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Alle Artikel kategorisiert unter »Ferchows Fenstersturz«

Heil ECHO

02.05.18 (Sven Ferchow) -
So. Nun ist es offiziell. Das hysterische deutsche Volk japst mehr unter dem ECHO als unter syrischen Giftgasgranaten. Längst vergessene Preisträger (#weristwesternhagen) geben recht laut ihre ECHOS zurück. Braun lackieren wäre auch mal ein Zeichen gewesen. Vielen Dank, liebe Pappnasen vom ECHO-Ethik-Beirat. Armselig genug, dass ein musikalischer Inklusionspreis (ja, ja, … es zählen „nur“ die Verkaufszahlen) eine moralische Instanz benö­tigt. Die nachweislich seit Jahren zusammen mit dem Veranstalter gnadenlos versagt und generös durchwinkt (Freiwild, Farid Bang, Kollegah, Bushido, Sido). Die alles unter den Deckmantel der künstlerischen Freiheit kehrt und mit den vom Ledersessel verwöhnten Hinterteilen einreißt, was Pädagogen und Ehrenamtliche täglich an Integration aufbauen.

Bumsfallera

31.03.18 (Sven Ferchow) -
Schockierend. Echt. Andy Borg singt im Puff. Genau! Unser „Musikantenstadl-Andy“. Naja. Nicht irgendein Etablissement freilich. Schon eher ein edler Schuppen, das Kölner Großbordell Pascha. Ganz nach dem Motto „Du kommst (hihi) als Gast und gehst als Freund“. Habe ich zumindest gehört. Trotzdem. Unvorstellbar. Danke, liebe ARD. Kündigung, Fußtritt, Gosse. So geht man in der ARD mit Quotenbringern um. Da kann sich Florian Silbereisen schon auf eine „ménage à trois“ mit Andy Borg und Nino de Angelo einstellen.

#unsalle

01.03.18 (Sven Ferchow) -
Meine letzte musikalische Verwirrung war eigentlich keine. Ordentlich angelötet vom örtlichen Maibaumfest nach Hause wankend (#summerof93, #bierzeltbombe) und am Maßkrug festklammernd (#affenliebe), schrammte ich daheim angekommen den elend langen Flur entlang (#blutamrauputz, #restblutimalkohol), trat statt der eigenen Zimmertür die des elterlichen Schlafzimmers auf (#willmannichtgesehenhaben) und schmetterte ein beherztes „Sierra Madre“ (#mussmansichmaltrauen), bevor mich ein versehentlicher, weil im Dunkeln gesetzter familiärer Fausthieb (#nasenbluten) ruhigstellte (#gewaltistkeinlösungsolangemannurdrüberspricht).

Willkommen Ende

31.01.18 (Sven Ferchow) -
Ja, klar. Happy New Year. Druf gschisse! Denn bevor 2017 am Ende war, hatte das ZDF 2018 versenkt. Mit Andrea Kiewel, Johannes B. Kerner und der Silves­tershow „Willkommen 2018“. Schon die Besetzung impliziert die Aufforderung, die Wirkung überdosierter wie frei erhältlicher Hustensäfte in der Silvester-Notapotheke zu erfragen. Und spätestens als das forsche ZDF die Show um 20:15 Uhr mit „We will rock you“ eröffnet und die Moderatoren dazu – sicher nach einem Kopftreffer mit dem Gute-Laune-Vorschlaghammer des ZDF – eher unbeholfen versuchen, die Tagesaufgabe (beide Händen treffen sich vor dem Körper und erzeugen ein Klatschgeräusch) zu erfüllen, erscheinen mir vier weitere Jahre Trump statt vier Stunden Kiewel/Kerner lebensbejahender zu sein.

Where the streets have no name, aber Briefkästen

19.01.18 (Sven Ferchow) -
Verfluchte Post! Erst bauen sie die Telefonzellen ab. Dann die Briefkästen. Aber langsam. Verteufeln Sie nicht gleich die Post, wenn Sie demnächst Ihre bigotten Weihnachtsgrüße an die immer noch lebende Verwandtschaft in keinen Briefkasten werfen können. Denn schuld ist Bono, Sänger der steuerbefreiten „Früher mal“-Rockband U2 und gleichzeitig Gerechtigkeitsfanatiker, Kapitalistengegner, Frauenrechtlerin, Kinderschützer und Kämpfer für den Schuldenerlass armer Länder.

Dreimal schwarzer Kater

24.11.17 (Sven Ferchow) -
Keine Ahnung, wo Sie 1998 waren, aber ich habe die Gründung der Girlie- Band „Atomic Kitten“ hautnah miterlebt. Drei Schnepfen in High Heels mit aufgeklebtem Lächeln. Dazu ein Beautycase, dessen Wert selbst in der Quersumme den IQ der drei Mietzen locker übertrumpfte. Nach zwei Hits (u.a. Whole again) war die Katzenklappe jedoch dicht. Nun ist die Kohle der verkauften Platten futsch. Dafür fährt die Fußpflegerin der drei einen Lamborghini.

Na dann

31.10.17 (Sven Ferchow) -
Musik muss krachen. Dachte sich auch das ZDF. Und schickte jede Menge Kracher beim „Sommer-Hit-Festival 2017“ ins Rennen. Mit einem „Hauch von Copacabana“ am Timmendorfer Strand. War aber eher ein Hauch von Rohipnol, was das Livepublikum betrifft. Entschuldigung. Wie kann man bei Peter Kraus derart ausrasten? Der sah schon so aus, als ich vier war. VIER! Und singt immer noch den gleichen Song. In welcher Schleife bin ich denn bitte? Und unvermeidlich, weil ja im Osten: Karat.

Hyper Fighter

29.08.17 (Sven Ferchow) -
Schepper. Tröt. Peng. Da knallen die Rotkäppchensektkorken in den deutschen Feuilletonredaktionen aber bis zur porösen Decke! Große Entdeckung. Pop wird wieder politisch. Keine Angst. Sigmar Gabriel kehrt nicht als Popminister zurück. Schuld sind Scooter. Schon mal gehört? Dieser blondierte Sänger, der im Tonstudio 190 mal pro Minute auf die „Uffzah“-Taste drückt und darüber – tonal tatsächlich auch noch falsch – „Hyper Hyper“ brüllt und dann wie ein Gartenzwerg unter dem Presslufthammer dazu hüpft. Liebe Kolleginnen und Kollegen! Scooter als Techno-Band zu bezeichnen hat durchaus was von Heldentod.

Fischer*, wir wissen wo dein Auto steht

30.06.17 (Sven Ferchow) -
Dieses gottlose Bauernvolk aus Dortmund und Frankfurt. Pfeifen diese zahnlosen Hartzer glatt Helene Fischer aus dem Stadion. Während ihrer gänzlich natürlich und gar nicht aufgesetzt wirkenden GEZ-Halbzeitshow beim Pokalfinale in Berlin. Und zwar so laut, dass ältere Berliner empört bei allerlei Reichs-, äh Amtsbehörden anriefen und ins Telefon brüllten, „warum die Amis schon wieder eine Luftbrücke einrichten müssten“ (die eigene Brücke natürlich vor lauter Schreien aus dem Mund fallend) und dass „die niemand brauche“. Also, die Amis und die Luftbrücke. Nur gut, dass der ARD-Tontechniker die Außenmikros fürs TV-Volk leiser drehte. Sonst große BILD-Hysterie: „Massentinnitus durch Helene Fischer – BILD und Peter Zwegat kämpfen für sie.“ Gerüchten zufolge übrigens der gleiche Tontechniker, der damals, als Gerd Schröder mit Suppenkelle in einer Wasserpfütze stand, das Rauschen der Niagarafälle hochregelte. Guter Mann. Alte Schule eben. Reichsrundfunk. Irgendwie aber ziemlich nordkoreamäßig, die ARD. Apropos. Seien wir ehrlich. Das waren sicher die gleichen Pfeifenköpfe, die 1990 Genscher & Kohl von der Mauer fegten. Nicht tot zu kriegen, die Stasi.

Make ESC great again

31.05.17 (Sven Ferchow) -
Großartig, liebe EU. Wirklich. Wie war das noch? Alle sind verschieden? Oder alle sind gleich? Und schon haben sämtliche öffentlich-rechtlichen Sender eine Legitimation für die Weiterführung der alljährlichen Inklusionsveranstaltung „ESC“ gefunden. Ein Verhaltensorigineller nach dem anderen betritt die Bühne, verprasst pro Sendesekunde 50.000 Euro und beweist eindrucksvoll, dass nicht alle den Waldkindergarten besuchen sollten.
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