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Alle Artikel kategorisiert unter »Geschlechtergerechtigkeit«

Liebe Leser*innen

01.04.21 (Juan Martin Koch) -
Hoffentlich fühlen Sie sich alle mit dieser Anrede angesprochen und können damit leben, dass wir in unserer Zeitung seit einiger Zeit nach den Sternchen greifen. Die Diskussion über deren Verwendung flammt in der Redaktion immer mal wieder auf, aber am Ende bleiben wir bei unserer Entscheidung, die grammatikalischen und typografischen Bedenken zugunsten eines Ziels zurückzustellen, das eigentlich selbstverständlich sein sollte, es aber auch im Musik- und Kulturleben längst nicht ist: die gleichberechtigte Sichtbarkeit von Männern, Frauen und Menschen diverser Geschlechtszuordnung.

Es bleibt viel zu tun: Geschlechtergerechtigkeit im Jazz

23.02.21 (Bettina Bohle) -
Was für Verhältnisse: 80 Prozent aller Jazzmusiker*innen sind Männer, 20 Prozent Frauen. Von den 20 Prozent Frauen sind wiederum mehr als die Hälfte Sängerinnen – an allen anderen Instrumenten sind Frauen also in eklatanter Unterzahl. Soweit die Ergebnisse der jazzstudie2016. Seitdem dringt das Thema Geschlechtergerechtigkeit im Jazz, unter anderem auch durch das Engagement der Deutschen Jazzunion als Interessenvertretung der Jazzmusiker*innen in Deutschland, immer mehr ins Bewusstsein der Szene vor.

„Fortschritt geht nur mit Geschlechtergerechtigkeit“

11.02.21 (Andreas Kolb) -
Das Projektbüro „Frauen in Kultur & Medien“ des Deutschen Kulturrates bietet seit 2017 ein Mentoring-Programm für Frauen an, die eine Führungsposition im Kultur- und Medienbereich anstreben und auf mindestens zehn Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Mit Maria Pallasch, Referentin und Leiterin des Büros des Präsidenten der Hamburger Hochschule für Musik und Tanz, sowie Elisabeth Brunmayr (Career Center der Hamburger HfMT) hat der Deutsche Kulturrat zwei Mitarbeiterinnen der Hamburger Musikhochschule in den zweiten Jahrgang des Förderprogramms „Frauen in Kultur und Medien“ aufgenommen. Das folgende Interview mit der Teilnehmerin Maria Pallasch will sowohl die Mentee als auch das Mentoring Programm des Deutschen Kulturrates porträtieren.

Etablierung, Verantwortung, Gegenwind: Ein Gespräch zum Thema Frauen- und Genderforschung in der Musik

Seit Ende der 1970er Jahre haben Musikwissenschaftlerinnen maßgeblich dazu beigetragen, die Bedeutung von Frauen in der Musikgeschichte sichtbar und hörbar zu machen. Wie sich das Fach der musikalischen Frauen- und Genderstudies seither entwickelt hat und wie Forscherinnen deren Aufgaben heute definieren, darüber hat Juan Martin Koch mit drei Vertreterinnen gesprochen: mit Susanne Rode-Breymann (HMTM Hannover), Anna Ricke (Musikwiss. Seminar Detmold/Paderborn) und der Kulturmanagerin Magdalena Waller. 

Deutscher Kulturrat fordert Geschlechtergerechtigkeit

10.08.20 (dpa) -
Berlin - Der Deutsche Kulturrat sieht auf dem Weg zur Gleichberechtigung noch Baustellen in der Branche. «Noch immer werden Frauen im Kulturarbeitsmarkt strukturell benachteiligt», teilte Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Montag in Berlin mit. Der Kulturrat veröffentlichte Forderungen zur Geschlechtergerechtigkeit in Kultur und Medien.

Die patriarchale Nachhut wirkt unbewusst

Das „Lucerne Festival“ widmete sich dieses Jahr – zumindest programmatisch – dem Thema „Macht“. Nun sind es beileibe nicht die jüngst kolportierten „nächtlichen Telefonanrufe“ eines zenitfernen Opernsängers, welche mit diesem Begriff zugleich jenen des Missbrauchs hören lassen. Letzterer gebärdet sich in der Musikwelt denn auch mehrtönig:

Leipzig: Mädchen nimmt nicht am Vorsingen für Knabenchor teil

01.10.19 (dpa) -
Im Streit um Mädchenstimmen im Knabenchor möchte die Berliner Rechtsanwältin, die ihrer Tochter eine Aufnahme im Leipziger Thomanerchor ermöglichen wollte, ein Vorsingen des Mädchens verschieben. Damit könne das Kind aber nicht mehr am Aufnahmeverfahren teilnehmen, hieß es am Montag von der Stadt Leipzig. Dies käme einer Vorzugsbehandlung gleich.

Diskutieren und ausprobieren, vorführen und verwerfen

31.08.18 (Juana Zimmermann) -
Pierre-Yves Artaud schrieb über die Ferienkurse von 1994: „Oh je, weiter diese Affenhitze! Das Wetter hier ist unvorhersehbar. Ein bisschen wie alles, was man hier so treibt: die Stücke, die man hier spielt und ihre Qualität. Das geht rein und raus.“ Und hätten sich seitdem die Örtlichkeiten und Nichtrauchergesetze nicht verändert, so könnte man ihm hellseherische Fähigkeiten zusprechen: „Vom Buffet bis zum Nichtrauchersaal [...] sind gerade mal zehn Meter, doch die kommen einem schier endlos vor. Sie sind es auch, denn ein Gruß und ein Wortwechsel alle 50 Zentimeter, das macht im Durchschnitt 20 Halts von 30 Sekunden [...]“

Deutscher Kulturrat richtet Projektbüro Frauen in Kultur und Medien ein

Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Medienbereich soll ein Kernthema der kulturpolitischen Agenda in der kommenden Legislaturperiode werden. Im Juni 2016 wurde die Studie „Frauen in Kultur und Medien“ des Deutschen Kulturrates im Bundeskanzleramt vorgestellt. Diese Studie stieß auf eine sehr breite, positive Resonanz. Von verschiedenen Seiten wurde begrüßt, dass nach einem langen Zeitraum fundierte Daten zur Repräsentanz von Frauen in Kultur und Medien vorgelegt wurden. Die Studie löste vielfältige Diskussionen in Verbänden, in der Politik und in den Medien aus.
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