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Alle Artikel kategorisiert unter »Keith Warner«

Wenig Dramatik, viel Theater: „Die Macht des Schicksals“ an der Semperoper

01.05.18 (Roland H. Dippel) -
Die letzte Produktion an der Semperoper Dresden lief von 1966 bis 1975 und 1926 wurde „Die Macht des Schicksals“ in der Bearbeitung und Übersetzung von Franz Werfel unter der musikalischen Leitung von Fritz Busch ein Meilenstein der deutschen Verdi-Renaissance. Die Neuproduktion schillert in einem kräftigen, allerdings nur wenig beglückendem Helldunkel.

Keith Warner inszeniert Hans Werner Henzes „Elegie für junge Liebende“ im Theater an der Wien

06.05.17 (Frieder Reininghaus) -
Ziemlich still ist es geworden um das Werk des 2012 in Dresden verstorbenen deutschen Tonsetzers Hans Werner Henze. Doch das ist ein fast ‚natürlicher‘ Vorgang: Seit den goldenen Wirtschaftswunderjahren Henzes kämpfen drei neue Komponisten-Generationen um mediale Aufmerksamkeit. Das Theater an der Wien hat sich jetzt an die „Elegie für junge Liebende“ erinnert.

Eine fatal weitreichende Affäre

07.03.17 (Gerhard R. Koch) -
Kaum ein Name hat sich so paradox ausgewirkt, wie der, den Richard Wagner für seine Bayreuther Villa erkor: „Hier wo mein Wähnen Frieden fand – Wahnfried – sei dieses Haus von mir benannt.“ Es mag sein, dass der ruhelose verfolgte Revolutionär, unbeirrbare Komponist und Schriftsteller hier tatsächlich endlich seinen „sicheren Port“ erreicht zu haben glaubte. Doch ausgerechnet dieser als Ruhepunkt beschworene Ort mutierte ins Gegenteil, wurde zum Sammelbecken von Wahnvorstellungen skurril-schrecklichster Art: Rasse, Volk, überlegene weiße, sprich germanische Kultur, Lebensborn, das „Gesamtkunstwerk“ als Religionsersatz addierten sich zum braunen Gebräu für alle möglichen Chauvinisten und Antisemiten, die da meinten, wer von diesem koste, der würde zum unbesiegbaren Helden – wie Obelix nach dem übermäßigen Genuss des Zaubertranks von Miraculix. Nur, dass dies auf das kleine Gallier-Dorf beschränkt blieb. Während von Bayreuth aus der Größenwahn befeuert wurde, der in NS-Staat und Zweiten Weltkrieg führte.

Kinderoper „Peter Pan“ von Richard Ayres an der Komischen Oper Berlin

16.11.16 (Peter P. Pachl) -
Regisseur Keith Warner steht für innovative, originelle Operninszenierungen, wie den „Ring“ in London und „Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen, folglich waren die Erwartungen für sein Berlin-Debüt mit der Kinderoper „Peter Pan“ hochgesteckt. Die besuchte 3. Aufführung der Kinderoper „Peter Pan“ an der Komischen Oper Berlin (Spielleitung: Neil Robinson) vermochte diese Erwartungen jedoch nur partiell zu erfüllen.

Mit bewährtem Werkzeug operiert – Brechts und Weills „Dreigroschenoper“ im Theater an der Wien

14.01.16 (Frieder Reininghaus) -
Seit zehn Jahren wird das Theater an der Wien – im späten 20. Jahrhundert zum Musical-Theater umgewidmet – wieder als Opernhaus bespielt. Das Jubiläum wird unter anderem mit festlichen Konzerten begangen (wiewohl der Haupt-Festdirigent Nikolaus Harnoncourt altersbedingt nicht mehr zur Verfügung steht), mit einer Erinnerung an den im Vorgängerhaus uraufgeführten „Fidelio“ und mit jener Anti-Oper, die Bertolt Brecht und Kurt Weill 1928 über Nacht grenzüberschreitend berühmt machte. Die „Dreigroschenoper“ traf Ende der Berliner Zwanziger Jahre den Nerv der Zeit, indem sie John Gays und John Christopher Pepuschs akkurat zweihundert Jahre zuvor entstandene Beggar’s Opera adaptierte und die urbanen Zustände thematisierte: Dickicht und Unwirtlichkeit der Städte, organisierte Straßenbettelei, Kriminalität, Prostitution, Korruption sowie die segensreiche Entfaltung des Bankenwesens.

Schrecklich intelligente Parabel – Hänsel und Gretel an der Frankfurter Oper

13.10.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Wie soll denn das heute auf der Bühne gehen: arme Besenbinderfamilie, ein zerbrochener Milchtopf, Kinder allein im Wald (ohne Handy und Netz!), Sandmännchen, Abendsegen und vierzehn Englein, dann auch noch Hexe im Wald … und am Ende Friede, Freude, Eierkuchen? Dem Team um Regisseur Keith Warner gelang an der Oper Frankfurt Erstaunliches.

Dramatische Paraphrase auf König Lear: Keith Warner inszeniert Verdis „Nabucco“ an der Deutschen Oper Berlin

09.09.13 (Peter P. Pachl) -
Verdis Operndurchbruch „Nabucco“ wird an der Deutschen Oper Berlin kontinuierlich gepflegt und vom Publikum besonders geschätzt. Den Inszenierungen von Gustav Rudolf Sellner und Hans Neuenfels folgte nun Keith Warner. Er hat aus Verdis früher, 1842 an der Scala uraufgeführter Oper Verdis lebenslanges, uneingelöstes Projekt einer Oper nach Shakespeares „Lear“ herausgekitzelt: ein origineller Beitrag zum Verdi-Jahr, getragen von Dirigent Andrea Battistoni, einem rollendeckenden, aber gesanglich übermäßig aufs Forte setzenden Solistenensemble und dem Chor der Deutschen Oper Berlin.

Respektable Shakespeare-Oper – intelligentes See-Spektakel: André Tchaikowskys „Kaufmann von Venedig“ und Mozarts „Zauberflöte“ in Bregenz

22.07.13 (Juan Martin Koch) -
Es könnte der Schädel des Komponisten sein. In der goldenen Truhe wartet er auf den Prinzen von Marokko, einen der erfolglosen Aspiranten auf die Hand der umworbenen Portia. Dass André Tchaikowsky sein Kopfskelett der Royal Shakespeare Company als Requisit vermachte, ist nur ein Mosaikstein in der schillernden, auch düstere Seiten einschließenden Biografie des 1982 verstorbenen polnischen Pianisten und Komponisten. Als späte Uraufführung war nun in Bregenz seine Oper „Der Kaufmann von Venedig“ zu erleben.

Geschichtspanorama und Lehrstück: Paul Hindemiths „Mathis der Maler“ im Theater an der Wien

15.12.12 (Frieder Reininghaus) -
Dieses großformatige Werk aus der ersten Hälfte der 1930er Jahre ist eine Künstleroper und kräftiger Nachhall der Lehrstücke, dem neuen Genre des vorangegangenen Jahrzehnts. Zu ihm hatte Paul Hindemith als einer der Kombattanten Bertolt Brechts ebenso beigetragen wie Kurt Weill oder Hanns Eisler.

Superstimmenfest auf dem See: Umberto Giordanos „André Chénier“, angereichert von David Blake, im zweiten Bregenzer Festspiel-Jahr

20.07.12 (Peter P. Pachl) -
Vorarlberg ist immer wieder für Überraschungen gut. Auch wenn die Wetterfrösche ein Gewitter gemeldet haben und die Witterung am frühen Abend so wirkt, als müsste die für 21.15 Uhr angesetzte Wiederaufnahme-Premiere von Umberto Giordanos „André Chénier“ hinter Mauern stattfinden, reißt ein heftiger Sturm die dunklen Wolken hinweg, und das Spiel auf dem See findet unter imposantem Abendhimmel, ungetrübt von Regentropfen, statt.
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