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Alle Artikel kategorisiert unter »Menschen«

11 Fragen an den Hammond-Virtuosen Wayne Sharp

01.09.07 () -

Der Bluesmusiker und Hammond-Virtuose Wayne Sharp wurde 1950 in Houma/Louisiana geboren. Seine Mutter war der größte Einfluss, die ältere Schwester brachte ihn zum Klavier. Er spielte für Elvin Bishop und Ray Charles, Luther Ingram, Percy Sledge, Joe Tex, Tyrone Davis und viele andere. Seit 2000 spielt er in New Orleans in der Blues-Band von Michael Burks, immer noch auf der Hammond B3, die er 1967 gekauft hat. Im Juli 2007 war er einer von sieben Musikern des tff.Magie-Projektes „Magic Keys“ in Rudolstadt.
Foto: Barbara Lieberwirth

Klänge des Friedens – mehr als eine Utopie

01.09.07 (Dieter Senghaas) -
Am 17. September wäre Isang Yun (1917–1995), der bedeutende deutsch-koreanische Komponist, 90 Jahre alt geworden. Dieter Senghaas, Friedensforscher an der Universität Bremen, würdigt Yun als einen Künstler, der in seinem Leben geradezu schicksalhaft mit den politischen Abgründen des 20. Jahrhunderts konfrontiert wurde.

Zu klein für ein Solo, aber groß im Songwriting

01.09.07 (Sven Ferchow) -

Fast wäre es nichts geworden mit Marion Ravens (Norwegerin, 23) Musikkarriere. Als sie mit vier Jahren beim lokalen Kirchenchor erste Musikkontakte sammelte, wollte man sie so richtig nicht dabei haben. Der befremdliche Grund: Für ein Solo wäre sie zu klein. Doch Marion Raven setzte sich durch und zirpte wenig später das erste Solo. „Seit damals“, erzählt Marion Raven, „war ich musikalisch ambitioniert und wusste, dass ich später Musikerin werden möchte“. Sie behielt Recht.

Auf der Suche nach der schönen Dissonanz

01.09.07 (Egbert Hiller) -

„ Ich war nie Avantgardist“, ließ sich Jürg Baur einst von dem Musikkritiker Hanspeter Krellmann zitieren – ein Ausspruch, der ihm bis heute nachhängt und der einer unvoreingenommenen Auseinandersetzung mit seinen Werken oftmals hinderlich war. Dabei trat der 1918 in Düsseldorf geborene Komponist – seit seinen Anfängen in den 1930er-Jahren mit Bartók und Hindemith als frühen Anknüpfungspunkten – stets in Dialog mit den jeweils aktuellen Strömungen der zeitgenössischen Musik. Elemente der Zwölftontechnik, serielle Strukturen und Aleatorik berücksichtigt(e) er jedoch erst nach kritischer Hinterfragung und geistiger Durchdringung.

Nicht allein ein bemerkenswerter Komponist

01.07.07 (Rolf Hempel) -

Die Jahre des berufsqualifizierenden Musikstudiums und die anschließenden ersten beruflichen Wirkungsstätten zeichnen bei Jürgen Ulrich den Weg eines einfallsreichen, vielseitigen Komponisten vor. Wiederum lassen sie erkennen, dass er sich auch immer berufen und verpflichtet fühlt, all‘ das, was er in sich trägt, in sich entwickeln und reifen lässt, nach außen weiterzuvermitteln.

11 Fragen an Ilona Schmiel

01.06.07 () -

Ilona Schmiel wurde 1967 in Hannover geboren. Nach Stationen bei den Donaueschinger Musiktagen, „Ny Musikk“ in Oslo, bei Opernproduktionen unter anderem für die Arena di Verona und als Geschäftsführerin des Konzerthauses „Die Glocke“ ist sie seit 2004 Intendantin und Geschäftsführerin des Beethovenfestes Bonn.

Tief im Unbewussten der Gesellschaft forschend

01.06.07 (Reinhard Schulz) -
Wohin gehört eigentlich Rolf Riehm stilistisch? Muss man das überhaupt fragen? Wohl nicht. Doch unser systematisierungshungriger und lagerversessener Geist drängt darauf. Die Schubladen stehen weit offen: postmodern oder komplex, minimal oder reduziert, neotonal, elektronisch oder zweitmodern. Riehm passt in keine. Heimatlos oder heimatfern wie Odysseus, dessen Mythos ihn immer wieder faszinierte? Er lässt sich nicht einordnen (unterordnen?), aber er lässt uns hören: und zwar was alle angeht. Das ist wohl der bessere Weg.

Frische Brise aus Nordost

01.06.07 (Georg Beck) -

Ein Sibelius-Problem? Für einen Moment ist Paavo Järvi irritiert. „A funny way of putting it“, meint er und lacht über diese „amüsante“ Perspektive auf einen Komponisten, den er von der Moderne höchst ungerecht behandelt sieht. Das sei doch der klassische Fall von Selbst­blockade. „Man muss diese Musik nicht mögen, aber sie nicht zu kennen, ist Verarmung.“ Alles selbstverschuldet also? Eine kleine Schweigesekunde später gewinnt ein bis dahin freundlich dahinplä­tscherndes Gespräch über Dirigentenqualitäten im allgemeinen, Dirigiervorlieben im besonderen an Tiefe, wird doch mit einem Mal klar, dass die Kontinentalplatten eines globalisierten Klassik-Verständnisses in Bewegung sind. An ihren Bruchkanten wird Reibungsenergie frei.

Erkenntnis eigener Identität durch Gesang

In Deutschland ist die nationale Chanson-Tradition noch allzu wenig öffentlich präsent. Das Interesse an schneidiger Satire, frechen Humoresken, melancholischer Poesie oder politischen Couplets, kurzum: an literarischen Liedern gedeiht in kulturellen Nischen.

Normale Instrumente sind nicht ihre Sache

01.05.07 (Sven Ferchow) -

Die Szene ist grotesk. Da fährt eine Norwegerin 24 Monate mit dem Fahrrad durch Oslo und nimmt so ziemlich jedes Geräusch auf, das ihr vor den Gesundheitslenker fällt. Doch es kommt noch schlimmer. Hanne Hukkelberg, besagte Norwegerin, nimmt diese Fundstücke und bastelt daraus Musik. Auf dem ersten Album „Little Things“ derart genial wie widerspenstig, dass die „Sunday Times“ das Album zu den zehn wichtigsten im Jahr 2005 zählt. Und Kritiker seitdem scheitern, die Musik greifbar zu machen.

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