Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Georg Friedrich Haas«

Hologramm und Tinnitus: Die Donaueschinger Musiktage 2022 sind zu Ende gegangen

16.10.22 (Andreas Kolb) -
Mit einem Violinkonzert von Peter Ruzicka sind die Donaueschinger Musiktage 2022 zu Ende gegangen. Mit ihrem vom Komponisten als vox humana begriffenen Geigenspiel packte Carolin Widmann ihre Zuhörerschaft vom ersten bis zum letzten Ton, berührte sie. Der Preis des SWR-Symphonieorchesters 2022 ging aber an jemand anderen: Die polnische Sängerin und Komponistin Agata Zubel überzeugte Orchester und Publikum als Hologramm-Solistin in ihrem Orchesterstück „Outside the Realm of Time“.

Schöne Neue Musik bei den Salzburger Festspielen: 100 Jahre IGNM und das ORF-Orchester mit Haas und Ligeti

14.08.22 (Roland H. Dippel) -
Es gibt bei den Salzburger Festspielen Programme auch neben den standardisierten Elite-Laufstegen, bei denen man ins Träumen und Schwärmen geraten kann. Sogar gleichzeitig. Weil in solchen Programmen Toplader des Repertoires nicht mit Exklusivitätsbeteuerungen bestäubt und Interpretationsdetails nicht als Topseller-Revolution verkauft werden. Zwei solcher Glanzpunkte konnte man zum Jubiläum 100 Jahre IGNM im Mozarteum am 7. August und mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien in der Felsenreitschule am 9. August erleben.

Moderne „rattelt“ in München – Zwei musica-viva-Konzerte mit Sir Simon Rattle in zwei Sälen

08.03.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Erstmals als kommender Chefdirigent zu Gast beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks – und dann dirigiert Sir Simon eben nicht Beethovens Neunte oder Mahlers Symphonie der Tausend… vielmehr leitet er an einem Abend zwei Konzerte mit überwiegend musikalischer Moderne. Ein Signal, das den Musikfreund für über drei Stunden vor den Streaming-Schirm bannte.

Donaueschinger Musiktage 2010

Eigentlich kämen wir jetzt gerade mit vier neuen Blogvideos von den Donaueschinger Musiktagen 2020 zurück und würden uns an den Schnitt des zusammenfassenden Videos machen. Corona-bedingt sollte das in diesem Jahr nicht sein. Als kleines Trostpflaster haben wir in unserem Archiv gegraben und werfen die ersten Blicke zurück auf das noch vor kurzem ganz Neue: Wie sahen die Musiktage vor zehn Jahren aus und natürlich vor allem: Wie hörten sie sich an?

Ächzen und Flimmern

11.09.20 (Dirk Wieschollek) -
Musik von und zu Giacinto Scelsi, Timothy McCormack, Huihui Cheng, Michel Roth, Uli Fussenegger, Tristan Murail, Georg Friedrich Haas, Michael Pelzel, Nicola Sani, Fabien Lévy, Ragnhild Berstad.

Ohne Dogmatismus und Scheuklappen – KlangZeit 2018 in Münster

Es ist die Mischung aus Beharrlichkeit, Mut, Fantasie und Risikobereitschaft, die man den Protagonisten der „Gesellschaft für Neue Musik Münster“ (GNM Münster) bescheinigen muss. Eine Handvoll Leute initiierte vor 18 Jahren ein erstes großes Festival für zeitgenössische Musik in der Westfalenmetropole – die „KlangZeit 2000“. Das Projekt glückte und kam gut an. Zwei Jahre später folgte das nächste Festival – und so weiter… Trotzdem wird damals niemand damit gerechnet haben, dass dieser ambitionierte Konzertzyklus der GNM Münster Kontinuität entwickeln würde. Hat er aber! Und so gab es jetzt von Ende Mai bis Mitte Juni die jüngste Ausgabe, die zehnte „KlangZeit 2018“. Ein kleines Jubiläum also. Und auch das kam gut an.

Berliner Philharmoniker starten in letzte Rattle-Saison

24.08.17 (dpa) -
Mit Haydns „Schöpfung“ starten die Berliner Philharmoniker in die letzte Spielzeit unter ihrem langjährigen Chefdirigenten Sir Simon Rattle. Am Freitag (25. August) steht der 62-Jährige mit dem bekannten „Jahrhundertwerk“ am Pult, gleichzeitig läuft das Konzert live in der Digital Concert Hall.

Kieksen, Brummen, Keuchen, Schnalzen

07.03.17 (Isabel Herzfeld) -
Es ist Zeit, die Stimme zu erheben. Natürlich hat es sie immer gegeben, als Bestandteil alter wie neuer Musik, man denke nur an die unendlichen Spielarten des Musiktheaters. Doch die Stimme in den Fokus eines Festivals zu stellen heißt, nach Ursprüngen zu fragen, nach Sinnlichkeit und Körperlichkeit, Persönlichkeit und Konkretion. Gerade in der Nachkriegsavantgarde war das nicht unbedingt angesagt, die mit der Abstraktheit des Tons der Traditionsbelastung ihres Materials entgegenwirken wollte. Sie entwickelte zudem eine ins­trumentale Virtuosität, die über die Grenzen des jeweiligen Instruments hinausstrebte, sogar seine Zerstörung einbezog – der Stimme, so schien es, waren solche Extrempositionen nicht zugänglich. Mehr als jede andere Klangquelle schien sie der Tradition verhaftet, noch dazu an verstaubte Texte gekettet. Sie zu befreien war schon eine ganz besondere Tat, die zunächst der elektronischen Verfremdung gelang. Dieter Schnebel wurde dann in den Siebziger Jahren zum Pionier der experimentellen Stimmbehandlung.

Bitte nicht diese Stacheldrahtmusik! – Die Düsseldorfer Tonhalle kuratiert sich ein „Schönes Wochenend“-Festival

23.02.17 (Georg Beck) -
Düsseldorf, im Februar – „Einfach fühlen“ empfiehlt das Logo der städtischen Tonhalle. Was man bei „Music. Mix. Mashup“ gefühlt hat, war vor allem eine tiefe Verunsicherung. Wie tief diese inzwischen sitzt, signalisiert ein chronisch gewordener Marketingsprech, mit dem dieser landeshauptstädtische Jahres­beitrag zur Deutung, Sichtung, Förderung der Gegenwartsmusik um Aufmerksamkeit heischt. Hauptsache, keinen Trend verpassen! Hauptsache, flott rüberkommen! Was natürlich nicht ohne Kollateralschäden abgehen kann. Damit der „Schönes Wochenende“-Music-Mixer ans Laufen kam, hatten Kunst, Kunstübung die Rolle des Futtermittel-Lieferanten zu übernehmen. Undankbar.

Schöne, ehrliche Schuhschachtel: Das Ensemble Resonanz eröffnete den Kleinen Saal der Elbphilharmonie

13.01.17 (Juan Martin Koch) -
Einen Tag nach der Premiere im Großen Saal ist auch der Kleine Saal der Hamburger Elbphilharmonie eröffnet worden. Das Ensemble Resonanz, von nun an Residenzensemble des Hauses, nahm ihn mit Werken von Georg Friedrich Haas, Alban Berg und Béla Bartók in Besitz. Juan Martin Koch war für die nmz vor Ort.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: