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Alle Artikel kategorisiert unter »Giacomo Meyerbeer«

Frankfurts Oper zeigt Meyerbeers „Vasco da Gama“ als interstellares Kolonialismusdrama

01.03.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Das Schiff ist seit Monaten unterwegs; für die Mannschaft wird Kontakt zu ihren Frauen hergestellt: per Skype auf dem Riesenbildschirm der Kommandozentrale – denn das Raumschiff fliegt zu neuen Sternenwelten. Da spielt der von Tilman Michael einstudierte Chor amüsant menschliche Geschichtchen: einem Vater wird sein inzwischen geborenes Baby gezeigt; eine junge Mutter hält die für „Pappi“ gemalte Zeichnung ins Kameraauge; eine dritte lockt bei der Heimkehr mit neuer Reizwäsche…

Redundante Choreographie-Inszenierung – Meyerbeers „Le Prophete“ an der Deutschen Oper Berlin

28.11.17 (Peter P. Pachl) -
Bereits beim ersten Blick auf die offene Bühne mit diversen Plattenbauten-Prospekten wird klar, dass die Handlung von Meyerbeers Grand Opéra, um 1530 in den Niederlanden und im westfälischen Münster spielend, in der Berliner Neuinszenierung an die Gegenwart herangerückt und hier auch verortet wird.

Neuinszenierung von Meyerbeers „Les Huguenots“ an der Deutschen Oper Berlin

15.11.16 (Peter P. Pachl) -
Die Vorgänger-Inszenierung von Giacomo Meyerbeers „Hugenotten“ an der Deutschen Oper Berlin vor 39 Jahren dauerte nicht einmal halb so lang wie die neue, gleichwohl immer noch gegenüber Meyerbeers Partitur deutlich gekürzte Produktion – damals in deutscher Übersetzung, nunmehr in Originalsprache. Von einem hochkarätigen, internationalen Solisten-Ensemble ausgeführt, gab es ab dem ersten Akt häufig heftigen Zwischenapplaus für Sänger-Leistungen. Die langanhaltenden Ovationen streckten die ursprünglich auf knappe fünf Stunden konzipierte Aufführungsdauer um eine weitere halbe Stunde.

Ein verstörender Opernabend mit Meyerbeers „Les Huguenots“ in Kiel

27.09.16 (Arndt Voß) -
Es ist ein drastisches Bild, mit dem Lukas Hemleb die Zuschauer seiner Kieler Inszenierung von Giacomo Meyerbeers „Les Huguenots“ entließ (Premiere: 24. September 2016), eine wörtlich umgesetzte „Pariser Bluthochzeit“, wie das Massaker der Katholiken an den Hugenotten in der Bartholomäusnacht 1572 auch genannt wird. Die Verfolgten torkeln herein, teils entblößt, brechen zusammen, werden vergewaltigt oder nach kurzer Prüfung, ob ein Rest Leben vorhanden ist, endgültig abgestochen. Leichen, auf einer Schlachtbank aufgereiht, werden hereingezurrt. Schließlich ist die Szene über und über mit blutigen Körpern bedeckt.

Indische Hochzeit, Piraten und Terroristen

03.11.15 (Peter P. Pachl) -
Derniere von Giacomo Meyerbeers „Vasco da Gama“ an der Deutschen Oper Berlin. Peter P. Pachl war dabei.

Oper zum Angewöhnen oder die falschen Propheten im Banlieue

19.10.15 (Joachim Lange) -
Das Badischen Staatstheater Karlsruhe zeigt mit einem musikalisch und szenisch packenden Propheten, warum Giacomo Meyerbeer auf unsere Spielpläne gehört.

Semikonzertanter Auftakt zum neuen Meyerbeer-Zyklus der Deutschen Oper Berlin: „Dinorah oder Die Wallfahrt nach Ploërmel“ in der Philharmonie

02.10.14 (Peter P. Pachl) -
Bevor in den nächsten Spielzeiten an der Deutschen Oper Berlin Meyerbeers große Bühnenwerke „Vasco da Gama“, „Die Hugenotten“ und „Der Prophet“ inszeniert werden, erfolgte – zum Zeitpunkt der planungsgemäß fortdauernden Arbeiten an der Obermaschinerie des Hauses an der Bismarckstraße – in der Philharmonie eine emphatisch gefeierte Aufführung von Meyerbeers Opéra comique „Dinorah“ – und gar nicht so konzertant, wie angekündigt.

Blutige Bilder oder hier gilt’s der Kunst –Giacomo Meyerbeers „Hugenotten“ an der Oper Nürnberg

17.06.14 (Joachim Lange) -
Was über Giacomo Meyerbeers „Hugenotten" drüber steht, das ist auch wirklich drin. Les Huguenots sind wahrhaftig eine Grand opéra. Ganz großes Opernkino. Ein Musterexemplar jener speziellen französischen Spielart von Opernwahnsinn, die hierzulande eigentlich nur mit Wagner vergleichbar ist. Da braucht es schon Selbstvertrauen ins französische Idiom bei den Sängern und im Graben. Und Mut, sich szenisch einem Historienpanorama zu stellen, das schnell zum bluttriefenden Schinken werden kann.

Der missachtete Großtheatraliker

06.05.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Grandiose Musiktheaterszenen sind ihm zu verdanken – aber Wagner, der Einfluss der fatalen „Bayreuther Blätter“ und die braunen Kulturbarbaren haben ihn (Giacomo Meyerbeer) dennoch gezielt ins Abseits gestellt. Er selbst war ein Freund klarer Worte, und so schrieb er am 29. August 1839 hellsichtig an den Freund Heinrich Heine: „…nicht einmal das Bad der Taufe kann das Stückchen Vorhaut wieder wachsen machen, das man uns am 8. Tag unsres Lebens raubte: und wer nicht am 9. Tag an der Operation verblutet, dem blutet sie das ganze Leben lang nach, bis zum Tode noch.“ So unverblümt offen beschrieb der 48-jährige (Giacomo) Meyerbeer seine Lebenssituation.

DVD-Tipps 2013/11

14.11.13 (Juan Martin Koch) -
Meyerbeer: Robert le diable +++ Sergiu Celibidache – Firebrand and Philosopher. Ein Film von Norbert Busé
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