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Alle Artikel kategorisiert unter »Ferchows Fenstersturz«

Morgen mach ich deine Sandburg kaputt …

03.05.19 (Sven Ferchow) -
„… und deinen Eltern sag ich’s auch!“ Sie merken es bereits. Erneut muss der Kita-Klassiker bemüht werden. Aber dieses Mal ist es verdammt ernst. Die Definition „Drohung“ muss neu erfunden werden. Denn: Es brodelt in der hundsgemeinen heimischen Popszene. Beteiligt: Dieter Bohlen. Weiter involviert: Sängerin Namika. Die hatte 2015 einen erfolgreichen Song namens „Lieblingsmensch“. Okay, bei so einem Songtitel ist wohl einiges schief gegangen. Im Leben. Klingt eher nach „barfüßige Umweltaktivistin trifft Birkenstock tragenden Sozialpädagogen“. Egal. Das ist passiert:

Es gibt immer einen Ausweg

30.03.19 (Sven Ferchow) -
„Jeden Tag steht ein Dummer auf“, pflegte mein Großvater einst zu sagen. Im vorliegenden Fall sogar fünf. Vorhang auf für die „Breunion Boys“. Eine Boyband, die gegründet wurde, um den Brexit zu stoppen. Allein dafür sollte man der Erfinderin der Gruppe, Julia Veldman, eine Watschn servieren. Die hat nämlich Seyed, Hajo, Joshua, Pablo und Gilles, die hintereinander gelesen nach „Mäusegruppe“ im Waldkindergarten wahlweise Personal im Bio­markt klingen, tatsächlich GECASTET! Rumms. Nächste Watschn.

Onkel Toms Camp

27.02.19 (Sven Ferchow) -
So. Heute mal PISA. Bitte ergänzen Sie die Lücken (X1–X5) in folgendem Text: „Tauche ein in den Sommer deines Lebens und verbringe ein unvergessliches Wochenende mit deiner „X1“. Es erwartet dich eine magische und spirituelle Reise in eine Welt, die „X2“, „X3“, „X4“ und „X5“ für dich geschaffen haben.“

Wenn der Tänzer zweimal fummelt

30.01.19 (Sven Ferchow) -
Ganz ehrlich. Es geht mir nicht gut. Überhaupt nicht. Seit Helene und Florian ihre Trennung twitterten, verharre ich in Embryonalstellung. Ich wippe unkoordiniert vor und zurück. Ich rieche. Was ich aber erst feststellen kann, wenn ich die IKEA-Decke „Deckys“ aus meinem Gesicht nehme, um Luft zu holen. Ich überlebe mit Traumeel und Glühweinresten. Es war doch alles so schön. Vorher: Dem deutschen Dieselfahrer wird ein Grundrecht entzogen. Brasilien biegt rechts ab. Der Bundesrat versagt auch digital. Und aus dem Nichts dieser Betrug. Helene und der Tänzer. Es sind immer die Tänzer. Diese Frauen im Wolfspelz.

Musik ist unantastbar

06.12.18 (Sven Ferchow) -
Herzlichen Glückwunsch, liebe Amateurmusiker! Und vor allem Helikopter- Eltern! Da hat euch der BGH ja kurz vor Weihnachten einen frechen Freibrief an die noch ungestimmten Tröten geklammert. Musizieren ist also ein Grundrecht. Glaubt der BGH. Egal wer und egal wann. Jedem Brezensalzer steht es somit frei, ein Instrument zu lernen und zu üben. Unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht und leider auch Talent. Um es grundrechtlich zu subsumieren. Was aber bedeutet das Urteil? Dass sämtliche Amateurfußballer 51 Wochen grölend durchs Dorf ziehen dürfen, um ihr Repertoire für den jährlichen Ballermann-Ausflug zu festigen („Geh doch zu Hause, du alte Scheiße, geh doch zu Hause komm nicht mehr“)?

Fischen beim Singen

29.11.18 (Sven Ferchow) -
Geiler „move“ von RTL. Nachdem die letzte DSDS-Jury“ komplett mit Nieten besetzt war, die inklusive Dieter Bohlen keiner kannte (Ella und Carolin Schießmichtot) beziehungsweise deren musikalisches Erbe sehr überschaubar war (Mousse T.), hat RTL die Faxen dicke. Ein Fachmann muss her. Nichts gegen Bohlen, aber den Regler am Mischpult hochziehen bekommt selbst der Wendler auf die Kette. RTL holt sich also Xavier Naidoo ins Boot. Moment. Kann man das in der aufgeheizten Stimmung noch sagen? „Ins Boot holen“? Oder ist man dann gleich ein Flüchtlingsgegner und wird direkt vom Stammtisch weg nach Lampedusa geschleift und von einer Flüchtlingsorganisation an einen gestrandeten Blauwal gekettet? Egal. RTL nimmt das große Besteck. Nicht Kollegah oder Farid Bang, die beiden ECHO-Pumpen. Nein. Direkt Xavier Naidoo.

Come together

26.09.18 (Sven Ferchow) -
Was los in D? Keine Hysterie mehr? Vor ein paar Monaten lief ein empörtes Volk mit Tollwut-Koteletten durch die Republik, weil die Kameraden Kollegah & Farid Bang mit ihren – hüstel hüstel – zuweilen humorlosen Texten den „Echo“ ruinierten. Was waren wir da alle hysterisch. Und jetzt? Kommt uns Paul McCartney im viagrapflichtigen Alter von 76 mit Schweinskram daher: Wenn den Beatles John & Paul langweilig war, kam es vor, dass sie gemeinsam masturbierten. Wo bleibt denn bitte jetzt DER Aufschrei? Also der der Entrüstung. Den anderen können Sie verschweigen. Will keiner hören. Da ist nix mit „#fünfgegeneinen“.

Einfach sein

31.08.18 (Sven Ferchow) -
Es gibt Dinge, die passen nicht zusammen. Deutschland & Integration. Deutschland & Ost-Deutschland. Und: Deutschland & Popmusik. Beweis: Bei einer Sommerumfrage von BAMS und YouGo (kübeln Sie ruhig ins Waschbecken) landete Silbermond auf Platz 1, Unheilig auf 2 und Grönemeyer auf 3. Es folgten Mark Forster, Xavier Nai­doo, Sarah Connor, Max Giesinger, Marius Müller-Westernhagen, Andreas Bourani und Tim Bendzko. Wenn Sie Optionen zur obigen Kübelei haben, bitte gerne. Oder einfach laufen lassen. Dass fünf der Genannten tot sind, also künstlerisch tot, und die anderen fünf – unterstellt man Popmusik die Kraft des Aufruhrs – weniger emotionslos sind als der ehemalige Goldhamster meines Bruders, der durch einen schmissigen Sprung vom Balkon-Sims den Freitod wählte, lässt tief in die triste, traurige, trübe deutsche Seele blicken. Erschwerend: Ohne Fußball-WM oder -EM (Bourani 2014 – „Ein Hoch auf uns“, Mark Forster 2016 – „Wir sind groß“, Giesinger 2016 – „80 Millionen“) wären einige Harmoniebolzen ja gar nicht existent.

Die Bade Hosen

10.08.18 (Sven Ferchow) -
Sind Sie auch so eine „Was soll nur aus der Jugend werden“-Mimose? Prima. Dann justieren Sie mal Ihre Gesellschaftsantennen neu. Die richtige Frage muss nämlich heißen: „Was ist nur aus den Punks geworden?“ Sehen Sie sich Die Toten Hosen an.

Just buried

31.05.18 (Sven Ferchow) -
Damit das klar ist! Das war rein beruflich! UND ICH HABE NICHT GEHEULT! Denn: Irgendjemand muss sich ja das royale Verschwendertum, das das ZDF am Pfingstsamstag sendet, ansehen. Ein „Reporter“ jubelt sogar über seinen klug gewählten Platz im Volk, denn vermutlich sieht er die Kutsche zweimal vorbeifahren. Dann möge er doch bitte auch mit selbiger zurück nach Mainz fahren, das hobbylose Kind. Unglaublich.
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