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Alle Artikel kategorisiert unter »Johann Strauß«

Operettenworkshop mit Korngold: „Das Lied der Liebe“ frei nach Johann Strauß

08.01.18 (Roland H. Dippel) -
Diesmal ist es sogar für Entrüstungsstrategen eine politisch korrekte Entdeckung, auch wenn das Buffopaar bei Korngold schon 1931 im harten Marschschritt dem erotischen Vollschuss entgegenvibriert. Erich Wolfgang Korngold, der während des Nationalsozialismus von Wien in die Vereinigten Staaten emigrierte, brachte 1931 am Berliner Metropoltheater seine Operette „Das Lied der Liebe“ heraus, eine sentimentale Erneuerung frei bis ganz frei nach Johann Strauß Sohn. Erstmals gab es beim Abschlusskonzert des Operettenworkshops in der Musikalischen Komödie Leipzig die konzertante Aufführung eines ganzen Werks anstelle eines Konzerts mit Wettbewerbscharakter. Drei hochbegabte Anfänger erhielten durch das Dirigentenforum des Deutschen Musikrats davor die Gelegenheit zu einer Probenwoche auf Expertenniveau.

Erfolgreiche Rache der Fledermaus

15.12.16 (Klaus Taubert) -
„Die Fledermaus“ nach Rüdersdorf zu holen, war ein Geniestreich. Kein Theater der Welt kann sich rühmen, die meistgespielte Strauß-Operette in so enger Nachbarschaft zu den echten Mitgliedern dieser Gattung von Säugetieren, die in den alten Kalknischen des Tagebaus hausen, aufgeführt zu haben. Nach mehr als 140 Jahren seit ihrer Uraufführung 1874 im Theater an der Wien bringt es die „Fledermaus“ auf die Naturbühne im Park des kurfürstlichen Bergschreiberamtes von Rüdersdorf. Wohin auch sonst, mögen viele der 400 Gäste gedacht haben.

A wundabara Schmäh – Münchens Gärtnerplatztheater begeistert mit fast reinem „Wiener Blut“

27.11.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Das menschliche Blut ist ja ein raffiniert zusammengesetzter Stoff. Mitunter werden einzelne Komponenten oder Züge betont: „heißblütig“, „blaues Blut“, „südländisch“, „kaltblütig“ bis hin zu „blutleer“. Dass das auch musikalisch funktioniert, bewies Adolf Müller, als er aus bekannten Johann Strauß-Melodien ein Arrangement schuf, dem Bühnen-Blut-Profis wie Victor Léon und Leo Stein ein pulsierendes Handlungsgerüst einzogen.

Alles nur Theater? – Lorenzo Fioroni und Thilo Reinhardt mit einer doppelbödigen „Fledermaus“ am Badischen Staatstheater Karlsruhe

22.12.13 (Joachim Lange) -
Diese neue „Fledermaus“ in Karlsruhe hat es in sich. Es ist nicht nur das Auf-Nummer-Sicher-Stück, das sich jeder Intendant hin und wieder leistet, um das Silvestergefühl von Zuschauern heraus zu kitzeln, die sich mal was gönnen wollen. Dass da ein possierlich flatterndes Exemplar des titelgebenden Tierchens mit leuchtend roten Augen ein paar Mal über die Bühne flattert, ist gleichwohl eher ein Ablenkungsmanöver.

Bankencrash und DDR- Reliquien: Strauß' „Fledermaus“ an der Berliner Staatsoper

22.11.09 (Peter P. Pachl) -
Elektronische Spruchbänder melden sinkende Aktienkurse, und als Höhepunkt des Festes bei Orlofsky werden in einem mit „Hypo“ beschrifteten Müllcontainer Geldscheine in rauer Menge verbrannt. Johann Strauß’ unverwüstliche Wiener Operette hat Regisseur Christian Pade an der Staatsoper Unter den Linden ins heutige Berlin verlegt, mit Wohnküche im ersten Akt, einer Disco im zweiten und einer sehr artifiziellen Justizvollzugsanstalt, mit horizontaler Umkehrung des Wohnküche-Inventars, inmitten schräger, verchromter Röhren, mehr Tabledance-Stangen als Gefängnisgitter, und auch als solche bespielt im Schlussakt.

Operette sich wer kann! Robert Lehmeier ruiniert in Mainz die „Fledermaus“

29.01.09 (Andreas Hauff) -
Die „Fledermaus“ gilt eigentlich als unverwüstlich. Charme und Witz von Johann Strauß’ beliebtester Operette, meint man, sind nicht kaputtzukriegen. Doch Robert Lehmeier, bekannt geworden durch die Berliner Inszenierungen „Angela - eine Nationaloper“ und die schwule Version von Mozarts „Cosi fan tutte“, gelingt es am Staatstheater Mainz tatsächlich, das Stück gegen die Wand zu fahren.
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