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Alle Artikel kategorisiert unter »Georg Friedrich Haas«

Zarte Visionen, ernüchternde Bürokratie

04.02.15 (Reinhard Kager) -
In den letzten Jahren ist es beängstigend ruhig geworden um „Wien Modern“. Hatte das Festival unter der Leitung von Berno Odo Polzer, dem nunmehrigen Kurator der Berliner Maerz-Musik, mit zahlreichen thematisch innovativen Ideen geglänzt und die Bahnen des rein Retrospektiven längst verlassen, so bilden, seit Matthias Lošek 2010 die Geschicke des Festivals übernahm, überwiegend solche Rückschauen das Rückgrat von „Wien Modern“. Auch in diesem Jahr stand wieder das Schaffen eines Komponisten im Blickfeld, der immerhin zu Österreichs international bekanntesten zählt: der 1953 in Graz geborene und derzeit in New York lebende Georg Friedrich Haas.

Ein schwieriges Objekt – Eine neue Fassung der Oper „Bluthaus“ von Georg Friedrich Haas bei den Wiener Festwochen

22.05.14 (Frieder Reininghaus) -
Nein, es ist nicht die Geschichte des Ingenieurs Fritzl aus Amstetten, die da von Händl Klaus (*1969 Innsbruck) melodramatisiert und von Georg Friedrich Haas (*1953 Graz) mit weitgehender Bühnenmusik versehen wurde. Aber eine artverwandte. „Der Begriff Inzestdrama greift zu kurz“, unterstreicht der Komponist. Überhaupt trage er nicht zu einem „Theater der Grausamkeit“ bei, sondern „schreibe ein Theater der Liebe“.

Alpenländisch, kontemplativ, unvergleichlich – Münchens Musica viva mit einem Late Night-Konzert

30.03.14 (Wolf Loeckle) -
Während die Musikmustermesse Donaueschinger Musiktage als reines Uraufführungsfestival agiert, liefert Münchens Musica viva schon auch gemeinschaftlich in Auftrag gegebene erste Werkbegegnungen mit der Öffentlichkeit. Aber eben auch – der Chronistenaufgabe folgend – Aufführungen im Nachspielmodus. So jetzt wieder geschehen. Und damit den normalen Konzertregularien konform.

Dialog der Sinne: Mit Augen hören, mit Ohren sehen

04.02.14 (Gerhard Rohde) -
Die Festspielstadt Salzburg findet im Jahresrhythmus immer noch eine Zeit-Lücke, in die man ein neues Festival einbetten kann. So gibt es jetzt im festspielfreien Spätherbst die „Dialoge“ – eine Art Musikgespräche mit klingenden Beispielen zu bestimmten Themen. Beim ersten Mal hieß das Stichwort „Luft“, im letzten November „Licht“. Die Komponisten, die da dialogisierten, hießen Mozart, Charles Ives und Georg Friedrich Haas. Besonders Letzterer hatte zum Thema viel zu sagen.

Herr Haas und das pythagoreische Komma

08.12.13 (Verena Fischer-Zernin) -
Ein Festival für zeitgenössische Musik nennt sich „Greatest Hits“? Der freche Titel ignoriert die Tatsache, dass die allermeisten neuen Werke schon deshalb keine Chance haben, je die Charts zu entern, weil sie nach ihrer Uraufführung in die Schublade wandern. Mehr noch, er verkörpert ein Postulat: nämlich dass es möglich sei, ein breites Publikum für eine Art Musik zu gewinnen, die vielen als staubtrocken-säuerlich gilt.

Raus aus dem Elfenbeinturm

12.11.13 (Verena Fischer-Zernin) -
Auch im Jahre 2013 hat die zeitgenössische Musik noch einen Sonderstatus. So ist es aus der Sicht des überbrachten Konzertbetriebs eine Tugend, möglichst viele Uraufführungen zu bieten; kommt man den inneren Kreisen der Neuen Musik aber näher, kehrt sich die Perspektive um. Eingefleischte Vertreter kümmern sich mindestens genauso engagiert um die Repertoirepflege. Schließlich würden ohne diese einmal uraufgeführte Werke alsbald wieder der Vergessenheit anheimfallen.

Die Floskeln des berufsmäßigen Trostes

02.07.13 (Frieder Reininghaus) -
Ob er wollte oder nicht, musste oder sollte der Tod bekanntlich lange ein Wiener sein – als hätten die Wortführer in der österreichischen Hauptstadt so etwas wie ein Monopol auf eine bestimmte Sorte schwarzen Humors. Doch auch der in Innsbruck geborene Klaus Händl und der aus Graz stammende Georg Friedrich Haas erweisen sich als Meis­ter des makabren Fachs.

Ein extremes Stück zur extremen Situation: Uraufführung von „Thomas“, einer neuen Arbeit von Händl Klaus und Georg Friedrich Haas bei den Schwetzinger Festspielen

26.05.13 (Frieder Reininghaus) -
Ob er wollte oder nicht, musste oder sollte der Tod bekanntlich lange ein Wiener sein – als hätten die Wortführer in der österreichischen Hauptstadt so etwas wie ein Monopol auf eine bestimmte Sorte schwarzen Humors. Doch auch der in Innsbruck geborene Klaus Händl und der aus Graz stammende Georg Friedrich Haas erweisen sich als Meister des makabren Fachs. Vor zwei Jahren schrieb der Schriftsteller, Dramatiker und Filmregisseur Händl das Libretto zur Oper „Bluthaus“ – in Anlehnung an die wahre österreichische Geschichte der Natascha Kampusch, die als Kind entführt wurde und ihre besten Jugendjahre in unfreiwilligem Gewahrsam verbrachte. Die Schwetzinger Festspiele brachten die von zarter besaiteten Gemütern als grenzwertig empfundene Arbeit (in Kooperation mit der Oper Bonn) heraus – und jetzt (in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Karlsruhe) wieder ein Stück von Händl und Haas: „Thomas“.

So bleibt man in der Unübersichtlichkeit auf Augenhöhe: „Nocturno“ von Georg Friedrich Haas in Bonn uraufgeführt

26.03.13 (Georg Beck) -
Ein heiteres Ende schreiben ohne Sentimentalität – soviel hatte sich Georg Friedrich Haas vorgenommen wie er gut gelaunt im Vorfeld der „Bonn Chance“-Premiere seiner jüngsten Musiktheaterarbeit „Nocturno“ mitteilte. In dem Maß wie Musik, Text, Szene glücklich zusammenwirken sollten, realisierte sich am Ende auch das erhoffte Ende in Heiterkeit.

Keine Chance für Experimentierbühne „Bonn Chance“

26.03.13 (kiz-lieberwirth) -
Die Experimentierbühne für zeitgenössisches Musiktheater „Bonn Chance“ des Theaters Bonn wird es ab der Spielzeit 2013/2014 nicht mehr geben. Wie der Intendant Klaus Weise bekannt gab, wird die Stadt Bonn in der nächsten Spielzeit nur noch 28 Millionen statt wie zuvor 30 Millionen Euro zur Verfügung stellen, das Theater muss in den kommenden Jahren rund 3,5 Millionen Euro einsparen.
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