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Alle Artikel kategorisiert unter »Otto Katzameier«

Wenn Nixen lieben – Antonín Dvořáks „Rusalka“ an Lübecks Theater

19.11.19 (Arndt Voß) -
„Rusalka“, Antonín Dvořáks geheimnisvolle Wasserfee, verfehlte ihre magische Wirkung nicht. Bezaubernd und beseelt agierte sie, entzückte den Prinzen, der ihr zu einer Menschenseele verhelfen sollte, und begeisterte das Publikum. Otto Katzameier hatte das Werk durch seine stringente Regie faszinierend, obendrein bedeutsam interpretiert. Zugleich wurde die Aufführung für Stefan Vladar, dem neuen Lübecker GMD, eine glanzvolle Bühnenpremiere. Arndt Voß berichtet.

Die Wasserleiche im Liebesbett – Philipp Maintz‘ Oper „Thérèse“ an der Staatsoper Hamburg

20.05.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
Das Niveau der Sängerschauspieler ist hoch. Die musikalische und dramatische Umsetzung des Stoffes von Émile Zola lässt Wünsche offen. Die deutsche Erstaufführung von Philipp Maintz‘ Oper „Thérèse“ an der Staatsoper Hamburg hinterlässt zwiespältige Gefühle. Ute Schalz-Laurenze berichtet aus Hamburg.

Mit zahlreichen ästhetischen Querverweisen – Uraufführung von Beat Furrers „Violetter Schnee“ an der Staatsoper

14.01.19 (Peter P. Pachl) -
Das ist selten und spricht umso mehr für den Erfolg einer Musiktheaterproduktion, wenn diese einen deprimierenden Inhalt hat, aber zu einem rauschenden Erfolg wird. Am Tag vor der Uraufführung hatte es in Berlin geschneit. Und Nachrichten aus Bayern sprechen von Schneelawinen und eingeschlossenen Menschen. Der Zeitpunkt für die Uraufführung von Beat Furrers einaktiger Oper „Violetter Schnee“ war somit von der Staatsoper Unter den Linden zufällig richtig gewählt. Fünf Menschen, eingeschlossen wie in Jean-Paul Sartres „Die geschlossene Gesellschaft“, erleben wie die Insassen von „Solaris“ ein Naturphänomen vor dem Exitus.

Warten, gähnen – Sciarrinos „Ti vedo, ti sento, mi perdo …“ an der Berliner Staatsoper

13.07.18 (Peter P. Pachl) -
Vor vier Jahren, als sich die Staatsoper noch im Umbau befand und in der noch unvollendeten Neuen Werkstatt Sciarrinos „Macbeth“ zu Recht gefeiert wurde, erfolgte die Ankündigung einer Uraufführung dieses Komponisten an der Staatsoper. Das Auftragswerk – in Koproduktion mit der Mailänder Scala – kam dann allerdings im November vergangenen Jahres in der Inszenierung von Jürgen Flimm und unter der musikalischen Leitung von Maxime Pascal in Milano heraus.

Vom Zauber der Liebe und der Schönheit – Sciarrinos „Luci mie traditrici“ in Lübeck

19.03.18 (Arndt Voß) -
Eine Oper im herkömmlichen Sinn ist Salvatore Sciarrinos „Luci mie traditrici“ nicht, obwohl so bezeichnet. Das macht Opernregisseurin Sandra Leupold auch unmissverständlich in der Art deutlich, wie sie am Theater Lübeck das Werk inszenierte (Premiere: 16. März 2018). Dort hatte sie bereits 2013 mit dem „Don Carlo“ den renommierten Faust-Preis gewonnen und 2016 „Così fan tutte“ erarbeitet. Nun folgte die kaum 20 Jahre alte Komposition in dem Theater, in dem seit langem das Experiment „ausgespart“ blieb, im zweifachen Sinne des Wortes. Umso größer ist das Verdienst, das Ungewöhnliche zu wagen.

Aribert Reimanns Kammeroper „Gespenstersonate“ in der Werkstatt der Staatsoper Berlin

26.06.17 (Peter P. Pachl) -
Reimanns Oper, nach seiner Opernadaption von Shakespeares „Lear“ entstanden, basiert auf Johan August Strindberg, der sein Drama als „literarische Sonate“ bezeichnete, womit der Bewunderer Beethovens auf dessen „Gespenstersonate“ und „Gespenstertrio“ Bezug nahm.

In Pampers zum Inferno

03.02.17 (Michael Scheiner) -
Die Produktion von Moritz Eggerts Oper „Freax“ im Herbst 2007 im Rahmen des Internationalen Beethovenfestes Bonn endete im Eklat. Nach der Regieverweigerung Christoph Schlingensiefs wurde die Oper konzertant uraufgeführt, mit einem Film Schlingensiefs als Pausenkommentar.

Szenische Uraufführung von Moritz Eggerts Oper „Freax“ am Theater Regensburg

22.01.17 (nmz-red/Regensburg) -
Unter großem Applaus ist am Theater Regensburg die szenische Uraufführung von Moritz Eggerts Oper „Freax“ über die Bühne gegangen. Regisseur Hendrik Müller verlegte die auf Tod Brownings Film „Freaks“ von 1932 zurückgehende Handlung (Libretto: Hannah Dübgen) in ein Heim für demenzkranke Künstler.

Ohne Mantel, ohne Degen und doch der ganze Cervantes – Hans Zender-Oper Don Quijote de la Mancha in Frankfurt

09.12.16 (Georg Beck) -
Es gibt sie noch, die Aufführungen, die mit Lust ans Werk gehen, die ihre Kraft in dasselbe legen, weil sie spüren: es braucht es, hat es verdient und meinen Einsatz bekomme ich sowieso zurück. So geschehen jetzt in Frankfurt als „Heimspiel“ von Ensemble Modern. Ab und an kooperiert man mit der Oper im Bockenheimer Depot, ab und an ist man solo unterwegs wie jetzt in der experi­mentallabormäßigen Kunst-Kooperative LAB: „Don Quijote de la Mancha“ als Opern-Eigenproduktion wahlweise als Exklusiv-Präsent zum 80. Geburtstag ihres Komponisten Hans Zender.

Horror-Komödie – Flimm inszeniert Sciarrinos Erfolgsoper„Luci mie traditrici“ an der Staatsoper Berlin

13.07.16 (Peter P. Pachl) -
Das Leben des Renaissance-Komponisten Gesualdo, der aufgrund seiner ungewöhnlichen Harmonik auch „Wagner des 17. Jahrhunderts“ genannt wird, bietet Stoff für eine Reihe von Dramen und Opern. Als Alfred Schnittke an seiner Oper „Gesualdo“ komponierte, plante Salvatore Sciarrino denselben Stoff, modifizierte ihn aber, nachdem ihm der Kollege mit der Veröffentlichung zuvorgekommen war: statt des geplanten Zitats der Musik von Gesualdo, die Sciarrino auch anderweitig musikalisch bearbeitet hat, griff er auf den französischen Komponisten Claude le Jeune zurück.
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