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Alle Artikel kategorisiert unter »Ruhrtriennale«

Zehn Sekunden Urschrei: Laurie Anderson bei der Ruhrtriennale

20.09.18 (Stefan Pieper) -
Laurie Anderson hat sich immer wieder neu und anders eingemischt. Jedes ihrer kreativen Erzeugnisse bekommt meist schon vorab den erhabenen Kunstfaktor zuerkannt. Auch ihre jüngste CD-Veröffentlichung mit dem Kronos-Quartett kündet von einem produktiven Sich-Neuerfinden. Da konnte auch mal falsch liegen, wer mit zu viel aufgetürmter Erwartungshaltung einen Soloabend mit der gefeierten Gesamtkunstwerks-Spezialistin im Rahmen der Ruhrtriennale besuchte.

Wir alle sind eins: Sasha Waltz „Exodus“ bei der Ruhrtriennale

17.09.18 (Stefan Pieper) -
Jeder Mensch ist ein Individuum. Aber wir alle teilen gleiche Sehnsüchte und einen Planeten, dessen künftige Bewohnbarkeit ungewiss ist. Niemand kann ausweichen, wenn Menschengruppen ihre Lebensräume verlassen müssen. „Exodus“ ist ein Wort für solche Vorgänge, die so alt sind wie die Menschheit selbst. Die Ruhrtriennale verhandelt in diesem Jahr dieses Thema – und auch die Choreografin Sasha Waltz mischt sich mit ihrer aktuellen Produktion dazu ein.

Boykott ist nicht die Sprache der Kunst

04.09.18 (Georg Beck) -
So viel Ahnungslosigkeit war selten. Von „BDS“, Kürzel für die israelfeindliche Bewegung „Boycott, Divestment, Sanctions“, habe sie bis zur Einladung an das Hip-Hop-Trio Young Fathers noch nie gehört. Ein Aufschlag der Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp, der gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion „Freedom of Speech/Freiheit der Künste“ im Netz landete. Ein Statement, das offenbarte, weshalb die Ruhrtriennale, das mit NRW-Landesgeldern ermöglichte „Festival der Künste“ erstmals seit seinem Bestehen ernsthaft ins Gerede gekommen ist. Zugleich aber auch ein Statement, das in seiner Ehrlichkeit, seiner Naivität bestürzte. Mehrheitlich jedenfalls.

Brigitta Muntendorfs „Plug and Play me“ bei der Ruhrtriennale

02.09.18 (Stefan Pieper) -
Clubkultur? Neue Musik? Improvisation? Videokunst? Die rigide Trennung künstlerischer „Referenzsysteme“ ist wohl kaum Sache von Brigitta Muntendorf. Die vielseitig begabten Ausführenden in dem von ihr gegründeten „Ensemble Garage“ können vieles – und folgerichtig „konnte“ ein Abend bei der Ruhrtriennale auch sehr viel! Zumal dieser durch die Wiener DJ-Künstlerin Electric Indigo eine mächtige Verstärkung erfuhr. Vereint zum audiovisuellen Projekt „Plug and Play Me“ entstand ein dreistündiger Flow jenseits von Raum und Zeit.

Ministerpräsident Laschet lässt Zukunft von Ruhrtriennale-Chefin Stefanie Carp offen

30.08.18 (dpa) -
Nach dem Eklat um die Einladung einer israelkritischen Band zur Ruhrtriennale hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Zukunft von Intendantin Stefanie Carp offengelassen. „Kunstfreiheit ist ein hohes Gut, aber die hat eine bestimmte Grenze“, sagte Laschet am Donnerstag in Düsseldorf. Er überlasse es NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), „kluge Lösungen für eine starke Ruhrtriennale in der Zukunft zu entwickeln“.

Ruhrtriennale: Portraitkonzert Rebecca Saunders mit dem Ensemble Modern

27.08.18 (Stefan Pieper) -
Brodelnde Flächenklänge, die die Weite des Raumes erobern. Ein grollender Subbass, aus dem jähe Eruptionen hervorgehen, sei es fauchende Klaviercluster oder peitschende Perkussionsschläge. Sinustöne verändern sich, lassen Schwingungskurven mutieren. Ja, wir sind hier nah dran an der Ursubstanz von Klang. Rebecca Saunders will augenscheinlich „die Musik“ wieder auf derartige Zustände zurückbesinnen, wo nichts mehr zweck- oder formal-gebunden scheint. Die Konsequenz, mit der sie ein solches Anliegen mit einer sehr persönlichen „Handschrift“ aufzuladen weiß, hat die gebürtige Britin zur gefragten Gegenwartskomponistin werden lassen.

Kunstfreiheit contra Boykott: Diskussion bei der Ruhrtriennale

19.08.18 (dpa, Helge Toben) -
Ist die Kunstfreiheit in Gefahr, wenn Anhänger eines Israel-Boykotts nicht auftreten dürfen? Nach dem Hin und Her um die schottische Band „Young Fathers“ hat die Ruhrtriennale dies am Samstag öffentlich diskutiert.

Wieviel Boykott darf sein? – Ruhrtriennale debattiert Freiheit der Kunst

17.08.18 (dpa) -
Eine kritische Ministerin, eine umstrittene Intendantin und zwei Israel-Boykott-Unterstützer: Das Podium der Ruhrtriennale-Diskussion um die „Freiheit der Künste“ am Samstag wird alles andere als langweilig. Moderator ist Ex-Bundestagspräsident Lammert.

Auftritt von Istanbuler Musik-Gruppe „Hezarfen“ auf Ruhrtriennale abgesagt

14.08.18 (dpa) -
Bochum – Zwei Tage vor dem geplanten Auftritt haben die Musiker des Istanbuler Hezarfen Ensembles ihr Konzert auf dem Kulturfestival Ruhrtriennale abgesagt. Über die Hintergründe wollten die Musiker „zeitnah“ auf ihrer Webseite informieren, teilte die Ruhrtriennale in Bochum mit. Das Festival sei selbst erst am Montag über die Absage informiert worden.

Die Kentridge-Produktion „The Head And The Load“ zur Eröffnung der Ruhrtriennale

12.08.18 (Georg Beck) -
Ein Theaterabend, der uns kalt erwischt, der uns an ein Schuldenkonto erinnert, von dem wir bis dato noch nicht einmal wussten, dass wir sie hatten, diese Hypothek. Eine, die wir offenbar noch immer abstottern müssen: die Afrika-Politik der europäischen Kolonialmächte im Ersten Weltkrieg. Ein Hintergrund, eine Blutspur, die William Kentridge, renommierter südafrikanischer Zeichner, Filme­macher, Installationskünstler, in ein Stück verwandelt hat, weder um den Ereignissen den Prozess zu machen, noch den Reportage-Zeigefinger zu heben. Wie aber dann? – Sie bühnenwirksam machen mit Hilfe von Collage und Dekonstruktion, so Kentridge.
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