Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Essay«

Musik auf Abstand – Spielräume zwischen 1,50 und Hörweite – Ein Essay von Bernhard König und Alon Wallach

14.04.20 (Alon Wallach) -
Alles ist anders – dazu gehört auch, dass das Große und Spektakuläre auf einen Schlag als „verzichtbar“ gilt, während die kleine Geste, das Alltägliche, die Arbeit der Supermarktverkäuferin oder des Altenpflegers wertgeschätzt wird wie nie. Auch in der Kultur findet eine solche Umwertung statt. Dass es dieses Jahr eigentlich ein Beethovenjubiläum, ein Montreux Jazz Festival, einen Eurovision Song Contest hätte geben sollen, ist mit einer kurzen Meldung abgehakt. Stattdessen erhalten private Kleinst-Initiativen – das Singen vom Balkon oder vor dem Altenheim, der Geigenunterricht per Livestream – plötzlich den Rang einer ARD-Brennpunkt-Nachricht.

Für Karriere wird keine Garantie übernommen

15.08.17 (Harald Eggebrecht) -
„Zum Kampf der Wagen und Gesänge,/ Der auf Korinthus‘ Landesenge/ Der Griechen Stämme froh vereint,/ Zog Ibykus, der Götterfreund.“ So beginnt­ Friedrich Schillers berühmte Ballade „Die Kraniche des Ibykus“, in der es allerdings dann nicht um die Wettkämpfe geht, sondern um einen Mord und seine unvermutete und überraschende Aufklärung. Doch die Idee, dass man sich nicht nur im Laufen, Springen, Werfen, Boxen, Ringen et cetera messen kann, sondern auch als Sänger, Schauspieler, Tänzer oder Instrumentalist, auch Dichter oder Rezitator in Wettstreit treten kann zu Ehren der Götter, haben die alten Griechen schon mindestens sieben Jahrhunderten vor Christus in die Tat umgesetzt.

Im Windschatten der digitalen Revolution

06.02.15 (Harry Lehmann) -
Seit etwa sieben Jahren gibt es in der Neuen Musik eine Diskussion, an welcher alle einschlägigen deutschsprachigen Musikjournale beteiligt sind und in deren Verlauf sich bislang an die 30 Autoren zu Wort gemeldet haben. Ausgelöst wurde sie durch ein Gedankenexperiment über die möglichen Folgen der Digitalisierung in der Neuen Musik, das ich auf der Frühjahrstagung in Darmstadt 2008 angestellt hatte,1 welches zwei Jahre später zu dem von Claus-Steffen Mahnkopf initiierten Band „Musik, Ästhetik, Digitalisierung – Eine Kontroverse“ führte.2
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: