Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Lydia Steier«

Herausfordernder Musiktheaterabend – Michael Wertmüllers „Diodati. Unendlich“ am Theater Basel uraufgeführt

22.02.19 (Georg Rudiger) -
„Die Pausen sind kurz, die Reizdichte ist hoch, alles passiert gleichzeitig!“ sagt unser Kritiker Georg Rudiger. Er hat die Uraufführung von Michael Wertmüllers neuem Musiktheaterwerk „Diodati. Unendlich“ miterlebt. Das Ensemble hat ganze Arbeit geleistet, so zum Beispiel die bis in stratosphärische Höhen glasklare Sara Hershkowitz. „Eine Verbindung zwischen all den Elementen, die wie im Teilchenbeschleuniger umherschießen, gelingt an diesem Abend nicht. Aber vielleicht ist das auch zu konservativ gedacht für diesen herausfordernden Musiktheaterabend.“

Von zweifacher Blindheit – Strawinskys „Oedipus Rex“ und Tschaikowskys „Jolantha“ an der Oper Frankfurt

29.10.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„Die einzige ganz lichtlose Nacht ist die Nacht der Unwissenheit und der Gefühllosigkeit“ hat die schon als Kind erblindete Helen Keller zeitlos hellsichtig formuliert. Regisseurin Lydia Steier und Frankfurts Operndramaturgie banden einen lange unwissend Blinden und eine ihre Blindheit durch Gefühle Überwindende zusammen.

Laue «Zauberflöte» bei den Salzburger Festspielen

30.07.18 (dpa, Georg Etscheit) -
Salzburg - Zum Auftakt ihres Opernprogramms präsentieren die Salzburger Festspiele Wolfgang Amadeus Mozarts «Zauberflöte» und «Salome» von Richard Strauss. Dabei hat «Salome» klar die Nase vor, vor allem musikalisch ist der Abend eine Sternstunde.

Salzburger Festspiele: Passion, Leidenschaft, Ekstase und eine neue Zauberflöte

19.07.18 (dpa, Georg Etscheit) -
Salzburg - Passion, Leidenschaft, Ekstase - das sind die Schlagworte, die das diesjährige Salzburger Festspielprogramm zusammenhalten sollen. Es ist ein künstlerischer Kraftakt: Präsentiert werden fünf Opern- und vier Schauspiel-Neuinszenierungen, dazu zahllose Orchester-, Solisten und Kammerkonzerte, Lesungen, Symposien - alles in allem vom 20. Juli bis zum 30. August mehr als 200 Aufführungen an 18 Spielstätten.

Verachtet mir das Genre nicht – „Les Troyens“ von Hector Berlioz an der Semperoper Dresden

08.10.17 (Joachim Lange) -
Die Zuschauer, die am Premieren-Abend die Semperoper in einer der beiden Pausen verließen, haben auf jeden Fall eines verpasst: die grandiose Christa Meyer mit dem Schlussgesang der Königin Didon, wenn der Trojaner Énée, samt seiner Leute, Karthago wieder verlässt, um im Auftrag seiner Götter, Italien zu gründen. Mit dieser Rolle hat sich Christa Meyer (nach ihrer atemberaubenden Brangäne in Bayreuth) endgültige in der Liga der Sängerinnen etabliert, für die es allein schon lohnt, eine Vorstellung zu besuchen.

Auf die Erde gestellt – Karlheinz Stockhausen „Donnerstag“ aus „Licht“ am Theater Basel

26.06.16 (Georg Rudiger) -
In der linken Hand ein Glas Whiskey, in der rechten eine Zigarette. Die Band im Foyer des Basler Theaters hat noch Pause und wird erst nach und nach vom Dirigenten im roten Anzug zusammengetrommelt. Man trägt Schlaghosen und Langhaarperücke. Und gibt sich auch noch betont relaxt, als die sechsstündige Oper „Donnerstag“ von Karlheinz Stockhausen mit scharfen, gestanzten Akkorden im Blech beginnt.

Pascal Dusapins leichtfüßiger Surrealismus – „Perelà – uomo del fumo“ als deutsche Erstaufführung in Mainz

20.01.15 (Frieder Reininghaus) -
Seit geraumer Zeit gilt Pascal Dusapin als Repräsentant der kunstfertigen neuen Musik in Frankreich und nimmt im dortigen Musikleben in etwa die Funktion ein, die Wolfgang Rihm im deutschen Musikleben zukommt. Zu Beginn des letzten Jahrzehnts bearbeitete sich Dusapin den Roman „Il Codice di Perelà“ zum Libretto. Mit ihm hatte sich Aldo Palazzeschi 1911 als literarischer Freibeuter profiliert und versucht, die Meinungsführerschaft unter den „Futuristen“ zu erobern.

Semioper, für voll genommen: Henry Purcells „The Fairy Queen“ am Theater Regensburg

20.06.13 (Juan Martin Koch) -
Titania bringt Oberon das Hüpfspiel bei. Dass als letztes Kästchen das Erwachsenwerden wartet, wissen die beiden Kinder noch nicht, und während Titania sich bereitwillig weibliche Formen umschnallen lässt, will Oberon es noch nicht so recht wahrhaben. „One charming night“ – von der einen Nacht, die mehr Vergnügen bringt als tausend glückliche Tage, singt dazu eine Fee in Countertenorlage, bis schließlich die letzten Töne aus Oberons zum Bariton mutierter Kehle kommen. Er ist zum Mann gereift und kann mit Titania ein bürgerliches (Liebes-)Leben beginnen.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: