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Alle Artikel kategorisiert unter »Komische Oper Berlin«

Vom Hotel- zur Nass- zur Klosterzelle – Sergej Prokofjews „Der feurige Engel“ an der Komischen Oper Berlin

22.01.14 (Peter P. Pachl) -
Sergej Prokofjews symbolistische Oper über die Visionen des Mädchens Renata von einem feurigen Engel und ihrem Ende am Scheiterhaufen hatte es schwer im Theateralltag. Der späten Uraufführung am Teatro la Fenice durch Giorgio Strehler, zwei Jahre nach dem Tod des Komponisten, folgten Inszenierungen in Basel, Köln und Graz, in den vergangenen Jahren in Düsseldorf und in Brüssel. Die Petersburg-Londoner Koproduktion, 1992 unter Valéry Gergiew, ist auch auf DVD zu erleben (Arthaus 100 390). Trotz einiger Abstriche wurde die Neuinszenierung an der Komischen Oper Berlin ein voller Premierenerfolg.

Mehr Zuschauer an der Komischen Oper Berlin

07.01.14 (nmz/kiz) -
Berlin - Die Komische Oper in Berlin hat 2013 einen Besucherzuwachs erlebt. Die Auslastung lag nach ihren Angaben bei 78 Prozent; 2012 waren es 70,6 Prozent. Das entspricht einem Plus von annähernd 9000 Besuchern auf insgesamt fast 190 000 Besucher im Jahr 2013.

Liaison von Czárdás und Charleston – Kálmáns „Die Herzogin von Chicago“ an der Komischen Oper Berlin

23.12.13 (Peter P. Pachl) -
Bei der Naziausstellung „Entartete Kunst“ wurde die Karikatur des schwarzen Saxophonspielers Bobby aus Emmerich Kálmáns „Herzogin von Chicago“ zum unrühmlichen Logo. Außer der Jazzmusik und dem Personal der Handlung stießen sich die NS-Machthaber an der ungarisch-jüdischen Herkunft des Komponisten und an den erfolgreichen jüdischen Librettisten Julius Brammer und Alfred Grünwald.

Standing Ovations für Leonard Bernsteins „West Side Story“ an der Komischen Oper Berlin

25.11.13 (Peter P. Pachl) -
Die Inszenierung des Hausherrn Barrie Koskie, choreographiert von Otto Pichler, versetzte das Publikum in der Komischen Oper Berlin geradezu in einen Rausch von Musik und Bewegung. Die rasante, in den Musiknummern von den deutschsprachigen Dialogen in die im originalen Englisch erklingenden Musiknummern übergleitende Präsentation im mehr oder weniger leeren Bühnenraum erntete bei der Premiere einhelligen Jubel, musikalisch aggressiv hochgekocht von Koen Schoots.

Kurs im Restaurieren von Gemälden – „Così fan tutte“, zweisprachig an der Komischen Oper Berlin

04.11.13 (Peter P. Pachl) -
Die jüngste Berliner Inszenierung von Mozarts Dramma giocoso in zwei Akten wurde im „Opernhaus des Jahres“ angekündigt mit dem Titel „Così fan tutte oder Die Schule der Liebenden“. An der Komischen Oper Berlin, wo bis vor zwei Jahren alle Opern ausschließlich in deutscher Sprache und zumeist in sehr frechen, neuen Übertragungen gesungen wurden, geriet die Mischung des italienischen Originals mit der alten deutschen Textfassung von Georg Schünemann in der Revision von Götz Friedrich optisch zu einer „Schule der Restauration“. Nicht nur auf einem Flachbildschirm wird dem Zuschauer im ersten Akt ein Dauerlehrgang in der Technik der Restaurierung geboten.

„Alte Kleider trägt man nicht“? Uraufführung von Miloš Vaceks „Des Kaisers neue Kleider“ an der Komischen Oper Berlin

14.10.13 (Peter P. Pachl) -
Miloš Vacek findet man weder im Grove’s „Dictionary of Opera“ noch in Pipers „Enzyklopädie des Musiktheaters“, aber doch ist dem bestenfalls als Filmmusiker bekannt gewordenen tschechischen Komponisten mit seinem Komischen Singspiel nach Motiven von Hans Christian Andersen eine sehr sangliche Kinderoper gelungen. Die späte Uraufführung der 1965 in der Tschechoslowakei verbotenen, musikalisch ungebrochen an Smetana und Dvořák anknüpfenden Partitur „Des Kaisers neue Kleider“ wurde in der Komischen Oper Berlin zu einem vollen Erfolg. Darüber hätte sich der Komponist freuen können, aber er ist im Vorjahr mit 84 Jahren verstorben.

Komische Oper Berlin ist „Opernhaus des Jahres“

01.10.13 (dpa) -
Berlin (dpa) - Die Komische Oper Berlin ist «Opernhaus des Jahres». Gleich in seiner ersten Spielzeit habe Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky mit einem bunten und vitalen Ensemble große Publikumserfolge erzielt, teilte die Zeitschrift «Opernwelt» mit. Sie hatte 50 Kritiker aus Europa und den USA zur Saison 2012/2013 befragt. Die Komische Oper war bereits 2007 gemeinsam mit dem Theater Bremen ausgezeichnet worden.

Der Tanz des Phallus im Teddy-Land: Benjamin Brittens „Ein Sommernachtstraum“ an der Komischen Oper Berlin

16.09.13 (Peter P. Pachl) -
Des einhundertsten Geburtstages von Benjamin Britten gedachte die Komischen Oper Berlin und brachte zum Saisonstart eine Neuinszenierung von „A Midsummer Night’s Dream“. Unter Bezug auf Walter Felsenstein, der diese Oper zusammen mit Kurt Masur bereits 1961 an der Komischen Oper Berlin in Szene gesetzt hatte, wurde diesmal keine neue Übersetzung geschaffen, sondern dessen deutsche Fassung gewählt, die größtenteils auf der Übersetzung durch August Wilhelm von Schlegel basiert.

Wiedergutmachung mit anrührenden Momenten: Paul Abrahams „Ball im Savoy“ an der Komischen Oper Berlin

10.06.13 (Peter P. Pachl) -
Der eindrucksvollste Moment der Neuproduktion von Paul Abrahams Operette „Ball im Savoy“ ereignete sich nach einem Staniolkonfetti-Finale, als angehängte Coda. Intendant und Regisseur Barrie Kosky unterbrach den Applaus für eine Ansprache: Von Syphilis infiziert, habe der emigrierte Komponist im Pyjama und mit weißen Handschuhen auf der Madison Avenue den Verkehr dirigiert, im Wahn, es sei ein Orchester. Nach jüdischem Glauben, so Barrie Kosky, befinde sich Paul Abrahams Seele als Dybuk in einem fremden Körper; mit einem Ritual solle dieser Kultur-Dybuk befreit und Paul Abraham nach Berlin zurückgeholt werden: Als Zugabe sang das gesamte, sich an den Händen haltende Ensemble am Ende sechsstimmig und a cappella, Abrahams „Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände... Good Night“.

Mehr Spektakel, weniger Deutsch - Kosky ein Jahr bei Komischer Oper

07.06.13 (dpa) -
Berlin - Ein Australier krempelt Berlins Komische Oper um: In seinem ersten Jahr an der Spitze des Hauses hat Intendant Barrie Kosky eingespielte Gewohnheiten infrage gestellt und alte Traditionen wiederbelebt. «Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir Oper im 21. Jahrhundert spielen können», sagte Kosky, Intendant und Chefregisseur, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.
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