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Alle Artikel kategorisiert unter »Götterdämmerung«

Wagner-Wunder in der Provinz – „Götterdämmerung“ in Minden

08.09.18 (Regine Müller) -
Ein winziges Provinz-Theaterchen ohne eigenes Ensemble und Orchester mit gerade einmal 535 Plätzen spielt Wagner? Das klingt eigentlich nach purem Größenwahn oder besser noch nach laienhafter Selbstüberschätzung. Doch in Minden hat dieser Wahnsinn seit 16 Jahren Methode und hat sich nun gerade mit der Premiere der „Götterdämmerung“ zu unglaublichem Erfolg verdichtet. Denn nun ist der „Ring“ tatsächlich rund, im kommenden Jahr wird die gewaltige Tetralogie, unter der selbst große Operntanker ächzen sogar zwei Mal zyklisch über die Bühne gehen. Ein Wunder. Zumal sich der Mindener „Ring“, ebenso wie alle die Produktionen der Vorjahre keineswegs hinter den großen Häusern verstecken muss. Im Gegenteil.

Kiels Spiel mit dem Feuer – Wagners „Götterdämmerung“

14.03.18 (Arndt Voß) -
Geschafft: In Kiel wurde als funkelnder Schlussstein die „Götterdämmerung“ in Wagners „Ring“ eingefügt. Daniel Karasek, der Generalintendant, hatte das große, vier Spielzeiten umfassende Projekt zur Chefsache gemacht und – dem jubelnden Schlussapplaus nach – erfolgreich zu Ende geführt.

Karlsruhes «Ring der Vielfalt» ist vollendet

16.10.17 (dpa, Martin Roeber) -
Karlsruhe - Mit der umjubelten Premiere von Richard Wagners Oper «Götterdämmerung» hat das Badische Staatstheater in Karlsruhe am Sonntagabend den Schlussstein für sein groß angelegtes Projekt «Ring der Vielfalt» gelegt. Normalerweise pflegt bei Aufführungen des vierteiligen Ring-Zyklus' ein Regisseur für eine geschlossene Konzeption zu sorgen. In Karlsruhe sind nun vier junge Regisseure aus Frankreich, Island, den USA und Deutschland am Werk.

Sängerin in Bayreuth verletzt - Regie-Assistent spielt Brünnhilde

29.08.17 (dpa) -
Bayreuth - Ein Regie-Assistent im glitzernden Goldkleid als Brünnhilde auf der Bayreuther Festspielbühne: Zum Abschluss der Richard-Wagner-Festspiele am Montagabend musste improvisiert werden. Catherine Foster, die Sängerin der Brünnhilde in der Oper «Götterdämmerung», verletzte sich am Ende des ersten Aufzugs am Fuß und konnte nicht mehr auf der Bühne spielen.

Erinnerungen an eine postsozialistische Vergangenheit: Umjubelte „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen

04.08.17 (Peter P. Pachl) -
Gut zehn Minuten langer, heftiger Beifall mit Füßetrampeln und rhythmischem Klatschen, brandete am Ende der „Götterdämmerung“ für ausgezeichnete sängerische Leistungen und für den Dirigenten Marek Janowski auf. Selbst als Frank Castorf mit seinem kompletten Regieteam vor den Vorhang trat, legte sich der Jubel nicht: geballte Buhs hielten sich mit Bravorufen im Applaus die Waage. Somit ist für die Bayreuther „Ring“-Produktion des Wagner-Jahres 2013 zu konstatieren, dass sie sich letztendlich durchgesetzt hat – wenn auch nicht mit einem so grundlegenden Wechsel der Meinungen wie beim Jahrhundert-„Ring“ in der Inszenierung von Patrice Chéreau.

Neue Besetzungen und noch mehr Krokodile: „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen

01.08.16 (Peter P. Pachl) -
Als nach dem Schlussakkord des Premieren-„Ring“ der Vorhang fiel, brandete auch im vierten Jahr von Frank Castorfs Inszenierung im Publikum ein heftiger Widerstreit von Buh- und Bravo-Rufen auf. Die ungewöhnliche Sicht des Regisseurs ersetzt Wagnersche Mythologeme durch eigene Bildeinfälle – mit Öl statt Gold, Ostberlin vor und nach der Wende statt Gibichs Hof am Rhein und dem westlichen Einfluss von Döner und Börse anstelle von Hagens Intrige. Das erhitzt weiterhin die Gemüter und bot in den Pausen, neben den höchst unterschiedlichen Vorgängen der Überwachung des Publikums durch Polizei und Sicherheitskräfte, immer wieder neuen Diskussionsstoff.

Untergang mit Panoramablick – Oper Leipzig schließt Wagners Ring mit der „Götterdämmerung“

03.05.16 (Joachim Lange) -
Es ist geschafft! Die Oper von Wagners Geburtsstadt Leipzig hat nach über 40 Jahren endlich ihren neuen Nibelungen-Ring. Der Vorgänger von Joachim Herz aus den 70er Jahren hat längst seinen Platz im Olymp der Wagner-Großtaten. Und zwar ganz in der Nähe des Bayreuther Jahrhundertrings von Patrice Chereau …

Selig twittert dein Weib: Wagners „Götterdämmerung“ am Staatstheater Nürnberg

12.10.15 (Juan Martin Koch) -
G wie Gibichungen – g wie google. Der Erkennungsbuchstabe der Suchmaschinenkrake prangt als Symbol eines Missverständnisses über dem ersten Aufzug dieser Nürnberger „Götterdämmerung“. Es besteht in dem Glauben, eine Inszenierung gewänne allein schon dadurch aktuelle Relevanz, dass Choristen Selfies machen, in den Pausen CNN läuft und ein paar Flüchtlinge mit Schlauchboot über die Bühne gehen. Regietheater für Dummies.

Nothung hat völlig ausgespielt – „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen

02.08.15 (Peter P. Pachl) -
Beim gut viertelstündigen Applaus nach dem Ende des Premieren-Zyklus wog Frank Castorf in der für ihn bewährten Bayreuther Weise durch Ausharren vor dem Vorhang minutenlang ab, wer im heftigen Schlagabtausch von Pro und Contra, Buhrufern und trampelnden Applaudieren die Oberhand behalten würde. Die Zustimmung siegte knapp – aber umso heftiger und unangefochten für die Solisten und insbesondere für den Dirigenten Kirill Petrenko.

Übergangsgesellschaft Ost-Berlin – New York – „Götterdämmerung “ bei den Bayreuther Festspielen

02.08.14 (Peter P. Pachl) -
Das Festspielhaus in Bayreuth galt lange Zeit als ein Weiheort und ist für Viele auch heute noch eine Kultstätte. Im zweiten Aufzug der „Götterdämmerung“ sind in Wagners Original drei Weihesteine für die Götter sichtbar. Frank Castorf ließ sich von seinem Bühnenbildner Aleksandar Denić für den letzten Teil der „Ring“-Handlung eine Kult- und Weihestätte in die Nische einer Häuserwand bauen, die hinter Gitterschiebtür als schriller Woodoo-Weiheort alten und neuen Sakralkitsch, bis hin zum laufenden kleinen TV, beherbergt.
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