Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Dmitri Tcherniakov«

Geschlossener Raum für rasende Gefühle – Verdis „Il Trovatore“ an der Oper Köln

Will Humburg dirigiert in Köln einen Verdi, der das Publikum in die Sitze drückt, weite dynamische Gegensätze aufspannt und das Orchester zu einem Vehikel macht, das durch große Gefühle rast. Über Tcherniakovs Interpretation dieser „Geschlossenen Gesellschaft“ lohnt es sich jedenfalls nachzudenken; Giuseppe Verdi hätte das vermutlich ganz gut gefallen, meint unser Kritiker Christoph Schulte im Walde.

Kurschatten können tödlich sein – Hector Berlioz‘ „Trojaner“ in Paris

27.01.19 (Joachim Lange) -
Die Musterexemplare der Grand opéra gehören an die Bastille-Oper. Wohin auch sonst. Das Genre ist gleichsam der französische Wagner. Bedarf in Paris aber der Pflege. Gerard Mortier etwa war kein Fan. Auch das Haus ist selbst so was von grand, dass es dem Besucher manchmal Angst macht. Wenn er nach der Vorstellung den Saal verlassen will etwa. Oder vor der Vorstellung versucht, die Garderobe loszuwerden. Oder in der Pause das bewusste Örtchen … lassen wir das. Frankreich hat andere Vorzüge. Und größere Probleme.

Ungewöhnlich, doch nur partiell gelungen – „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper Berlin

16.02.18 (Peter P. Pachl) -
Dmitri Tcherniakov hatte die Latte mit seiner Berliner Debüt-Inszenierung an der Staatsoper extrem hoch gelegt, konnte seine Leistung bei „Parsifal“ nur unterlaufen, und auch seine Inszenierung „Tristan und Isolde“ bleibt hinter der „Zarenbraut“ deutlich zurück. Auch für Wagners Handlung wählt er einen (dezenten) medialen Ansatz, verlegt sie nach heute, in eine (russische) Party-Gesellschaft. Witziges steht neben Einfallslosem, genialisch Aufblitzendes neben Banalitäten. Ebenfalls ungewöhnlich, aber überragend ist Daniel Barenboims musikalische Interpretation.

Schwerer Einschlag in Putiwl – Dmitri Tcherniakovs „Fürst Igor“-Inszenierung in Amsterdam

10.02.17 (Frieder Reininghaus) -
„Knjas Igor“ gehört zu den großen Sorgenkindern der Musiktheatergeschichte. Der als Naturwissenschaftler international bekannte Militärarzt Alexander Borodin, nebenbei ein hoch talentierter Musiker und Komponist, entwickelte Ende der 1860er Jahre den Plan, aus dem altrussischen Epos „Slowo o polku Igorewe“ eine musikdramatische Arbeit abzuleiten.

Szenisch wenig Schlüssiges, aber das in weihevoller Breite: „Parsifal“ als Premiere der „Festtage der Staatsoper“ im Berliner Schillertheater

29.03.15 (Peter P. Pachl) -
Wagners letztes Bühnenwerk arbeitet mit dem Wechsel von Innen- und Außenräumen, die sich nach der szenischen Vorgabe des Autors im ersten und dritten Aufzug durch sichtbare Wandeldekorationen auseinander ergeben. Die jüngste Inszenierung an der Staatsoper am Schillertheater wählte statt dessen zwei bis auf die Farbgebung identische Innenräume.

Liebes- und Todestrank auf Russisch: Nikolai Rimsky-Korsakows „Zarenbraut“ an der Berliner Staatsoper

04.10.13 (Peter P. Pachl) -
Kaum zu glauben, aber durchaus als ein weiterer Beitrag zum Wagner-Jahr deutbar ist die Eröffnungspremiere der Berliner Staatsoper: Nikolai Rimsky-Korsakow, der – fasziniert von Wagners Partituren – in St. Petersburg selbst den „Ring des Nibelungen“ dirigiert hat, dramatisiert in seiner 1899 uraufgeführten Oper „Zarskaja newesta“ eine eigenwillig politisierte Variante eines aphrodisierenden Zaubertrankes.

Gruppentherapiesitzung außer Kontrolle: Dmitri Tcherniakov inszeniert Verdis „Il trovatore“ am Théâtre de la Monnaie in Brüssel

12.06.12 (Frieder Reininghaus) -
Jetzt ist schon wieder was passiert. Dmitri Tcherniakov präsentierte in Brüssel den „Troubadour“. Einige Jahre lang war das Stück „out“ und auf den bedeutenden Bühnen Mangelware. Die „krause“ aragonische Geschichte aus dem Jahr 1409, die der 1853 uraufgeführten Oper von Salvatore Cammarano und Leone Bardare sowie Giuseppe Verdi zu Grunde liegt, schreckte viele Regisseure ab.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: