Enttäuschendes Rendezvous im Bälle-Bad: Spielzeiteröffnung der Opera di Roma mit Boitos „Mefistofele“
Mit viel Gewese inszeniert sich der Abend abseits von der Bühne. Die Erwartungen werden von der Musik erfüllt, von Simon Stones Regie nicht.
Mit viel Gewese inszeniert sich der Abend abseits von der Bühne. Die Erwartungen werden von der Musik erfüllt, von Simon Stones Regie nicht.
Anders als im deutschsprachigen Raum gibt es im slawischen Osteuropa (mit wenigen Ausnahmen wie Budapest) keine lückenlose Aufführungstradition für die Opern Richard Wagners. Die bipolare Wirkungsgeschichte der...
Wir leben in einer Zeit der Jahres-, Gedenktage und Jubiläen – denn nur was durch einen irgendwie gearteten „Höhepunkt“ markiert wird, wird überhaupt noch wahrgenommen. – Die Anzahl der Komponistinnen, die in den...
Landesjugendensembles unterschiedlichster Besetzungen sind Formationen, die auf hohem technischem und künstlerischem Niveau jungen Menschen den Einstieg in das gemeinsame Musizieren ermöglichen. Die Mitglieder sind...
Die Barocktage 2023 widmen sich insbesondere dem Medea-Stoff. Peter Sellars’ „Médée“ Inszenierung gerät dabei ohne Biss zum leichtfertig-hohlen Versuch eines Antikriegsstücks.
Faust erregt seit Jahrhunderten Aufmerksamkeit, anfangs mit seiner „Historia“ und dann in vielen Versionen von Wanderbühnen oder Puppentheatern verbreitet. Erst Goethe schaffte es, ihn Nationalheld werden zu lassen. Als...
Auf „Fusion“, die Auseinandersetzung des Leipziger Ballett mit KI, folgt jetzt „Paradise Lost“. Joseph Haydns „Nelson-Messe“ paart sich mit David Langs post-tonalem Opus „The Match Girl Passion“ (2007).
Intendant Stefan Herheim hält weiter seinen Kurs einer maßvollen Moderne fest: mit Jaromir Weinbergers „Schwanda der Dudelsackpfeifer“ zeigt er ein Werk, das vor der NS-Zeit große Beliebtheit genoss.
Für diese zauberhafte Aufführung hat Komponist Jherek Bischoff seine große Baseler Partitur für das Münchner Schauspielhaus für sechs Kammermusiker und Stephen Delaney am Klavier umgearbeitet.
Inmitten unserer düsteren Tage leuchtete und strahlte diese ihre andere Welt: die von Theater, Musik und Kunst als Korrektiv und „not-wendige“ Bestätigung all dererlei zweckfreien Tuns.
Kurz nach der Frankfurter Premiere kam das Welttheater von György Ligeti (1923-2006) nun an der Wiener Staatsoper heraus. Drei große Häuser – München folgt 2024 – widmen sich also immerhin diesem Stück, ein Geniestreich...
Georges Bizets „Carmen“ ist die Oper mit der ruchlosesten Verführerin, nimmt man Lulu, die weit Jüngere, einmal aus. Aber Alban Berg hatte ihr leider nicht erlaubt, so lasziv zu singen, dass alle im Parkett mitträllern...
Seit vielen Jahren ist es in der Oper selbstverständlich und zu Recht unmöglich geworden, Sänger und Sängerinnnen an die Rampe zu stellen. In der neuen Inszenierung von „I Capuleti e I Montecchi“ von Vincenzo Bellini...
Nachdem alle personellen Beschränkungen, die sein Theater-Privileg ihm anfangs auferlegt hatte, gefallen waren, erreichte Offenbach im Alter von fast vierzig Jahren mit dem ‚Orpheus in der Unterwelt‘ (1858) den wohl...
Bei Prinz Orlofsky tanzen die Vampire und suchen sich unter Johann Strauß‘ Operetten-Figuren ihre nächsten Opfer. Musikalische Feinarbeit prallt in der „Fledermaus“-Neuinszenierung der Oper Halle auf spaltende Ethik...