Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Giacomo Puccini«

Die Kunst der Verführung

01.05.12 (Juan Martin Koch) -
In vielen häuslichen Bibliotheken dürfte ein Opernführer das einzige musikalische Fachbuch sein. Vor dem Theaterbesuch kurz zurate gezogen, informiert er über mitunter verschlungene Handlungsabläufe, die sich trotz gängiger Übertitelungsanlagen bei einer ersten Begegnung nicht unmittelbar erschließen, oder ruft bereits Bekanntes noch einmal in Erinnerung. Fortgeschrittenen Opernfreunden ist das freilich zu wenig, ihnen steht der Sinn nach eingehenderer Vor- und auch Nachbereitung, zumal viele Programmhefte mit ihren assoziativen, im besten Fall den jeweiligen Regieansatz beleuchtenden Textcollagen diese Funktion nicht so recht ausfüllen.

Opulente Oper für eine Krebspatientin: Stefan Herheim inszeniert Puccinis „La Bohème“ in Oslo

22.01.12 (Jörn Florian Fuchs) -
Wirklich schön ist das Ganze nicht. Statt aufbrausendem Orchestergewitter gibt’s zunächst nur den monotonen Klang einer Herzlungenmaschine. An die ist eine junge Frau mit Glatze angeschlossen. Um ihr die verbleibende Zeit ein wenig zu vertreiben, spielen Freunde, Pfleger, und Ärzte für sie große Oper. Konkret: Puccinis La Bohème.

Der chinesisch-katalanische Staatszirkus gastiert in München: La fura dels Baus tauen Turandot auf

04.12.11 (Juan Martin Koch) -
Die ohnehin schon recht üppige Klangfarbenpalette von Puccinis Turandot-Partitur ist um eine Instrumentengruppe reicher geworden: In der Münchener Produktion durch die katalanische Theatertruppe „La fura dels Baus“ zücken auf ein Symbol in der Übertitelungsanlage hin 2.100 Zuschauer ihre 3D-Brillen. Das polyrhythmische Rascheln fällt freilich nicht weiter ins Gewicht, denn auf die Musik hat vorher wahrscheinlich auch keiner gehört.

Puccini als Büroalptraum – „Opera Incognita“ realisiert Puccinis „Edgar“ in Münchens Allerheiligenhofkirche

28.08.11 (Wolf-Dieter Peter) -
Mitten in der „Wüste“, der opernlosen Jahreszeit, blüht eine Orchidee: die Truppe „Opera Incognita“ gräbt alljährlich eine Rarität aus und führt sie an einem besonderen Ort auf. Diesmal ist es Puccinis „Zweitling“, sein 100 Minuten langes Musikdrama „Edgar“, dem nur in der vierten Fassung von 1905 ein kurzer Erfolg beschieden war.

Puccinis "Madama Butterfly" wird in Osnabrück als Tanzoper aufgeführt

24.09.10 (Agentur dapd) -
Osnabrück - Mit Giacomo Puccinis Oper "Madama Butterfly" inszeniert die niederländische Choreographin Nanine Linning in Osnabrück ihre erste Tanzoper. Premiere hat das Stück am Samstag (25. September) im Theater der Stadt. Im Zusammenspiel mit den Solisten, dem Chor und den Tänzern des Osnabrücker Ensembles habe Linning daran gearbeitet, auf verschiedenen Ebenen neue Ausdrucksformen für das Musiktheater zu entwickeln, sagte eine Sprecherin des Hauses.

Schöner leben und neppen: Puccini-Fastfood in Viareggio, Rossini-Perle in Pesaro

13.08.10 (Frieder Reininghaus) -
Es liegt noch nicht nur ein knappes halbes Jahrhundert zwischen Gioacchino Rossini und Giacomo Puccini, sondern auch der schroffe Bergkamm des Apennins. Die beiden Komponistin trennt die Art, wie sie das intensive Leben in Musik setzten und auf die Bühne brachten; auch die Weltläufigkeit, die der „Schwan von Pesaro“ dem Maestro aus Lucca voraus hatte, nicht nur die Hobbys – Puccini jagte Wasserhühner und hatte ungezügelten Appetit auf Frauen, Rossini avancierte zum passionierten Koch und vorzüglichen Esser – sondern auch die Art des Gedenkkults, der um die beiden getrieben wird.

Frau ohne Eigenschaften: Katharina Wagner inszeniert Puccinis „Madama Butterfly“ in Mainz

20.01.10 (Gerhard Rohde) -
Katharina Wagner gehört zu der wachsenden Zahl junger Opernregisseure, die durchaus akzeptable Ansätze für eine veränderte Sicht auf tradierte Werke durch Überladung mit irgendwelchen Einfällen bis zur Unkenntlichkeit verstellen. Immerhin wird erkennbar, dass die Regisseurin die „Geschichte von der kleinen Japanerin“ aus der gewohnten kleinteiligen Psychologie der Figuren herausführen möchte.

Tod im Busbahnhof: Zur Live-Übertragung von Puccinis „Bohème“ aus Bern

01.10.09 (Max Nyffeler) -
Genau ein Jahr nach dem aufsehenerregenden Pilotprojekt der Live-Übertragung von Verdis „Traviata“, die im Hauptbahnhof Zürich inmitten Scharen von Pendlern zur Aufführung gekommen war (siehe nmz 11-08 ), unternahm das Schweizer Fernsehen nun am 30. September seine nächste Opernproduktion an einem Realschauplatz: „La Bohème“ von Puccini, live gesendet aus einem Wohnquartier am Stadtrand von Bern. Ort der Handlung war Block 3, Gäbelbachstraße 31-47 in 3012 Bern, eine riesige Wohnmaschine im Corbusier-Stil aus den sechziger Jahren, samt näherer Umgebung.

Ein Plädoyer für das Weibliche – Zum 150. Geburtstag von Giacomo Puccini

04.01.09 (Christian Tepe) -
Aus alten Kritiken: „Puccini, der unseriöse Meister der Kolportage, greift nicht ans Herz, höchstens an die Tränendrüsen“ und seinen Melodien entströme gar ein „süßlicher Verwesungs- oder Leichengeruch“. Die Geschichte hat den Angeklagten längst freigesprochen. Puccinis Musik hat den Lebensnerv des modernen Menschen getroffen - ein liebevoller Geburtstagsgruß von Christian Tepe. Mehr zum Thema Oper, Tanz und Opernchor finden Sie übrigens in der Schwesterzeitschrift der neuen musikzeitung „Oper&Tanz“.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: