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Alle Artikel kategorisiert unter »Komische Oper Berlin«

Das Orchester ist die Militaria – Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ an der Komischen Oper Berlin

16.06.14 (Peter P. Pachl) -
Für den katalanischen Regisseur Calixto Bieito ist die aggressive Klangmaschinerie in Bernd Alois Zimmermanns an Radikalität bislang unüberbotener Partitur aus dem Jahre 1965 identisch mit dem Apparat der titelgebenden Soldaten. In Uniformen und mit militärischen Kopfbedeckungen spielen die 120 Orchestermitglieder auf sieben Ebenen eines Stahlgerüsts, mitten auf der Bühne, untermischt mit kinetischen, sich horizontal und vertikal verfahrbaren Elementen für Schlagwerk, sowie Aufzüge von Sängerdarstellern und Komparserie.

Castor und Pollux in der Unterwelt – Umjubelte Rameau-Erstaufführung an der Komischen Oper Berlin

12.05.14 (Peter P. Pachl) -
Nun sind „Castor et Pollux“ endlich auch in Berlin angekommen, und – noch unglaublicher – überhaupt zum ersten Mal in der Berliner Theatergeschichte steht ein Werk des französischen Komponisten Jean-Philippe Rameau auf dem Programm eines der drei großen Berliner Opernhäuser. Und erstmals erklingt damit an der Komischen Oper Berlin, diesem Haus, dessen Alleinstellungsmerkmal bis zum Antritt der Intendanz Koskys Aufführungen in deutscher Sprache waren, eine Opernaufführung in französischer Sprache.

Im dichten Zigarrenrauch – Nico Dostals „Clivia“ an der Komischen Oper Berlin

09.03.14 (Peter P. Pachl) -
Das Publikum, auch nach Ende des Karnevals, außer Rand und Band: Lustvoll glucksende Lacher, Beifallsstürme bereits während der Aufführung und am Ende ohne jedweden Widerspruch Standing Ovations. Peter P. Pachl zur Premiere von Clivia mit den Geschwistern Pfister.

Vom Hotel- zur Nass- zur Klosterzelle – Sergej Prokofjews „Der feurige Engel“ an der Komischen Oper Berlin

22.01.14 (Peter P. Pachl) -
Sergej Prokofjews symbolistische Oper über die Visionen des Mädchens Renata von einem feurigen Engel und ihrem Ende am Scheiterhaufen hatte es schwer im Theateralltag. Der späten Uraufführung am Teatro la Fenice durch Giorgio Strehler, zwei Jahre nach dem Tod des Komponisten, folgten Inszenierungen in Basel, Köln und Graz, in den vergangenen Jahren in Düsseldorf und in Brüssel. Die Petersburg-Londoner Koproduktion, 1992 unter Valéry Gergiew, ist auch auf DVD zu erleben (Arthaus 100 390). Trotz einiger Abstriche wurde die Neuinszenierung an der Komischen Oper Berlin ein voller Premierenerfolg.

Mehr Zuschauer an der Komischen Oper Berlin

07.01.14 (nmz/kiz) -
Berlin - Die Komische Oper in Berlin hat 2013 einen Besucherzuwachs erlebt. Die Auslastung lag nach ihren Angaben bei 78 Prozent; 2012 waren es 70,6 Prozent. Das entspricht einem Plus von annähernd 9000 Besuchern auf insgesamt fast 190 000 Besucher im Jahr 2013.

Liaison von Czárdás und Charleston – Kálmáns „Die Herzogin von Chicago“ an der Komischen Oper Berlin

23.12.13 (Peter P. Pachl) -
Bei der Naziausstellung „Entartete Kunst“ wurde die Karikatur des schwarzen Saxophonspielers Bobby aus Emmerich Kálmáns „Herzogin von Chicago“ zum unrühmlichen Logo. Außer der Jazzmusik und dem Personal der Handlung stießen sich die NS-Machthaber an der ungarisch-jüdischen Herkunft des Komponisten und an den erfolgreichen jüdischen Librettisten Julius Brammer und Alfred Grünwald.

Standing Ovations für Leonard Bernsteins „West Side Story“ an der Komischen Oper Berlin

25.11.13 (Peter P. Pachl) -
Die Inszenierung des Hausherrn Barrie Koskie, choreographiert von Otto Pichler, versetzte das Publikum in der Komischen Oper Berlin geradezu in einen Rausch von Musik und Bewegung. Die rasante, in den Musiknummern von den deutschsprachigen Dialogen in die im originalen Englisch erklingenden Musiknummern übergleitende Präsentation im mehr oder weniger leeren Bühnenraum erntete bei der Premiere einhelligen Jubel, musikalisch aggressiv hochgekocht von Koen Schoots.

Kurs im Restaurieren von Gemälden – „Così fan tutte“, zweisprachig an der Komischen Oper Berlin

04.11.13 (Peter P. Pachl) -
Die jüngste Berliner Inszenierung von Mozarts Dramma giocoso in zwei Akten wurde im „Opernhaus des Jahres“ angekündigt mit dem Titel „Così fan tutte oder Die Schule der Liebenden“. An der Komischen Oper Berlin, wo bis vor zwei Jahren alle Opern ausschließlich in deutscher Sprache und zumeist in sehr frechen, neuen Übertragungen gesungen wurden, geriet die Mischung des italienischen Originals mit der alten deutschen Textfassung von Georg Schünemann in der Revision von Götz Friedrich optisch zu einer „Schule der Restauration“. Nicht nur auf einem Flachbildschirm wird dem Zuschauer im ersten Akt ein Dauerlehrgang in der Technik der Restaurierung geboten.

„Alte Kleider trägt man nicht“? Uraufführung von Miloš Vaceks „Des Kaisers neue Kleider“ an der Komischen Oper Berlin

14.10.13 (Peter P. Pachl) -
Miloš Vacek findet man weder im Grove’s „Dictionary of Opera“ noch in Pipers „Enzyklopädie des Musiktheaters“, aber doch ist dem bestenfalls als Filmmusiker bekannt gewordenen tschechischen Komponisten mit seinem Komischen Singspiel nach Motiven von Hans Christian Andersen eine sehr sangliche Kinderoper gelungen. Die späte Uraufführung der 1965 in der Tschechoslowakei verbotenen, musikalisch ungebrochen an Smetana und Dvořák anknüpfenden Partitur „Des Kaisers neue Kleider“ wurde in der Komischen Oper Berlin zu einem vollen Erfolg. Darüber hätte sich der Komponist freuen können, aber er ist im Vorjahr mit 84 Jahren verstorben.

Komische Oper Berlin ist „Opernhaus des Jahres“

01.10.13 (dpa) -
Berlin (dpa) - Die Komische Oper Berlin ist «Opernhaus des Jahres». Gleich in seiner ersten Spielzeit habe Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky mit einem bunten und vitalen Ensemble große Publikumserfolge erzielt, teilte die Zeitschrift «Opernwelt» mit. Sie hatte 50 Kritiker aus Europa und den USA zur Saison 2012/2013 befragt. Die Komische Oper war bereits 2007 gemeinsam mit dem Theater Bremen ausgezeichnet worden.
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