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Alle Artikel kategorisiert unter »Heiner Müller«

Der dreifache Prometheus

29.08.21 (Christian Bachmann) -
Anfang August kam es beim Festival Junger Künstler Bayreuth zur ersten szenisch-konzertanten Aufführung von Fredrik Schwenks Musiktheaterstück „Prometheus Unbound“. Das Werk des Hamburger Komponisten folgt in vielerlei Hinsicht dem Vorbild von Carl Orffs Oper „Prometheus“, welche in Auszügen auch die erste Hälfte der Aufführung bildete.

Luca Francesconis „Quartett“ als Saison-Eröffnungspremiere an der Berliner Staatsoper

05.10.20 (Peter P. Pachl) -
Heiner Müller, der wohl wichtigste deutsche Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der auch als Regisseur für Schauspiel und Musiktheater („Tristan und Isolde“ in Bayreuth) Marksteine gesetzt hat, ist mit seinem wohl meistgespielten Stück „Quartett“ nach Berlin zurückgekehrt – und diesmal an die Staatsoper, als Erstaufführung der deutschen Fassung der gleichnamigen Oper von Luca Francesconi aus dem Jahre 2011.

Carl Heinrich Graun mit Heiner Müller verquirlt – Lübecks Rezept für den „Montezuma“

30.01.20 (Arndt Voß) -
Es ist nicht einfach, Altes lebendig zu machen. Das erwies sich einmal wieder am Theater Lübeck, das sich mit zweifelhaftem Mut einer spätbarocken Oper nähern wollte. Objekt war Carl Heinrich Grauns „Montezuma“, vor 265 Jahren in Berlins „Königlicher Oper“ uraufgeführt.

Der Drache ist tot, es lebe der Drache – „Lanzelot“ von Paul Dessau und Heiner Müller in Weimar überwältigt

24.11.19 (Joachim Lange) -
Es hat Vorteile, dass man die Bühnenmaße der neue Oper Erfurt so gewählt hat, dass sie mit denen des Deutschen Nationaltheaters in Weimar kompatibel sind. Gegen die Allergie der Bürgerschaften, was diverse Fusionsabsichten betrifft, hat das zwar nichts genützt. Aber sinnvoll und technisch problemlos bei Großprojekten kooperieren kann man dadurch allemal. Das war bei den „Meistersingern“, vor drei Jahren so. Und es ist so bei der jüngsten Neuproduktion von Paul Dessaus Oper „Lanzelot“ nach einem Libretto von Heiner Müller, die jetzt in Weimar Premiere hatte. (In Erfurt dann ab 16. Mai 2020).

In Klangewittern: In Lyon entfesselt Alexander Raskatov den Schrecken des zwanzigsten Jahrhunderts - auf den Spuren Heiner Müllers

22.05.18 (Joachim Lange) -
Alexander Raskatov (65) langt kräftig zu. In seiner gerade in Lyon uraufgeführten neuen Oper, deren Libretto der Komponist aus Heiner Müllers „Germania Tod in Berlin“ (1971) und „Germania 3 Gespenster am toten Mann“ aus dem Todesjahr des Autors 1995 destilliert hat, geht er mit vollem Orchestereinsatz ans Werk. Schrill und mit triumphierenden Salven aus dem Graben. Komponiertes Dauerfeuer.

Triumph der Extreme – Giuseppe Verdis „Aida“ an der Oper Halle

21.01.18 (Joachim Lange) -
Die Premieren-Spannung im Haus war zu spüren. Eine neue „Aida“ zieht. Und die Gerüchteküche im Vorfeld funktioniert in Halle. Verdis Oper für Kairo von 1871 – ein Werk zwischen Kammerspiel, großen Chören und Triumph-Spektakel – steht bei Opernfreunden ganz oben auf dem Wunschzettel. Musikalisch wurde (von ein paar premierenbedingten Wacklern abgesehen) auch geliefert: GMD Josep Caballé-Domenech und die Staatskapelle feierte man für die großen Gefühle ebenso, wie die von Rustam Samedov und Peter Schedding einstudierten Chöre für ihren Einsatz in den Ägypterkostümen, die bei Ausstatter Christoph Ernst irgendwie gängigen Papyrus-Comics entsprungen schienen.

Erinnerungen an die Zukunft – Opernpremieren in Lyon

22.03.17 (Joachim Lange) -
Mit dem Festival „Memoires“ poliert Serge Dorny an der Opéra de Lyon Prunkstücke der Operngeschichte wie Heiner Müllers Bayreuther „Tristan und Isolde“ und die Dresdner „Elektra“ von Ruth Berghaus wieder auf.

„Den heil’gen Speer, ich bring’ ihn euch zurück!“ – Germania-Mitwander-Musiktheater in der Berliner Akademie der Künste

20.02.15 (Peter P. Pachl) -
Unser Kritiker Peter P. Pachl hat einen ambitionierten Mitwander-Musik-Theater-Parcours von über zwei Stunden absolviert und erlebte einen „provokanten, schrägen Abend“ mit viel Wagner und mit viel deutscher Geschichte. Und einer Zusammenarbeit von Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Universität der Künste Berlin: „Germania. Eine Geisteraustreibung“.

Noch ein Prometheus: Heiner Müllers Aischylos-Version mit Zwischenmusiken von Heiner Goebbels bei der Ruhrtriennale

20.09.12 (Peter P. Pachl) -
Leider nicht vor der Produktion von Carl Orffs „Prometheus“, sondern erst nach dessen zweiter Aufführung, erfolgte im Programm der Ruhrtriennale auch eine Szenische Lesung des „Prometheus“ in der Textfassung von Heiner Müller. Da Orffs wohl radikalster Musiktheaterbeitrag, zu dem ihn im Jahre 1960 der Regisseur Wieland Wagner angeregt hatte, auf altgriechisch gesungen und auch in der jüngsten, erst fünften Inszenierung dieser Oper, nicht übertitelt wurde, schien eine zusätzliche Information für die Besucher unerlässlich. Heiner Müllers deutsche Übertragung war im Programmheft abgedruckt. Da Müller aber selbst sagt, sein Text sei „nicht Wort für Wort lesbar, außer man liest ihn laut“, war eine öffentliche Lesung naheliegend.

Musik wattiert die Heftigkeit der Körper – Wiener Festwochen: Luca Francesconis „Quartett“ nach dem Stück von Heiner Müller

30.05.12 (Frieder Reininghaus) -
Die Wiener Festwochen präsentierten Luca Francesconis Musiktheater „Quartett“ in Co-Produktion mit der Scala. Das Zwei-Personen Stück wurde in Mailand bereits im vergangenen April gezeigt. Stéphane Lissner, Direktor des Opernunternehmens in der oberitalienischen Metropole und neben Luc Bondy bei den Festwochen an der mittleren Donau für Musik zuständig, sorgte für „Vernetzung“. Francesconi, 1956 in Mailand geboren, definiert sich – und das verweist auf seine ziemlich große Bandbreite – als Schüler von Azio Corghi, Karlheinz Stockhausen und Luciano Berio.
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