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Alle Artikel kategorisiert unter »Giacomo Puccini«

Netrebko singt bei Saisoneröffnung der Wiener Staatsoper

27.08.22 (dpa) -
Wien - Die umstrittene Sopranistin Anna Netrebko wird die Saisoneröffnung der Wiener Staatsoper wegen einer coronabedingten Spielplanänderung bestreiten. Die russisch-österreichische Starsängerin wird am 5. September als Mimì in Giacomo Puccinis «La bohème» auftreten, wie die Oper am Freitag ankündigte.

Was ist Sünde? Puccinis „Il Trittico“ bei den Salzburger Festspielen ein Publikumserfolg

12.08.22 (Joachim Lange) -
Wenn es mal nicht die Uraufführungsreihenfolge der drei Puccini-Einakter im Trittico von 1918 gibt, wie jetzt in Salzburg, dann ist man überrascht, dass es auch anders geht. Eingestellt ist man auf die Abfolge „Il tabarro“ (Der Mantel), „Suor Angelica“ (Schwester Angelica) und dann, nach so viel Tragischem als komödiantisches Schmankerl, „Gianni Schicchi“. Schon, weil man lieber beschwingt und lächelnd in die sommerliche Dunkelheit der Hofstallgasse und in seine Salzburger Festspielherberge zurückkehren würde. Und nicht mit dem tieftraurigen Ende der jungen Frau, der man das Kind wegnahm, sie ins Kloster verfrachtete und die sich dann umbringt und erst im Sterben ihrem längst toten Kind begegnet.

Naturweltbühne und Kammerspiel - Die Bregenzer Festspiel-„Butterfly“ beginnt auf der Seebühne und muss ins Festspielhaus wechseln

21.07.22 (Wolf-Dieter Peter) -
Die Natur spielt in Bregenz immer mit. Diesmal schien die Liaison zwischen dem smarten US-Leutnant Pinkerton und der Geisha, die er „Butterfly“ nennt, unter keinem guten Stern zu stehen: Vor Beginn zieht ein Gewitter über Bregenz hinweg. Nach Regen-Ende wird mutig begonnen; es folgen Heirat, Liebesnacht, unsichtbare drei Jahre Wartezeit auf dem gewellten Blatt Japan-Papier, das mit 1300 Quadratmetern über dem See zu schweben scheint, mit Blitzen in der Ferne; dann ein wenig Nieselregen und 7000 Besuchern, die sich in ihre Regencapes hüllen. Eben hat die verlassene Butterfly eindringlich beschworen, dass „Un bel di“ Pinkertons Schiff wiederkommen wird – Szenenbeifall – als das Arbeitslicht angeht: die Ansagerin kündigt den heranziehenden Gewittersturm an – 1200 Hauskarten-Besitzer dürfen ins direkt angebaute Festspielhaus übersiedeln.

Ein gruslig-kulinarisches Theaterfest – Giacomo Puccinis „Turandot“ an der Staatsoper Oper Berlin

19.06.22 (Dieter David Scholz) -
Das erst zwei Jahre nach Puccinis Tod, 1926 (von keinem Geringeren als Arturo Toscanini) in Mailand uraufgeführte Werk, frei nach dem Stück des venezianischen Dramatikers Gozzi, die letzte und unvollendete Oper Puccinis, zu der Franco Alfano den Schluss nachkomponierte, bleibt bis heute unglaubwürdig, rätselhaft und doch faszinierendes Fragment, ein Stück des Nicht mehr und Noch nicht zwischen Verismo und Faschismus, Operette und Filmmusik, Hollywood und Gabriele D’Annunzio.

«Staatsoper für alle» und Mehta locken Tausende zu freier «Turandot»

19.06.22 (dpa) -
Berlin - Oper im Freien, «Turandot» bei tropischen Temperaturen. Das Open-Air-Spektakel «Staatsoper für alle» hat zum Auftakt am Samstag Tausende Fans von Musiktheater und großen Namen auf den Bebelplatz neben der Berliner Staatsoper Unter den Linden gelockt.

Globalisiertes Liebes-Elend – Die Oper Frankfurt bietet eine entschlackte „Madame Butterfly“

24.05.22 (Wolf-Dieter Peter) -
Ist-Status: Unser koloniales „Erbe“ der letzten fünfhundert Jahre fällt uns derzeit auf die Füße; um Frauenrechte steht es trotz „Besser-Wissen“ aus den letzten dreihundert Jahren noch immer nicht so „recht“… und in der US-amerikanischen Weltpolitik klaffen Anspruch und Wirklichkeit entlarvend auseinander – alles eine ideale Ausgangslage für eine zeitgemäße Interpretation von Puccinis allzu oft behämter Japanoiserie.

An der Bruchkante: Puccinis „Turandot“ am Theater Regensburg

22.05.22 (Juan Martin Koch) -
Vieles ist schon versucht worden, um Giacomo Puccinis letzter, unvollendet gebliebener Oper einen überzeugenden Schluss zu verpassen. Nicola Raab hat für ihre Regensburger Inszenierung eine intelligente Lösung parat, findet Juan Martin Koch.

Die Diva und das Bild: Giacomo Puccinis „Tosca“ am Staatstheater Košice

21.05.22 (Roland H. Dippel) -
Die wegen der Pandemie von Februar auf den 10. Mai verschobene Premiere von Giacomo Puccinis „Tosca“ im Staatstheater Košice wurde durch die Realität hinter der nur 100 Kilometer entfernten Grenze zur Ukraine eingeholt. Der Bassbariton Mihály Podkopájev konnte nicht wie vorgesehen mitwirken, weil er zum Kriegsdienst für die Ukraine eingezogen wurde und deshalb nicht in die Slowakei reisen durfte. „Nach über zwei Monaten“ sagt Operndirektor Roland Khern Tóth, „ist es wichtig, trotz der Katastrophen eine Normalität aufzubauen, und dadurch die Menschen zu stärken.“. Die Atmosphäre in der Stadt mit dem zweitgrößten Theater und dem größten Denkmalschutz-Quartier der Slowakei wirkt ruhig. Nationalflaggen der Kriegsgegner sind in der Altstadt und an deren Rändern nicht zu sehen.

Drei bleibt Drei – Giacomo Puccinis „Il Trittico“ in Brüssel

16.03.22 (Joachim Lange) -
Giacomo Puccinis „Il Trittico“ ist schon deshalb ein Unikum, weil eine Formalie für den Titel sorgt und nicht der Inhalt. Weder im Ganzen, noch gedrittelt. Drei Geschichten von zwei Librettisten. Giuseppe Adami lieferte die Vorlage für „Il tabarro“ (Der Mantel) und Giovacchino Forzano die für „Suor Angelica“ (Schwester Angelica) und „Gianni Schicchi“. Etwas handfestes, dann etwas lyrisch Tragisches und zum Abschluss etwas Heiteres. Das dann obendrein mit dem popularitätsfördernden Wunschkonzerthit „O mio babbino caro“, mit dem eine Tochter ihren Papa einwickelt und das Puccinipublikum gleich mit.

Spektakulär: Giacomo Puccinis „Turandot“ an der Hamburgischen Staatsoper

14.03.22 (Dieter David Scholz) -
Das Werk ist ein Solitär. Es ist die letzte Oper, die Giacomo Puccini schrieb. Sie basiert auf einem persischen Märchen aus den „Erzählungen aus Tausend und einer Nacht“, das der venezianische Dramatiker Carlo Gozzi seinerseits schon bearbeitete. Es ist ein Fragment wie Arnold Schömbergs „Moses und Aaron“ oder Ferruccio Busonis „Doktor Faust“. Giacomo Puccini hinterließ das unvollendete Werk 1924, er war am 29. November gestorben, nachdem er Ende März die Instrumentation von Turandot bis einschliesslich der Trauermusikvon Liú fertiggestellt hatte.
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