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Alle Artikel kategorisiert unter »Stephen Milling«

Divergierende Erzählebenen: Tobias Kratzer inszeniert „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen [Nachtrag]

26.07.19 (Peter P. Pachl) -
Mit Bravos und Buhs ist Tobias Kratzers Inszenierung des „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen aufgenommen worden. Unser Rezensent Peter P. Pachl sah eine unterhaltsame Aufführung, bei der die verschiedenen Erzählebenen nicht immer zueinander finden wollten, hörte gute Sängerleistungen und ein wenig überzeugendes Dirigat Valery Gergievs.

Mit und ohne bürgerliche Anstandsfassade – Christof Loy inszeniert Richard Wagners „Tannhäuser oder der Sängerkrieg auf Wartburg“ in Amsterdam

09.04.19 (Joachim Lange) -
Zur Aufführungsgeschichte von Richard Wagners „Tannhäuser“ gehört der Ärger, den er in Paris damit hatte. Eigentlich war dort im zweiten Akt ein Ballett üblich. Das verweigerte der Deutsche seinem vergnügungssüchtigen französischen Publikum zunächst strikt. Doch er wollte unbedingt den Erfolg in der damaligen Welthauptstadt der Oper. Sein Zugeständnis: das Bacchanal vor der Venusberg-Szene als Ballettersatz. Für „Tannhäuser“ konnten sich die Pariser dennoch nicht begeistern. Bei Wagner selbst stand das Werk fortan immer mal wieder auf der Agenda. Von daher auch sein berühmt gewordenes Bonmot: „Ich bin der Welt noch einen Tannhäuser schuldig.“ Der Oper Amsterdam gelingt, dank der intelligenten Inszenierung von Christof Loy, Beachtliches, findet Joachim Lange.

Wenig Dramatik, viel Theater: „Die Macht des Schicksals“ an der Semperoper

01.05.18 (Roland H. Dippel) -
Die letzte Produktion an der Semperoper Dresden lief von 1966 bis 1975 und 1926 wurde „Die Macht des Schicksals“ in der Bearbeitung und Übersetzung von Franz Werfel unter der musikalischen Leitung von Fritz Busch ein Meilenstein der deutschen Verdi-Renaissance. Die Neuproduktion schillert in einem kräftigen, allerdings nur wenig beglückendem Helldunkel.

Ungewöhnlich, doch nur partiell gelungen – „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper Berlin

16.02.18 (Peter P. Pachl) -
Dmitri Tcherniakov hatte die Latte mit seiner Berliner Debüt-Inszenierung an der Staatsoper extrem hoch gelegt, konnte seine Leistung bei „Parsifal“ nur unterlaufen, und auch seine Inszenierung „Tristan und Isolde“ bleibt hinter der „Zarenbraut“ deutlich zurück. Auch für Wagners Handlung wählt er einen (dezenten) medialen Ansatz, verlegt sie nach heute, in eine (russische) Party-Gesellschaft. Witziges steht neben Einfallslosem, genialisch Aufblitzendes neben Banalitäten. Ebenfalls ungewöhnlich, aber überragend ist Daniel Barenboims musikalische Interpretation.

Erinnerungen an eine postsozialistische Vergangenheit: Umjubelte „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen

04.08.17 (Peter P. Pachl) -
Gut zehn Minuten langer, heftiger Beifall mit Füßetrampeln und rhythmischem Klatschen, brandete am Ende der „Götterdämmerung“ für ausgezeichnete sängerische Leistungen und für den Dirigenten Marek Janowski auf. Selbst als Frank Castorf mit seinem kompletten Regieteam vor den Vorhang trat, legte sich der Jubel nicht: geballte Buhs hielten sich mit Bravorufen im Applaus die Waage. Somit ist für die Bayreuther „Ring“-Produktion des Wagner-Jahres 2013 zu konstatieren, dass sie sich letztendlich durchgesetzt hat – wenn auch nicht mit einem so grundlegenden Wechsel der Meinungen wie beim Jahrhundert-„Ring“ in der Inszenierung von Patrice Chéreau.

Auf hoher See … – „Tristan und Isolde“ in Baden-Baden

23.03.16 (Joachim Lange) -
„Tristan und Isolde“ zu den Osterfestspielen im Festspielhaus Baden-Baden mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern im musikalischen Maschinenraum. Joachim Lange checkt die Funktionsweise ab: Während die Sängerinnen überzeugen, bleibt die Regieleistung einigermaßen defizitär.

Fulminanter Ausklang. Carl Nielsens „Maskarade“ in Amsterdam

01.01.16 (Michael Kube) -
Man hat es ahnen können, dass das diesjährige skandinavische Doppeljubiläum hierzulande zugunsten von Jean Sibelius ausging – wenn auch beträchtlich leiser als zunächst erwartet. Dass aber ebenso der 150. Geburtstag von Carl Nielsen (1865–1931) im Kalender stand, wurde kaum bemerkt. Und so bildete kurz vor dem Weihnachtsfest (am 19. Dezember 2015) die konzertante Aufführung der Oper „Maskerade“ im Amsterdamer Concertgebouw einen würdigen Ausklang des Jubiläumsjahrs.

Nothung hat völlig ausgespielt – „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen

02.08.15 (Peter P. Pachl) -
Beim gut viertelstündigen Applaus nach dem Ende des Premieren-Zyklus wog Frank Castorf in der für ihn bewährten Bayreuther Weise durch Ausharren vor dem Vorhang minutenlang ab, wer im heftigen Schlagabtausch von Pro und Contra, Buhrufern und trampelnden Applaudieren die Oberhand behalten würde. Die Zustimmung siegte knapp – aber umso heftiger und unangefochten für die Solisten und insbesondere für den Dirigenten Kirill Petrenko.
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