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Alle Artikel kategorisiert unter »Markus Stenz«

Abrutschgefahr in bunte Gummilatschen-Diktatur – „Die Meistersinger von Nürnberg“ an der Deutschen Oper Berlin

13.06.22 (Dieter David Scholz) -
Ein „unbeschreiblich nichtssagendes, szenisch unbeglaubigtes Tohuwabohu“, sieht unser Kritiker Dieter David Scholz. Die Inszenierung sei „voller regielicher Mätzchen, dramaturgischer Ungereimtheiten und reichlich Leerlauf (Langeweile), trotz Aktionismus der Personenführung im ermüdend nüchternen Bühnenbild.“

Auf das richtige Schuhwerk kommt es an – Neue Meistersinger an der Deutschen Oper Berlin

13.06.22 (Joachim Lange) -
In der Inszenierung von Jossi Wieler, Sergio Morabito und Anna Viebrock bleiben viele Fragen offen, findet unser Kritiker Joachim Lange: „Die Grundidee der Inszenierung ist nicht ohne Plausibilität, aber schon deutlich packender und sinnlicher umgesetzt worden. Im Detail bleibt vieles diffus, gerät konventionell oder aber übertrieben aktionistisch.“

Alles auf Anfang oder „Alles ist aus“?

29.11.18 (Michael Ernst) -
„Fine dell’Opera“ steht am Schluss des Librettos. Ende der Oper. György Kurtág hat lange um diesen Schlusspunkt gerungen. Und nun soll es gar keiner sein. Dabei wurde der Meister der musikalischen Kleinteiligkeit mehr als ein Vierteljahrhundert lang von Alexander Pereira geradezu bekniet, eine Oper zu schreiben. Sie sollte in Zürich herauskommen, als Pereira dort Intendant war, sie war für die Salzburger Festspiele geplant, die Pereira für kurze Zeit leitete, nun wurde sie tatsächlich an der Mailänder Scala uraufgeführt, der Pereira seit 2015 vorsteht.

„Alles ist aus“ – György Kurtágs Oper „Fin de partie“ an der Mailänder Scala uraufgeführt

16.11.18 (Michael Ernst) -
Im Mutterland der Oper ticken die Uhren ein klein wenig anders. Wo einst Puccini und Verdi für ihre neuen Würfe gefeiert worden sind, hat es die Neue Musik heute deutlich schwerer. Das gilt insbesondere für das Teatro alla Scala, diesem so traditionsreichen Haus mitten in Mailand. Bevor Anfang Dezember die neue Spielzeit – wiederum mit Verdi – eingeläutet wird, gab es zur Krönung der laufenden Saison die Uraufführung von „Fin de partie“ nach dem gleichnamigen Drama von Samuel Beckett.

Fulminanter Ausklang. Carl Nielsens „Maskarade“ in Amsterdam

01.01.16 (Michael Kube) -
Man hat es ahnen können, dass das diesjährige skandinavische Doppeljubiläum hierzulande zugunsten von Jean Sibelius ausging – wenn auch beträchtlich leiser als zunächst erwartet. Dass aber ebenso der 150. Geburtstag von Carl Nielsen (1865–1931) im Kalender stand, wurde kaum bemerkt. Und so bildete kurz vor dem Weihnachtsfest (am 19. Dezember 2015) die konzertante Aufführung der Oper „Maskerade“ im Amsterdamer Concertgebouw einen würdigen Ausklang des Jubiläumsjahrs.

Autoschrottwerkstatt, von Publikum und Klangebenen quadrophon umgeben: Franz Schrekers „Die Gezeichneten“ in Köln

21.04.13 (Peter P. Pachl) -
Lange hat es gedauert, bis sich Köln – nach den Nachbarstädten Düsseldorf („Die Gezeichneten 1987) und Bonn („Irrelohe“ 2010; „Der ferne Klang“ 2011 ) – einer Oper jenes Komponisten erinnert hat, der in den Zwanzigerjahren wiederholt mit bis zu drei seiner Opern pro Saison auf dem Kölner Spielplan vertreten war. Franz Schrekers vor 95 Jahren in Frankfurt uraufgeführtes Renaissance-Drama über einen hässlichen Außenseiter hatte nun in der Ausweichspielstätte Palladium der Kölner Oper Premiere.

Und Kundry schwimmt im Müllsack … Wagners „Parsifal“ mit La fura dels Baus in der Kölner „Oper am Dom“

30.03.13 (Frieder Reininghaus) -
Um eine dekadente Männergesellschaft geht es bei Richard Wagners in mittelalterlicher Folie verortetem Bühnenweihfestspiel „Parsifal“, um Mitleid und Erlösung von einem Übel, das sich vermittels Verführung durch dunkle Weiblichkeit und „Unkeuschheit“ einstellt. Prägend für die Handlung ist auch die Rivalität zwischen den „eigentlich“ Guten, den Rechtgläubigen, und einem Abtrünnigen, also böse Gewordenen, der ein Etablissement der Schönheiten und Lüste unterhält. Manche Exegeten halten deshalb den vieldeutig schillernden, womöglich von antisemitischer Grundierung nicht freien „Parsifal“ für ein „Ideendrama“.

Implodierender Traum der Wiederkehr: Uraufführung von Detlev Glanerts „Solaris“ bei den Bregenzer Festspielen

19.07.12 (Peter P. Pachl) -
Im Gegensatz zu den filmischen Dramatisierungen des Zukunftsromans „Solaris“, der Fokussierung auf zivilisatorisch philosophische Fragen durch Andrei Tarkowski (1972) und den Beziehungsgeschichten im Kopf bei Steven Soderbergh (2002), faszinierte Detlev Glanert an dem 1961 veröffentlichten, umfangreichen Roman von Stanisław Lem offenbar das Bekannte im Fremden. Die Uraufführung seiner klangvoll-erinnerungsreichen Oper „Solaris“ erntete als Eröffnungspremiere der Bregenzer Festspiele einen vollen Erfolg.

Zeit für Veränderung - Markus Stenz verlässt das Gürzenich-Orchester

21.06.12 (PM) -
Markus Stenz wird mit Ende der Spielzeit 2013/14 seine Tätigkeit als Künstlerischer Leiter des Gürzenich-Orchesters Köln und als Generalmusikdirektor der Stadt Köln beenden. Dies teilte der Dirigent kurz vor Abschluss der laufenden Konzertsaison mit. Damit endet sein Vertrag wie vereinbart im Sommer 2014. Stenz verzichtet auf seine Option, dieses Engagement darüber hinaus um zwei Jahre zu verlängern.

Werkstatt der Orchesterwerke

06.03.12 (Robert v. Zahn) -
„Musik lebt und sie entsteht immer neu“, postulierte Markus Stenz in der Aula der Hochschule für Musik und Tanz Köln und eröffnete damit einen vierstündigen Einsatz für die Musik der Gegenwart. Zum zweiten Mal hatten das Gürzenich-Orchester, der Landesmusikrat NRW und die Hochschule für Musik und Tanz Köln zu einem Orchester-Workshop geladen, in dem drei Komponisten ihre Werke realisieren konnten.
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