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Alle Artikel kategorisiert unter »Ferchows Fenstersturz«

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Na dann

31.10.17 (Sven Ferchow) -
Musik muss krachen. Dachte sich auch das ZDF. Und schickte jede Menge Kracher beim „Sommer-Hit-Festival 2017“ ins Rennen. Mit einem „Hauch von Copacabana“ am Timmendorfer Strand. War aber eher ein Hauch von Rohipnol, was das Livepublikum betrifft. Entschuldigung. Wie kann man bei Peter Kraus derart ausrasten? Der sah schon so aus, als ich vier war. VIER! Und singt immer noch den gleichen Song. In welcher Schleife bin ich denn bitte? Und unvermeidlich, weil ja im Osten: Karat.

Hyper Fighter

29.08.17 (Sven Ferchow) -
Schepper. Tröt. Peng. Da knallen die Rotkäppchensektkorken in den deutschen Feuilletonredaktionen aber bis zur porösen Decke! Große Entdeckung. Pop wird wieder politisch. Keine Angst. Sigmar Gabriel kehrt nicht als Popminister zurück. Schuld sind Scooter. Schon mal gehört? Dieser blondierte Sänger, der im Tonstudio 190 mal pro Minute auf die „Uffzah“-Taste drückt und darüber – tonal tatsächlich auch noch falsch – „Hyper Hyper“ brüllt und dann wie ein Gartenzwerg unter dem Presslufthammer dazu hüpft. Liebe Kolleginnen und Kollegen! Scooter als Techno-Band zu bezeichnen hat durchaus was von Heldentod.

Fischer*, wir wissen wo dein Auto steht

30.06.17 (Sven Ferchow) -
Dieses gottlose Bauernvolk aus Dortmund und Frankfurt. Pfeifen diese zahnlosen Hartzer glatt Helene Fischer aus dem Stadion. Während ihrer gänzlich natürlich und gar nicht aufgesetzt wirkenden GEZ-Halbzeitshow beim Pokalfinale in Berlin. Und zwar so laut, dass ältere Berliner empört bei allerlei Reichs-, äh Amtsbehörden anriefen und ins Telefon brüllten, „warum die Amis schon wieder eine Luftbrücke einrichten müssten“ (die eigene Brücke natürlich vor lauter Schreien aus dem Mund fallend) und dass „die niemand brauche“. Also, die Amis und die Luftbrücke. Nur gut, dass der ARD-Tontechniker die Außenmikros fürs TV-Volk leiser drehte. Sonst große BILD-Hysterie: „Massentinnitus durch Helene Fischer – BILD und Peter Zwegat kämpfen für sie.“ Gerüchten zufolge übrigens der gleiche Tontechniker, der damals, als Gerd Schröder mit Suppenkelle in einer Wasserpfütze stand, das Rauschen der Niagarafälle hochregelte. Guter Mann. Alte Schule eben. Reichsrundfunk. Irgendwie aber ziemlich nordkoreamäßig, die ARD. Apropos. Seien wir ehrlich. Das waren sicher die gleichen Pfeifenköpfe, die 1990 Genscher & Kohl von der Mauer fegten. Nicht tot zu kriegen, die Stasi.

Make ESC great again

31.05.17 (Sven Ferchow) -
Großartig, liebe EU. Wirklich. Wie war das noch? Alle sind verschieden? Oder alle sind gleich? Und schon haben sämtliche öffentlich-rechtlichen Sender eine Legitimation für die Weiterführung der alljährlichen Inklusionsveranstaltung „ESC“ gefunden. Ein Verhaltensorigineller nach dem anderen betritt die Bühne, verprasst pro Sendesekunde 50.000 Euro und beweist eindrucksvoll, dass nicht alle den Waldkindergarten besuchen sollten.

Nicht alles so schwer nehmen

01.05.17 (Sven Ferchow) -
Ja bist du deppert? Matthias singt. Richtig gelesen. Nicht Schweighöfer, der Schauspieler. Sondern Steiner, der Ex-Gewichtheber und Ex-Österreicher. Mitten in der Orientierungslosigkeit seiner Nachsportkarriere schnappt sich Steiner, der Ex-Olympiasieger, ein Mikrofon statt einer 30-Kilo-Hantelscheibe und fängt unbegründet an zu singen. Eventuell nachdem ihm diese samt Gestänge auf die Birne gefallen ist. Die Scheibe. Natürlich mit dem Totschlagargument, „er habe bereits als Kind Akkordeon und Klavier gelernt“. Aber wohl nicht gekonnt.

Tröt, Schepper, Rumms

02.04.17 (Sven Ferchow) -
Was erlauben sich unsere Politiker eigentlich beim Zapfenstreich? Selbstdia­gnostizierte Menschlichkeit? Verordnete Volksnähe? Stehen da wie Vorschulkinder. Hand in Hand. Und wischen Kullertränen aus den Augen. Würde ich auch. Beim Gedanken an die Pensions-Öcken. Aber wer denkt bitte an die anderen alten verwirrten Menschen? Die durch ihren Grauen Star nur Helme, Fackeln und marschierende Soldaten sehen. Und dann bei ARD und ZDF nachfragen, seit wann die Wochenschau wieder im Programm wäre.

Terz & Schmerz

07.03.17 (Sven Ferchow) -
Hand auf’s Herz. Sind Sie auch so ein Fantast, der noch 70 Jahre später weiß, welcher Song beim ersten Kuss lief und dass dabei der verdammte Himmel voller Geigen war? Na dann. Auch nicht schön.

Escape first

03.02.17 (Sven Ferchow) -
Lauf, Forrest, lauf! So dachte die amerikanische Popgesellschaft, als es darum ging, bei Donald Trumps Verschwörung, äh Einschwörung zum Präsidenten Spalier zu stehen und einen Hit zu trällern. Da liefen einige Künstler aber schneller davon als manche illegalen Einwanderer über den Grenzzaun zwischen San Diego und Tijuana kraxeln. Eimerweise kübelte es Absagen. Und aus dem „off“ hörte man Heidi Klum piepsen: Sorry, Donald, ich habe auch heute wieder keinen Künstler für dich. Selbst Notnagel Katy Perry (MTV Awards, Super Bowl, Truthahn-Köpfen) musste nach folgenden Tweets des Präsidenten passen: „@katyperry must have been drunk when she married Russell Brand... Katy, what the hell were you thinking when you married loser Russell Brand.“

Was los mit Kanye?

16.12.16 (Sven Ferchow) -
Jetzt mal zusammenreißen. Nein, Sie sind nicht alleine! Kurz vor der jährlichen wie alkoholischen Advents-Keulung, steigt US-Rapper Kanye West mit ins schwankende Boot. Und nein, den müssen Sie nicht kennen. Der Mann von Kim Kardashian (Markenzeichen: „Süßer die Glocken nie klingen“) hat auf jeden Fall schon vorgeglüht. Aber jetzt nicht mehr alle Kerzen am Baum. Doch der Reihe nach. Nach wirren Konzertansagen folgte die Absage.
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