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Alle Artikel kategorisiert unter »Hans-Joachim Hespos«

Bremer Zwerge

12.04.17 (Gordon Kampe) -
„Autsch. Hier tut’s weh.“ – „Da können wir nicht helfen, unsere Ärzte sind in Rente.“ – „Das ist doch ein Krankenhaus?“ – „Ja, wir verkaufen jetzt Turnschuhe. Man muss sich weiterentwickeln.“ Was hier nach Mumpitz tönt, das geht als Argument im Kulturbereich offensichtlich ganz gut durch: Mit dem Fortgang verdienter Personen, werden Inhalte gleich mitpensioniert.

Musik, die unter die Haut geht und ins Hirn dringt

03.02.17 (Gisela Nauck) -
Mit dem rätselhaften Titel „Das Maul ist der Text“, dessen Urheber Hans-Joachim Hespos sein soll, lud die „projektgruppe neue musik bremen“ am letzten Novemberwochenende vorigen Jahres (25. bis 27. November) zu ihrer 19. Konzerttagung ein. Dieser so treffende Begriff – Konzerttagung – wurde zu meinem Bedauern zwar schon vor Jahren gegen den Allerweltsbegriff Festival ausgetauscht. Das Konzept aber, Musik – immer „auf der Höhe der Zeit“ – zu hören und dieses Hören durch Vorträge sowie moderierte Gesprächsrunden gedanklich zu vertiefen, wurde beibehalten. Zum Glück. Der Titel blieb zwar trotz dieser Verzahnung von Hören und Wissenserweiterung ungeklärt. Aber das Programm machte auch diesmal wieder klar: Es geht in Bremen nicht schlechthin um zeitgenössische Musik, sondern um das Zeitgenössische in der Musik.

„Nur Gesang geht weiter“

29.11.14 (Ute Schalz-Laurenze) -
„Das kann ich auch“, so eine Zuhörerin lautstark beim Festkonzert zum 45-jährigen Bestehen der Reihe „Neue Musik in Delmenhorst“: das mit jährlich einem Konzert wohl kleinste Festival in Deutschland. Die Zuhörerin bezog sich auf einen spitzen hohen Ton, der glissandoartig herunterstürzt. Aber das ist bei der Musik von Hans Joachim Hespos kein dilettantisches Kreischen, sondern ein äußerst präzise notierter Ton mit einem äußerst präzisen Ausdruck. In „Kaps“ bilden acht „disparate“ Sänger/-innen vollkommen individuelle Gestalten, die von einem „Gelegenheitsdirigenten“ mit Leuchtstab und Frack irgendwie zusammengehalten werden: eine schöne Parodie auf die Funktion des Dirigenten. Die Ironie über den Konzertbetrieb kommt in jeder Sekunde höchst amüsant rüber, gleichzeitig und darüber hinaus gibt es richtig schöne Musik mit aufregenden Klangflächen und emotionalen Ausbrüchen. Es scheint typisch Hespos, er hat dies in vielen Werken der letzten Jahre gezeigt, wie er sich über die jahrhundertealte Gesangstradition lustig macht und sie gleichzeitg achtet, wenn nicht gar verehrt. Entgegen der Zuhörerin sind die acht Partien rein gesangstechnisch von äußerstem Anspruch. „Nur Gesang geht weiter“ heißt es in einer seiner Partituren.

Zeitlos modern – Die Junior Company des Bayerischen Staatsballetts reanimiert „Das Triadische Ballett“

07.06.14 (Wolf-Dieter Peter) -
So viel Aufbruch war nie – nach Weltkrieg, Kriegstechnokratie und Entwertung des Einzelnen zum Menschenmaterial musste nach 1918 kommen und kam: ein umfassender Neuansatz, zu dem sich viele Künstler berufen fühlten. Einen Kulminationspunkt dieses Strebens und Anspruchs bildete das „Bauhaus“ in Weimar und Dessau. Einen bald auch in Paris oder New York anerkannten Gipfel dieser Innovationsbegeisterung bildete das von Oskar Schlemmer 1922 geschaffene „Triadische Ballett“.

Quirlig vermanscht und näselnd verbeult: Der Komponist Hans Joachim Hespos wird 75 Jahre alt

12.03.13 (Ute Schalz-Laurenze) -
„Es geht nicht länger an, dass ein hoher Chef d'Orchestre seine Pultmusiker weiterhin an den Unzusammenhang einer Spielstimme verbannt, um sie, die vom Ganzen erst gar nichts erfahren und kaum sinnvoll aus sich selbst heraus gestalten können, besser in dem beherrschenden Griff zu halten. Das ist Ausbeutung und schlampige Tradition, solche Zustände gilt es abzuschaffen“ … wetterte einst der in Emden geborene und im ostfriesischen Delmenhorst lebende Komponist Hans-Joachim Hespos und zog daraus von Anfang an alle Konsequenzen fürs Komponieren und Musizieren.

Hespos!

01.03.13 (Gordon Kampe) -
Ende der neunziger Jahre fuhren wir Riesenrad auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt und hatten dabei einen herrlichen Blick aufs Kröpeliner Tor und das Musikhochschulprovisorium. Dort hätte ich eigentlich Unterricht haben sollen, aber mein Lehrer verlegte ihn lieber in luftig-rotierende Höhen und sagte: „So müssen Sie komponieren!“ „Wie?“ „Na – so!“ Oder wir flanierten an der Warnow entlang: „So müssen Sie komponieren!“ „Wie?“ „Na – so!“

Hartnäckiges Störelement in der Neuen Musik

07.10.11 (Alexander Keuk) -
Höre Hespos! Der Komponist Hans-Joachim Hespos im Gespräch mit Tobias Daniel Reiser, Simon Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2011, 115 S., CD, € 16,00, ISBN 978-3-940862-23-5

Dresdner Chorwerkstatt für Neue Musik endet mit zwei Uraufführungen

22.02.11 (PM - kiz-lieberwirth) -
Noch bis zum 26. Februar wird die 2. Dresdner Chorwerkstatt für Neue Musik zum Musiklabor für »mehrCHörigkeit«. Kurse und Workshops mit Hans-Joachim Hespos, Charlotte Seither und Sommer Ulrickson und ein Konzert mit Uraufführungen von Hespos und Seither werden Dresden zu einem Impulsgeber moderner Klangarchitekturen und musikalischer Raumeroberungen entwickeln.

Und ewig lockt die Birkhahnpfeife

14.12.09 (Tobias Daniel Reiser) -
Seit 1969 wird von dem Komponisten Hans-Joachim Hespos in Delmenhorst bei Bremen die Konzertreihe 11.11.neue musik in delmenhorst veranstaltet. Das diesjährige 40. Jubiläum blieb der Kern­idee der Reihe treu: „über das erstaunen öffnen und interesse wecken“. Das Stuttgarter ensemble ascolta und die Solisten Joachim Schall und Robin Hoffmann gestalteten den Abend abwechslungsreich und überraschend.
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