach. Viel Applaus in der Blackbox der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ für die Studierenden auf einem soliden Mittelweg zwischen Situationswitz und Motorik.

Waten in der Geschichte: die Münchner Staatsoper triumphiert mit Ernst Kreneks „Karl V.“

11.02.19 (Juan Martin Koch) -
Der Beginn ist grandios: Aus der riesigen Projektion von Tizians „jüngstem Gericht“ löst sich zu Karls Abdankungsmonolog plötzlich eine lebende Gestalt und beginnt zu klettern, geradewegs Tizians Himmel empor… Doch bald zerfällt das Bild, übrig bleibt ein unzusammenhängendes Mosaik rechteckiger Einzelteile.

Virilität und Virtuosität: Ernst Kreneks „Jonny spielt auf“ im Nationaltheater Prag

27.01.19 (Roland H. Dippel) -
Es ist die erste Produktion von Ernst Kreneks Zeitoper in Prag nach der Erstaufführung 1927 am Neuen Deutschen Theater, die dort wenige Monate nach der Leipziger Uraufführung auch Alexander Zemlinsky dirigiert hatte. Die Neuinszenierung des größten Opernerfolgs der Weimarer Republik im Nationaltheater Prag findet mit Poesie und feinem Witz szenische Entsprechungen zu Kreneks Stilpluralismus, der weit über das vom Komponisten selbst dementierte und noch immer für dieses Werk verwendete Schlagwort der „Jazzoper“ hinausweist. Denn natürlich steht „Jonny spielt auf“ auch in freundlicher Nähe zu den sinnlichen Neuromantikern und sogar zum „Weißen Rössl“.

Von Macht und Menschen – Kreneks „Diktator“ und Ullmanns „Zerbrochener Krug“ im Münchner Cuvilliéstheater

15.04.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Wie alle großen Opernhäuser pflegt auch die eben als Institution ausgezeichnete Bayerische Staatsoper begabte junge Sänger in einem Opernstudio an die Realität dieses Berufs heranzuführen. Dazu gehört als Höhepunkt der Saison eine eigene Produktion unter professionellen Bedingungen: das Münchner Kammerorchester, ein Nachwuchsdirigent, alle elf Solisten des Opernstudios, zwei Spielleiter der Staatsoper – alles im herrlichen Rahmen des Cuvilliéstheaters.

Kuriose Kostbarkeiten (Peter P. Pachl)

29.12.17 (Peter P. Pachl) -
Eine geradezu absurde Situation: selbst jene Labels, die in den Vorjahren Künstlern oder Ensembles wenigstens geringe Honorare entrichtet haben, zahlen inzwischen nichts mehr, sondern fordern im Gegenteil die Festabnahme von Exemplaren in Hunderter-Stückzahlen. Kurioserweise geht der Tonträger- und Bildtonträger-Markt trotz massiver Klagen um mangelnde Absätze nicht zurück, sondern expandiert weiter. Im schier kaum überschaubaren Angebot befinden sich im Jahre 2017 zahlreiche Erstveröffentlichungen und Repertoire-Erweiterungen, die anzuhören oder anzusehen Freude macht.

Im Wald der Träume und Klagen

Gabriel Fauré: Complete Songs. 34 Lieder für Singstimme und Klavier. Kritische Ausgabe von Roy Howat und Emily Kilpatrick. Peters Edition Ltd London. +++ Steffen Wolf: Wege zum Liedgesang – ein deutscher „Vaccai“. 24 Lieder nach Gedichten von Heinrich Heine für Singstimme und Klavier. Pädagogische Kommentare von Steffen Wolf in Texten von Carmen Hillers. Breitkopf & Härtel. +++ Ernst Krenek: Frühe Lieder Für Gesang und Klavier, hg. von Claudia Maurer Zenck. Universal Edition. +++ Alban Berg: Jugendlieder. Band 3 (1901–1908). Lieder, Duette, Melodram, Fragmente und zweifelhafte Lieder für Stimme und Klavier, hg. von Christopher Hailey. Universal Edition

„Auf Wiederseh’n!“ – Kreneks Einakter-Trilogie in Frankfurt zyklisch überformt

09.05.17 (Michael Kube) -
Wohl jeder, der sich einmal mit der Musik der 1920er Jahre intensiver beschäftigt hat, wird Kreneks „Jonny spielt auf“ (1926) kennen – jene mitreißende Jazz-Oper, deren Titelheld kaum ein Jahrzehnt später in wilder Verzerrung auf das Plakat einer vermeintlich „entarteten Musik“ gelangte. Was da auf die Weimarer Republik zukommen sollte, scheint Krenek, wohl immer am Puls der Zeit, bereits geahnt zu haben. So jedenfalls lässt sich seine Einakter-Trilogie von 1926/27 deuten – und so wurde sie auch in der Oper Frankfurt in einer neuen, zyklischen Inszenierung auf die Bühne gebracht.
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