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Alle Artikel kategorisiert unter »Kunst«

„Künstlerstadt Kalbe“ sucht noch immer Stromkastenmaler

09.06.16 (dpa) -
Die „Künstlerstadt Kalbe“ in der Altmark sucht noch immer nach einem Stromkastenmaler. „Wir haben Schwierigkeiten, jemanden zu finden“, sagte Projektleiterin Corinna Köbele am Mittwoch in Kalbe. Die Probleme hängen auch mit den Bedingungen für die Bewerber zusammen: Sie müssen 58 Jahre oder älter sein und seit mindestens einem Jahr arbeitslos. „Viele in dieser Situation sind nicht so selbstbewusst, etwas Neues auszuprobieren und künstlerisch tätig zu werden“, sagte Köbele. Rund 200 graue Stromkästen sollen bunt gestaltet werden.

Intendant Wieler sieht AfD-Erfolg als Teil des Demokratie-Prozesses

14.03.16 (dpa) -
Nach dem Wahlerfolg der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) hat der prominente Theatermacher Jossi Wieler zur Akzeptanz des Wählerwillens aufgerufen. „Die AfD ist in das Parlament gewählt worden. Das war ein demokratischer Prozess“, sagte der Intendant der Staatsoper Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur am Montag. „Jetzt müssen die Abgeordneten dieser Partei zeigen, dass sie ein Demokratieverständnis haben, das auf der Landesverfassung fußt“, sagte der Schweizer. Dazu gehöre auch die Freiheit der Kunst in ihrer Vielfalt.

Kulturrat ruft zu Widerstand gegen AfD-Politik auf

14.03.16 (dpa) -
Der Deutsche Kulturrat hat nach dem Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zum Widerstand gegen deren Politik aufgerufen. Wenn der erste Schock überwunden sei, müssten Kulturschaffende den Forderungen der AfD so schnell wie möglich Einhalt gebieten, sagte Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Montag.

Link-Tipps 2016/02

09.02.16 (Philipp Krechlak) -
Beim (Noch-)Kurznachrichtendienst Twitter gibt es den netten Brauch, den Menschen, die einem selbst folgen (i.S.v. artig alle abgesetzten Tweets lesen), freitags andere Accounts zu empfehlen, die man für interessant und folgenswert hält. FollowFriday nennt sich dieses Ritual oder kurz (und besser nachträglich auffindbar) #ff. Weil nicht jede/r bei Twitter ist oder sein muss, gibt’s an dieser Stelle Unterhaltungs-Tipps quer durch den Online-Plattform-Garten: als #mm – MonthlyMusthaveseen.

Der Praxis-Test: Theater, Kunst und die Flüchtlinge

22.09.15 (Caroline Bock, dpa) -
Das Schicksal der Flüchtlinge: Das ist für Kunst und Theater auch ein Testfall. Wie nah dran sind die Kulturmacher an der deutschen Wirklichkeit? Und wie helfen sie? Im Hamburger Schauspielhaus etwa übernachten jeden Abend 30 bis 60 Menschen. Der Hauptbahnhof liegt dort vor der Haustür. Das Deutsche Theater in Berlin stellt als Notquartier Matratzen in der Garderobe der Schauspieler bereit. Die Mitarbeiter in der Maske bieten Haareschneiden an. Die Ankleider wollen eine Ladung Wäsche waschen.

Irritierend, faszinierend

28.04.15 (Andreas Kolb) -
Mit ihren etwa 13.000 Exponaten gehört die Sammlung Prinzhorn zu den größten Sammlungen von Art brut beziehungsweise Outsider Art. Ihr Name geht zurück auf den Kunsthistoriker und Assistenzarzt der Heidelberger Psychiatrischen Klinik, Hans Prinzhorn, der zwischen 1919 und 1921 die ersten 6.000 Exponate von „Psychia-trie-Erfahrenen“ sammelte, darunter Zeichnungen, Aquarelle, Briefe, Texte, Notationen, Bücher und Collagen.

Theorietanz zwischen Performanz und Relevanz

07.09.14 (Martin Hufner) -
Geschichte, könnte man meinen, wiederholt sich, wenn man dem modischen Theoriewort des „Performativen“ oder der „Performanz“ folgen möchte. Wobei die wenigsten dabei an die Bedeutung dieser Begriffe aus dem Bereich der Linguistik denken dürften, sondern schlicht an die englische Verwendung als „Performance“, also ganz unsubtil als Aufführung oder wie es durch den übermäßigen Einsatz in Castingshows in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist: nach dem Motto, man „performe“ jetzt mal etwas.

Kunstfreiheit bedeutet nicht die Abwesenheit von Zwecken

29.08.14 (Robert Göstl) -
neue musikzeitung: Herr Dr. Ermert, nachdem Sie aus dem Amt des Direktors der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel in den wohlverdienten Ruhestand gegangen sind, haben Sie sich sehr bald danach in das Ehrenamt des Vorsitzenden des Arbeitskreises Musik in der Jugend (AMJ) wählen lassen. Wie kam’s, was hat sie dazu bewogen?

Déja vu-Vernetzungen

03.02.14 (Gerhard R. Koch) -
In manchem jüngstem Film wird nicht wenig geredet, sinniert, philosophiert, mit Meta-Ebenen jongliert. Manches wird erst nachträglich evident, anderes wiederum schockiert als jähe „Déja vu“-Erfahrung. So gibt es in Ridley Scotts „Counselor“ eine Szene, in der der Anwalt, in die Fänge der texanischen Drogen-Mafia geraten, nicht mehr vorwärts wie rückwärts weiß, ratlos einen ihm halbwegs fast als Vaterfigur vertrauten Kartell-Insider konsultiert. Der gibt dem tödlich Bedrohten, in bester Orakel-Tradition, vieldeutig alles und nichts sagende Weisheiten mit auf den Weg: Diesen nämlich gebe es eigentlich gar nicht; sondern einzig indem er ihn gehe, entstünde dieser, ja erschaffe er ihn sich selbst.

Mit der Axt gegen Flügel und Klavier

05.10.13 (Dirk Klose) -
Im Sommer 1964 wurde auf dem Campus der Freien Universität Berlin ein Klavier zertrümmert. Drei mit Äxten bewaffnete junge Männer schlugen auf ein Instrument ein, das erst nach zäher „Gegenwehr“ seinen Geist auf- gab. Zahlreiche Studierende beklatschten das Spektakel, u nter ihnen auch Redakteure einer Tendenzpresse, die tags darauf vehement den „moralischen Niedergang“ Berliner Studenten beklagten.
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