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Alle Artikel kategorisiert unter »Filippo Bettoschi«

Wechsel von Glätte und Grauen – Philip Glass' „Untergang des Hauses Usher“ in Münster

21.02.20 (Roland H. Dippel) -
Anspruchsvoll, rätselhaft und individuell gelingt die Inszenierung von „Der Untergang des Hauses Usher“ am Theater Münster. Dirigent Stefan Veselka und Regisseur Sebastian Ritschel erbringen den Beweis, dass Philip Glass ein die Kreativität herausfordernder Bühnenkomponist ist und noch längst nicht alle Bedeutungsdimensionen von dessen Oper „Der Untergang des Hauses Usher“ nach Edgar Allan Poe ausgereizt sind. Ein großer Erfolg mit inhaltlichen Fragezeichen, meint Roland H. Dippel.

Masetto droht mit dem Sparschäler – „Don Giovanni“ am Theater Münster

Erst stirbt der Komtur, am Ende Don Giovanni – und zurück bleiben ein paar verwundete Seelen. Ist Mozarts „Don Giovanni“ ein heiteres Stück? Regisseur Christian von Götz meint: ja. Und inszeniert in Münster ein lebhaftes und buntes Treiben.

Melange aus Realität und Fantasie – Peter Eötvös‘ „Angels in America“ am Theater Münster

Als das Theaterstück „Angels in America“ 1991 am Broadway uraufgeführt wurde, wurde sein Autor Tony Kushner damit über Nacht berühmt. Wenig später war das Stück auf vielen internationalen Bühnen zu erleben und erhielt mehrfach Auszeichnungen, darunter 1993 den Pulitzer-Preis. Dreizehn Jahre später beendete der Komponist Peter Eötvös die Arbeit an seiner Oper, die sich am Inhalt von Kushners „Angels in America“ orientiert und 2004 im Pariser Théâtre de Châtelet erstmals auf der Bühne zu sehen und zu hören war.

Der Zahn in der Suppe – Peter Eötvös‘ Oper „Der goldene Drache“ in Bremerhaven

06.06.16 (Ute Schalz-Laurenze) -
Im Bremerhavener Stadttheater dreht sich eine runde Bühne, um sie herum sitzen hautnah gegenüber den Darstellern die Zuschauer, an einer Seite das 18köpfige Orchester. In der Oper „Der goldene Drache“ von Peter Eötvös laufen mehrere Geschichten ab, verdichtet zu 21 skizzenhaften oft nur angedeuteten Miniaturen.

Hinter die Kulissen der Gefühle geschaut – Tschaikowskis Eugen Onegin in Bremerhaven

25.04.16 (Ute Schalz-Laurenze) -
Es fängt in „Eugen Onegin“ am Stadttheater Bremerhaven alles so harmlos an: In Peter Tschaikowskis „lyrischen Szenen“ von 1877 feiert die russische Gutsherrenlandgesellschaft in Gegenwart des Popen das Erntefest, natürlich in der Sicht des Regisseurs und Ausstattungsspezialisten Andrzej Woron mit hunderten von roten Äpfeln in einem verzaubernden Birkenwald.

„Kein Weg führt uns weiter ...“ – Die „Bluthochzeit“ von Szándor Szokolay am Stadttheater Bremerhaven

18.03.15 (Ute Schalz-Laurenze) -
Als 2013 an den Wuppertaler Bühnen Wolfgang Fortners 1957 entstandene Oper „Bluthochzeit“ mit überragendem Erfolg aufgeführt wurde, erinnerte man sich an einen großen Komponisten, der in das avantgardistische Denken der 60er und 70er Jahre nicht so recht mehr passen wollte. Obsolet geworden war die gute alte Literaturoper ebenso wie der Stil einer nachexpressionistischen Ausdrucksmusik. Dass sich das zurzeit wieder zu ändern scheint, beweist nicht nur die Wiederkehr vergessener Opern, es beweist auch, dass das Publikum die Musik vorurteilsfreier zu hören bereit ist.

Verletzungen zwischen Glücksanspruch und Macht – Verdis „Don Carlos“ am Stadttheater Bremerhaven

04.11.14 (Ute Schalz-Laurenze) -
Eine Welt der Spitzel, eine Welt des Eingeschlossenseins: Riesige Augen im Gartengestrüpp und Gitter zeigen das. Später kommt noch das übergroße Spinnennetz (der Inquisition) hinzu. Mehr braucht der Bühnenbildner und Regisseur Christian von Goetz auch nicht, um die Welt anzudeuten, in der fünf Menschen in schwer erträglicher Weise verletzt und getötet werden und noch immer an Ideale glauben – jeder für sich zerschellt an der Macht von Staat und Kirche.
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