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Alle Artikel kategorisiert unter »Bernd Alois Zimmermann«

Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit

20.03.18 (Jörn Peter Hiekel) -
Dass Söhne oder Töchter bedeutender Künstlerpersönlichkeiten über ihre Väter (oder Mütter) Bücher schreiben, kommt nicht allzu oft vor. Und wenn dies dann doch geschieht, liegt oft der Verdacht nahe, es ginge ihnen vor allem um Beschönigung, Rechtfertigung oder gar Abrechnung. Das nun zum 100. Geburtstag Bernd Alois Zimmermanns von seiner Tochter Bettina vorgelegte, im Titel treffend „persönliches Portrait“ genannte Buch umschifft solche Gefahren mühelos.

Pluralistische Horizonterweiterungen

20.03.18 (Jörn Peter Hiekel) -
Der Komponist und Dirigent Hans Zender, mit Bernd Alois Zimmermann in dessen letzten Lebensjahren eng befreundet und mit dessen Schaffen so vertraut wie kaum eine anderer, hat vor wenigen Jahren im Rahmen eines Portraitfilms über den 18 Jahre Älteren eine bedenkenswerte Einschätzung formuliert: Man könne, so Zender, erst jetzt allmählich die Bedeutung und den enormen Facettenreichtum von Zimmermanns Komponieren erkennen.

Im Schlagzeuggewitter: Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ am Staatstheater Nürnberg

18.03.18 (Juan Martin Koch) -
Pünktlich zum 100. Geburtstag Bernd Alois Zimmermanns hat das Staatstheater Nürnberg sein Hauptwerk, die Oper „Die Soldaten“, herausgebracht. Peter Konwitschny wählte einen zunächst reduziert-aktualisierenden Zugriff, hatte für den vierten Akt dann aber eine eigenwillige Lösungsidee. Juan Martin Koch war mittendrin:

Die Rolle der Musikwissenschaft im Kulturleben

07.03.18 (Dörte Schmidt) -
In der Verbandspolitik ist Dörte Schmidt, Professorin für Musikwissenschaft an der Universität der Künste Berlin, schon seit einiger Zeit aktiv: seit 2009 etwa als Vize-Präsidentin des Landesmusik­rats Berlin und seit 2013 als Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrats. Im Vorstand der Gesellschaft für Musikforschung (GfM) engagiert sich Dörte Schmidt seit 2005 und wurde nun im vergangenen Herbst zu deren Präsidentin gewählt. Für die nmz sprach Juan Martin Koch mit ihr.

Bernd Alois Zimmermann 100

28.02.18 (Rainer Nonnenmann) -
Er wurde am 20. März 1918 in Bliesheim bei Köln geboren und nahm sich 1970 unweit davon in Großkönigsdorf das Leben. Die nackten Lebensdaten von Bernd Alois Zimmermann umreißen einen denkbar kleinen Kreis: lokal, bäuerlich, kölnisch, rheinisch, katholisch. Seine Musik dagegen öffnet ganz andere Horizonte.

Rückblende 2017/06 (Vor 100 und vor 50 Jahren)

31.05.17 (Eckardt Rohlfs) -
Vor 100 Jahren: Notwendigkeit einer Opernreform: Denn die moderne Opernallerweltstechnik hat keinen Stil. +++ Vor 50 Jahren: Der Komponist Bernd Alois Zimmermann nennt seine 1965 in Köln uraufgeführte „Soldaten“ recht unproblematisch „Oper“, aber mit dem traditionellen Begriff der Oper hat sein Werk nicht sehr viel zu tun. Wie sieht er den Weg des Musiktheaters in der Zukunft, gibt er der Oper noch eine Chance?

Silberscheiben, die bleiben

24.12.16 (Peter P. Pachl) -
Der persönliche Jahresrückblick der nmz-Phonokritiker. Rara et diversa: Franz Schmidt, Max Reger, Bernd Alois Zimmermann, WDR Sinfonieorchester, Carl Goldmark, Frank Beermann, André Previn, Erwin Stein, Gerhard Weinberger und Franz Schmidt, Max Reger, Bernd Alois Zimmermann, WDR Sinfonieorchester, Carl Goldmark, Frank Beermann, André Previn, Erwin Stein, Gerhard Weinberger.

Musikalische Kraftpakete, virtuelle Räume

06.10.16 (Max Nyffeler) -
Musik von und mit: Bernd Alois Zimmermann, Ruth Velten, Aloys Kontarsky, David Tudor, Eduard Steuermann, Fabien Lévy, Andor Foldes, Ensemble Song Circus, Fabien Lévy, Ruben Sverre Gjertsen, Steve Reich, Herbert Henck, Claude Helffer, Kristi Becker, Massimiliano Damerini, Ole-Henrik Moe und Nicolas Hodges.

Verfluchte zweite Oper!

05.10.15 (Mátyás Kiss) -
Wann schreibt ein Komponist eine Oper? Wenn er einen Auftrag dazu erhalten hat? Das allein wäre wohl kaum die erhebliche Mühe wert. Aus Liebe zum virtuosen Gesang? Die kann er, mit deutlich weniger Aufwand, auch in Liedern, Kantaten und Chorsätzen, gegebenenfalls sogar in Messen, Passionen und Oratorien ausleben wie Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms. Nein, er muss schon Theaterblut geleckt haben – und eine gewisse innere Neigung zum Gesamtkunstwerk verspüren, die nicht erst bei Wagner, sondern schon seit dem frühen Barock zu beobachten ist.

Wagnis mit Glück und Scheitern: Dallapiccolas „Il Prigioniero“ und Zimmermanns „Ekklesiatische Aktion“ an der Oper Köln

30.03.15 (Rainer Nonnenmann) -
Beide Werke handeln von Gefangenschaft, Befreiung und ultimativer Erlösung durch den Tod. Beide spielen in Kerkern der spanischen Inquisition des 16. Jahrhunderts, lassen einen Großinquisitor auftreten, üben radikale Kritik am Christus- und Menschenbild der Kirche. Beide thematisieren existentielle menschliche Verlassenheit, Ausweg-, Sinn- und Hoffnungslosigkeit, und beide stammen von Komponisten, die sich als ebenso gläubige wie zweifelnde Katholiken in bekenntnishaften Werken gegen Totalitarismus, Krieg, Gewalt und Unterdrückung jeglicher Art gewandt haben.
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