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Alle Artikel kategorisiert unter »Deutsche Erstaufführung«

Polystilistisch: Reynaldo Hahns „Le Marchand de Venise“ am Theater Bielefeld

Es hat lange, sehr lange (wenngleich nicht kontinuierliche) Tradition am Theater Bielefeld, Opernraritäten auszugraben, Uraufführungen zu präsentieren, Werke aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken. Erst im Januar 2017 kam Marc-André Dalbavies „Charlotte Salomon“ auf die Bühne – ein Stück aus dem Jahr 2014 über die von den Nazis 1943 in Auschwitz ermordete Malerin. Jetzt steht mit „Le Marchand de Venise“ eine der sechs Opern im Mittelpunkt, die Reynaldo Hahn (1874-1947) komponiert hat, die inzwischen aber allesamt dem Vergessen anheimgefallen sind. „Le Merchand de Venise“, 1935 in Paris uraufgeführt, erlebt in Bielefeld gar ihre deutsche Erstaufführung!

Schrille Revue „nach Suppé“ – „Der Teufel auf Erden“ im Münchner Akademietheater

03.07.16 (Wolf-Dieter Peter) -
Francesco Ezechiele Ermenegildo Cavaliere Suppè-Demelli hatte mit den meisten seiner über 200 Bühnenwerken großen Erfolg und ist als „Franz von Suppé“ mit „Leichter Kavallerie“, „Boccaccio“ oder der „Schönen Galathée“ gut bekannt. Seine Operette „Der Teufel auf Erden“ war 1878 eher nur ein mittlerer Erfolg: viel Lob für Handlung und Libretto der geviften Autoren Karl Juin und Julius Hopp, gute Musik, aber kein Ohrwurm, keine Musiknummer, die dann als einzelner Notendruck populär wurde.

Nach Berlin verlegt – HK Grubers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ in Berlin

23.05.16 (Peter P. Pachl) -
Die Uraufführungsproduktion von HK Grubers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ bei den Bregenzer Festspielen 2014 war als Koproduktion mit Wien und Berlin der und dem angekündigt. Im Theater an der Wien war diese Produktion der dreiaktigen Oper auf ein Libretto von Michael Sturminger nach dem gleichnamigen Stück von Ödön von Horvath inzwischen zu sehen. Doch die Komische Oper Berlin hatte sich – wohl aufgrund der wenig überzeugenden Uraufführungs-Inszenierung entschlossen, eine eigene Neuinszenierung zu präsentieren – leider nur ein partieller Gewinn.

Kieler Theater mit deutscher Erstaufführung einer Barockoper

05.04.16 (dpa) -
Kiel - Mit der am meisten gespielten Oper des 19. Jahrhunderts startet die Oper des Kieler Theaters in die neue Spielzeit. Giacomo Meyerbeers «Die Hugenotten» wird am 24. September aufgeführt, wie das Theater am Montag ankündigte. Verdis «Rigoletto» und Wagners «Siegfried» aus dem «Ring des Nibelungen» stehen ebenfalls im Programm für 2016/2017.

„Kreischen oder Kriegsgeheul?“ und kreischende Lokomotive

31.10.15 (Peter P. Pachl) -
„Private View“ von Annelies Van Parys in der Deutschen Oper Berlin, parallel zu Arthur Honegger und Edmund Meisel im Admiralspalast.

Oper von Scott Joplin hat in Dresden deutsche Erstaufführung

21.04.15 (dpa) -
Dresden - Die Oper «Treemonisha» von Ragtime-Pionier Scott Joplin (1868-1917) ist mehr als 100 Jahre nach ihrer Entstehung erstmals auf einer deutschen Bühne zu sehen. In einer Kooperation mehrerer Dresdner Kunsthochschulen mit dem Staatsschauspiel kommt das Werk am kommenden Samstag im Kleinen Haus in Dresden auf die Bühne, wie die Veranstalter am Montag mitteilten.

Theater Magdeburg zeigt zwei Literaturopern als Deutsche Erstaufführungen

12.03.15 (dpa) -
Magdeburg - Innerhalb der kommenden drei Wochen bringt das Theater Magdeburg gleich zwei Literaturopern als Deutsche Erstaufführungen auf die Bühne. Am kommenden Samstag (14.3.) wird erstmals die Oper «Die Braut von Messina» nach Friedrich Schillers Tragödie von dem Tschechen Zdenek Fibrich (1850-1900) aufgeführt, wie eine Sprecherin des Theaters mitteilte.

Figuren aus dem Spielzeugkatalog – Theater Erfurt präsentiert die Deutsche Erstaufführung von Ernest Reyers „Sigurd“

Das Theater Erfurt bleibt sich treu: jede Spielzeit präsentiert es eine Uraufführung oder eine Wiederentdeckung. Diesmal ist es „Sigurd“, ein Werk des Franzosen Ernest Reyer (1823 bis 1909), 1884 in Brüssel uraufgeführt, ein Jahr später an der Pariser Opéra herausgekommen. „Sigurd“ wurde zu einem der größten Triumphe Reyers, allein in Paris stand es bis in die 1930er Jahre auf dem Spielplan und erlebte über 250 Aufführungen.

Pascal Dusapins leichtfüßiger Surrealismus – „Perelà – uomo del fumo“ als deutsche Erstaufführung in Mainz

20.01.15 (Frieder Reininghaus) -
Seit geraumer Zeit gilt Pascal Dusapin als Repräsentant der kunstfertigen neuen Musik in Frankreich und nimmt im dortigen Musikleben in etwa die Funktion ein, die Wolfgang Rihm im deutschen Musikleben zukommt. Zu Beginn des letzten Jahrzehnts bearbeitete sich Dusapin den Roman „Il Codice di Perelà“ zum Libretto. Mit ihm hatte sich Aldo Palazzeschi 1911 als literarischer Freibeuter profiliert und versucht, die Meinungsführerschaft unter den „Futuristen“ zu erobern.

Installations-Kunst und Femeprozess – Deutsche Erstaufführung von Iván Fischers Oper „Die Rote Färse“

29.06.14 (Peter P. Pachl) -
Passend zur aktuellen Tora-Lesung dieser Woche, die der Reinigung der Israeliten durch die Asche einer geschächteten roten Kuh („Färse“) dienen soll, ist der Titel eines Musiktheaters, das Iván Fischer, der Chefdirigent des Berliner Konzerthausorchesters, im Oktober 2013 in Budapest zur Uraufführung gebracht hat. Diese Produktion, begleitet von Musikern des Budapest Festival Orchesters und des Konzerthausorchesters, erlebte jetzt im Werner Otto-Saal des Konzerthauses Berlin ihre deutsche Erstaufführung.
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