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Alle Artikel kategorisiert unter »Bernd Alois Zimmermann«

Das Orchester ist die Militaria – Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ an der Komischen Oper Berlin

16.06.14 (Peter P. Pachl) -
Für den katalanischen Regisseur Calixto Bieito ist die aggressive Klangmaschinerie in Bernd Alois Zimmermanns an Radikalität bislang unüberbotener Partitur aus dem Jahre 1965 identisch mit dem Apparat der titelgebenden Soldaten. In Uniformen und mit militärischen Kopfbedeckungen spielen die 120 Orchestermitglieder auf sieben Ebenen eines Stahlgerüsts, mitten auf der Bühne, untermischt mit kinetischen, sich horizontal und vertikal verfahrbaren Elementen für Schlagwerk, sowie Aufzüge von Sängerdarstellern und Komparserie.

Das Verstörungspotenzial eines Klassikers: Kirill Petrenko und Andreas Kriegenburg triumphieren mit Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ an der Bayerischen Staatsoper

26.05.14 (Juan Martin Koch) -
Kaum ist die Musiktheater-Biennale vorbei, bringt die Bayerische Staatsoper quasi als Kommentar zu all den dort mit eher mäßiger Strahlkraft über die Bühne gegangenen Uraufführungen Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ heraus – jenes Referenzwerk also, das meist als allererstes genannt wird, wenn es um die Möglichkeit geht, nach 1945 gültiges Musiktheater zu schaffen.

Zwischen den Zeiten – Ein Fest für Bernd Alois Zimmermann

15.01.14 (kiz-lieberwirth, PM) -
Die Staatsoper Hannover, die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) und das Netzwerk Musik 21 Niedersachsen widmen vom 14. bis 17. Februar 2014 ein Konzertwochenende dem Komponisten Bernd Alois Zimmermann. Ausführende sind zudem Ensembles der freien Szene: musica assoluta, das Neue Ensemble und das Ensemble Megaphon.

Kugelgestaltiges, Rauschhaftes, Ekstatisches: cresc – Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main

24.11.13 (Jelena Rothermel) -
Bernd Alois Zimmermann schien ein ganz entspanntes Verhältnis zu Musikkritikern zu haben. Seine „Verreißer“, wie er sie nannte, sah er als ganz persönliche Richtungsweiser: „Werde ich verrissen, bin ich auf dem richtigen Wege; sollte von dieser Seite gar Anerkennung kommen (erfreulicherweise ist das bisher noch nicht geschehen), bin ich mit Sicherheit auf dem falschen Weg.“ Er bekam dann doch noch einiges an Lob zu hören, ohne sich deshalb beirren zu lassen.

Schlüsselwerk, Schöpfungslied

05.10.13 (Juan Martin Koch) -
„Ingo Metzmachers eigengewichtig eigenwillige Lesart der Partitur bewirkte deren Domestizierung.“ So kommentierte Kollege Peter P. Pachl vergangenes Jahr (nmz 9/2013) die Salzburger Festspielaufführung von Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“. Der nunmehr auf DVD und Blu-ray vorliegende Mitschnitt bestätigt diesen Eindruck.

Mehr oder minder poetisch gequält: Bernd Alois Zimmermanns „Soldaten“ am Züricher Opernhaus

23.09.13 (Frieder Reininghaus) -
Wie York Höllers Hauptwerk „Der Meister und Margarita“, das vor einer Woche die Opernsaison in Hamburg eröffnete, könnte die einzige Oper von Höllers Lehrer Bernd Alois Zimmermann nun definitiv ins Repertoire einziehen. Größere Häuser scheinen „Die Soldaten“, die 1965 im Vorfeld der Kölner Uraufführung unter Leitung von Michael Gielen für unspielbar gehalten wurde, nun durchaus und bravourös zu bewältigen – im vergangenen Jahr stellten dies die Salzburger Festspiele mit den Wiener Philharmonikern und Ingo Metzmacher unter Beweis, nun die in moderne Kampfanzüge gesteckten Züricher Philharmoniker unter dem in Offizierskluft befehlsgebenden Marc Albrecht. Für die Inszenierung hatte der Intendant Andreas Homoki den für seinen Hang zum Martialischen bekannten Calixto Bieito verpflichtet.

Notentipps 2013/05

09.05.13 (Eckart Rohlfs) -
Cajetan Wutky (1735–1815): Duetto op. 2/1 C-Dur für Viola und Violoncello, herausgegeben von Rudolf Führer. Partitur und Stimmen. +++ Bernd Alois Zimmermann (1918–1970): Streichquartett (1944/45). +++ Robert Schumann (1810–1856): Adagio und Allegro (1849) Opus 70 für Klavier und Horn. Henle HN 1023. Fassung für Violoncello. HN 1024. – Märchenerzählungen Opus 132 für Klarinette (Violine), Viola und Klavier.

Die Soldaten retten ein Festspiel – bei eigenen Verlusten

31.08.12 (Peter P. Pachl) -
Schon vor seinem Amtsantritt überhaupt schlugen dem neuen Salzburger Festspielintendanten Alexander Pereira Kritik und Häme entgegen, in Deutschland vor allem, wo man von der Kunst gern straffe Konzepte und gesellschaftliche Relevanz erwartet. Ideologischer Überbau ist allerdings das Letzte, was Zürichs langjährigen Erfolgsintendanten interessiert. Er hat’s gern bunt. „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen“, heißt es im „Faust“-Vorspiel. Wer das gesamte Angebot der ersten Pereira-Saison überblickt, muss aber zugeben, dass etliche Schwerpunkte des Programms keinesfalls nur der „Kulinarik“ dienen, sondern ebenso anspruchsvoll sind wie bei den inzwischen der Verklärung überstellten Pereira-Vorgängern. Darüber wird noch nach Ende der Festspiele in der nächsten Ausgabe zu berichten sein. Zum Abschluss der Opern-Serie konnte Pereira mit Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ einen stürmisch gefeierten Erfolg verbuchen, der jedoch wiederum die Kritiker auf den Plan rief: denn der Regisseur hatte vor allem den Schluss von Zimmermanns Oper stark verändert. Darüber berichtet unser Mitarbeiter Peter P. Pachl in seiner folgenden Kritik.

Ästhetik statt Pluralität: Zimmermanns „Die Soldaten“ bei den Salzburger Festspielen entpolitisiert und domestiziert

21.08.12 (Peter P. Pachl) -
Die 1958 entstandene und nach langen Anlaufschwierigkeiten 1965 in Köln (fast strichlos) uraufgeführte Oper „Die Soldaten“ von Bernd Alois Zimmermann erlebte ihre Salzburger Erstaufführung in einer eigenwilligen Fassung. Trotz der augenfälligen Präsenz aller Orchesterformationen und in künstlerisch hoher Qualität, bleibt das multimediale Kunstwerk auf der Strecke. Dafür wird die Felsenreitschule, erstmals in der Neuzeit, zwar nicht für Wildtierhatzen, aber doch nicht nur für menschliche An- und Übergriffe, sondern auch für Pferde genutzt.

Zimmermanns "Die Soldaten" hat Premiere bei Salzburger Festspielen

20.08.12 (Agentur - dapd) -
Salzburg - Mit Bernd Alois Zimmermanns Oper "Die Soldaten" steht heute (20. August, 18.00 Uhr) bei den Salzburger Festspielen eines der bedeutendsten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts auf dem Programm. Regisseur der Neuinszenierung in der Felsenreitschule ist der Lette Alvis Hermanis. 2003 gewann er bei den Festspielen den Young Directors Award. Am Pult der Wiener Philharmoniker steht mit Info Metzmacher ein ausgewiesener Spezialist der zeitgenössischen Musik.
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