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Alle Artikel kategorisiert unter »Alexander Soddy«

In die Einsamkeit der Moderne – „Warten auf heute“, Musikdramenmix in Frankfurt

18.01.22 (Regine Müller) -
David Hermann fügt an der Frankfurter Oper drei Werke von Schönberg mit Frank Martins „Jedermann“-Monologen zu einer verblüffend stimmigen Erzählung des Scheiterns von Beziehungen.

Alexander Soddy bleibt bis 2022 Generalmusikdirektor in Mannheim

18.09.19 (dpa) -
Mannheim - Der britische Dirigent Alexander Soddy bleibt weitere drei Jahre Generalmusikdirektor des Nationaltheaters Mannheim. Der 36-Jährige habe seinen Vertrag bis zum Jahr 2022 verlängert, teilte das Theater am Dienstag mit. Soddy ist seit drei Jahren Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim, er leitet in dieser Funktion das Orchester und das Opernensemble.

Keine Hilfe von der Enterprise – Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Mannheim

30.10.18 (Joachim Lange) -
Als Nigel Lowery vor vier Jahren in Halle zu den Händelfestspielen ästhetisch frech und politisch hintersinnig Händels „Arminio“ inszenierte, da baute er ein berühmtes Zitat aus den „Meistersingern“ ein. Den „Habt Acht!“ Appell des Schusterpoeten brachte er auf einem Zwischenvorhang gegen aktuelle Angriffe auf das finanzielle Fundament der Theaterlandschaft in Stellung. Weil davon beim Barockmeister aus Halle natürlich keine Silbe steht, löste das eine heftige Debatte im Publikum aus. Wer das auch als ein Versprechen des Briten auf subversive komplette „Meistersinger“ aus seiner Hand auffasste, der konnte jetzt vier Jahre später nach Mannheim pilgern, um es sich einlösen zu lassen.

Ein Flügel des Gesangs – Jona Kim inszeniert Schumanns „Genoveva“ in Mannheim

30.04.17 (Frieder Reininghaus) -
Im Wesentlichen lag der Text zu „Genoveva“ 1847 vor. Das Schaffen Robert Schumanns wurde beflügelt vom revolutionären Prozess der Jahre 1848/49, den er als „Völkerfrühling“ begrüßte und den seine Familie in Dresden hautnah mitbekam. Umso bemerkenswerter erscheint, dass der Komponist an diesem unter den Bedingungen der Restauration und des gegängelten Theaters begonnenen Werk festhielt und nicht eines aus dem „Geist der neuen Zeit“ schrieb. Zur Uraufführung kam die auf eine Heiligenlegende zurückgehende Oper erst nach dem kläglichen Ende der Revolution und nur zu bescheidenem Erfolg. Bis heute leiden die „Genoveva“-Produktionen am Anachronismus von Handlung und Text. Dem steht aber die einst in vielen Details innovative und fortdauern reichlich wunderhorntönende Musik gegenüber.

Aller Anfang ist schwer – Albrecht Puhlmann will am Nationaltheater Mannheim mit Verdis „Aida“ durchstarten

31.10.16 (Joachim Lange) -
Giuseppe Verdis „Aida“ ist ein bewährtes Repertoireschmuckstück. Geniale Musik mit großem Pomp und zarten Tönen. Mit Haupt- und Staatsaktion und vertrackter Lovestory, bei der die Liebenden keine Chance auf eine gemeinsame Zukunft haben. Oder eben nur im Jenseits. Es ist die Oper für die Arena von Verona, bei der man die Darsteller auf exotisch schminken und verkleiden darf, was das Zeug hält. Hier haben in der Aufführungsgeschichte schon allerhand Ketten geklirrt und hier sind schon manche nicht nur metaphorische Elefanten durch den Wüstensand gestapft und haben die Rüssel Richtung Pyramiden gehoben.

Carmen, wie sie singt und tanzt – Solide inszeniert an der Staatsoper Hamburg

21.01.14 (Verena Fischer-Zernin) -
Es gibt wahrlich leichtere Aufgaben, als Bizets „Carmen“ zu inszenieren. Beinahe anderthalb Jahrhunderte Rezeptionsgeschichte lasten auf dem beliebtesten Stück der Operngeschichte, Zigeunerfolklore und Flamencoröcke verstellen den Blick auf das Werk ebenso wie die Allgegenwart der Melodien den hörenden Zugang. Für die Neuproduktion an der Hamburgischen Staatsoper hat sich der Regisseur Jens-Daniel Herzog vorgenommen, die ungezählten Firnisschichten abzukratzen und „Carmen“ auf die ursprüngliche Geschichte zu reduzieren, die von der andalusischen Sonne beschienene pittoreske Armut durch die Trost- und Perspektivlosigkeit zu ersetzen, wie sie Prosper Mérimée in der dem Opernlibretto zugrundeliegenden Novelle ausbreitet.
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