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Alle Artikel kategorisiert unter »Max Renne«

„Der unglaubliche Spotz“ von Mike Svoboda als Vorweihnachtsmärchen an der Staatsoper

26.11.17 (Peter P. Pachl) -
In der Nachfolge der romantischen Künstleroper hat Mike Svoboda einen Musiktheaterbeitrag komponiert, mit einer Mesalliance, wie sie in den Opern von Ludwig Thuille vorgezeichnet ist: Komponist und Prinzessin lieben einander, aber der Vater König ist schwer geräuschempfindlich und mag keine Oper. Ein Erfinder am Hofe – er trägt bezeichnenderweise den Namen Einstein – sorgt für Abhilfe, zunächst mit einem Kopfhörer, der alle Schallwellen tötet, dann mit einem Gerät, das dem König im Schlaf die Klänge der neuen Oper in homöopathischen Dosen infiltriert, so dass er schließlich doch Musik mag – happy end.

Spaziergang durch die Musikgeschichte – „Rivale“ von Lucia Ronchetti an der Staatsoper Berlin

15.10.17 (Peter P. Pachl) -
Vor einer spannenden, kompositorisch und szenisch gelungenen Uraufführungsproduktion von Lucia Ronchettis Kammeroper für Frauenstimme, Solo-Viola, Blechbläserensemble und metallisches Schlagwerkensemble mit dem Titel „Rivale“, gibt es in der neuen Werkstattbühne der Staatsoper Unter den Linden ein wenig publikumsfreundliches Präludium.

Mischa Spolianskys „Alles Schwindel“ – Halbherziges Crossover der Semperoper

25.01.17 (Roland H. Dippel) -
Es ist nicht das erste Mal in den kleinen Spielstätten der sächsischen Staatsoper: Bis zu vierzig Personen warten für „freie Platzwahl“ bei Frostgraden ohne Wetterschutz an den Eingängen, indes das Einlasspersonal drinnen unbeteiligt konversiert. Ins große Haus darf man nicht, wenn man kein Besucher der Vorstellung dort ist. Geöffnet wird am 24. Januar genau um 19.03 Uhr, 27 Minuten vor Beginn. Noch ist das Interesse an der neuen schicken Spielstätte „Semper Zwei“ auf 100%, doch angereistes und einheimisches Publikum äußert Unmut über die Eis- und Bewährungsproben. Dabei hätte es – zumindest diesmal – der Abkühlung nicht bedurft vor einem Abend, der eine Sensation hätte werden können.

„Comeback“ im doppelten Sinne: Uraufführung des Musiktheaters von Oscar Strasnoy an der Staatsoper Berlin

02.10.16 (Peter P. Pachl) -
Man nehme zwei prominente Figuren der Zeitgeschichte, die womöglich als Künstler in Berlin gewirkt haben und kombiniere deren unterschiedliche Lebensläufe und politische Haltungen, umgeben von Partnern und anderen Familienangehörigen. Der in Berlin als junger Komponist besonders gepflegte und auch gefeierte Oscar Strasnoy geht davon aus, dass das Musiktheater von den Spannungen zwischen seinen Protagonisten lebt.

Stückwerker suchen einen Autor – „Mord an Mozart“-Collage von Rimsky-Korsakow bis Coleman

29.01.16 (Peter P. Pachl) -
Über die jüngste Staatsopernproduktion lässt sich viel erzählen, und das scheint sie aufzuwerten – dem gegenüber stehen die Eindrücke, welche der Zuschauer von der Bühne erlebt. Unser Kritiker Peter P. Pachl war Zuschauer.

Bühne frei für eine wichtige Kammeroper aus der DDR! – „R. Hot bzw. Die Hitze“ im semper2/Junge Szene

12.12.15 (Roland H. Dippel) -
Bereits vor drei Jahren hatte Max Renne eine Serie von „R. Hot bzw. Die Hitze“ in der Werkstatt der Deutschen Staatsoper Berlin geleitet. Damals wurden die raumchoreografischen Elemente der Partitur in den Vordergrund gestellt. Jetzt – in der für Kammeroper akustisch hervorragend geeigneten Spielstätte semper2 (Junge Szene) – fokussierte das Produktionsteam in Dresden Zeitebenen, -kreuzungen und Strukturen des komplexen Werks.

Entzug und Abhängigkeit – Der Dirigent als Tod

15.11.15 (Peter P. Pachl) -
György Ligetis „Aventures“ und „Nouvelles Aventures“ umklammern Mauricio Kagels „Sur Scène“ an der Berliner Staatsoper. Das Konzept des Staatsopern-Hausherrn Jürgen Flimm stellt gerne die Klassiker der Nachkriegsavantgarde in der Werkstatt des Schillertheaters neu zur Diskussion. Nunmehr wurden gut 55 Jahre alte Musiktheater-Arbeiten von Ligeti und Kagel aufgemischt.

Spolianskys Revue „Es liegt in der Luft“ mit 50 Kindern an der Staatsoper Berlin

24.10.15 (Peter P. Pachl) -
Bereits zum fünften Mal wurde am Kinderopernhaus Lichtenberg eine Musiktheaterproduktion entwickelt, die in der Werkstatt der Staatsoper im Schillertheater einem begeisterten Publikum vorgestellt wurde Das bislang ambitionierteste Projekt galt Mischa Spolianskys Revue „Es liegt in der Luft“, die – ohne die im Original vorherrschenden Zweideutigkeiten und aktuellen Bezüge der Zwanzigerjahre – zu einem an den ausschließlich mit Kinder-Darstellern besetzten Gangsterfilm „Bugsy Malone“ (1976) gemahnenden Theaterabend bearbeitet.

Spiegelgefechte – Oscar Strasnoys „Geschichte“ in der Werkstatt der Staatsoper

27.09.15 (Peter P. Pachl) -
Witold Gombrowicz’ Oeuvre bot einer ganzen Reihe von Komponisten optimale Musiktheater-Spielvorlagen, von Volker David Kirchners „Die Trauung“, bis hin zu „Operette“ in der Vertonung von Oscar Strasnoy. Der 1970 in Buenos Aires geborene Komponist, dessen Vater mit dem polnischen Exil-Dichter persönlich bekannt war, vertonte auch Gombrowicz’ Torso „Geschichte“. Die Berliner Inszenierung in der Werkstatt der Staatsoper wurde als ein echter Theatercoup gefeiert.

Vom Hochsitz aus, mit Kinder-Laserschwert – Stockhausens „Originale“ in der Berliner Staatsoper

14.06.15 (Peter P. Pachl) -
„Stop, bitte hört euch die Aufnahme noch einmal an“, unterbricht der Dirigent Max Renne die Aufführung auf der zentralen Spielfläche in der Werkstatt der Staatsoper schon nach wenigen Minuten. Er wird in der Folge des Abends mehr Einsätze an Technik und für stumme Aktionen zu geben haben als an die Musiker. Ein langer, aber gefeierter Abend von „Fluxus reloaded“ des Festivals „Infektion!“ der Staatsoper.
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