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Alle Artikel kategorisiert unter »Johannes Kalitzke«

Von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens – Uraufführung von Johannes Kalitzkes Oper „Kapitän Nemos Bibliothek“

01.05.22 (Joachim Lange) -
Sicher bringt die Reibung zwischen einem zeitgenössischen Komponisten und seinen Interpreten auf der Bühne und im Graben die Möglichkeit von neuen Einsichten mit sich. Auf der anderen Seite ist es aber ein großer Vorzug, wenn ein Komponist seine Musik auch mal selbst interpretiert. Man weiß dann zumindest, wie er sich das ganze gedacht haben mag. Wenn der dirigierende Komponist dann bei seinem Kerngeschäft auch noch die vorgesehenen Interpreten vor Augen bzw. vor Ohren hatte und obendrein eine Vorstellung in welchem ästhetischen Rahmen die Uraufführung über die Bühne gehen soll – umso besser.

Kapitän Nemos Bibliothek

Am 29. April eröffnen die Schwetzinger SWR Festspiele die Jubiläumsausgabe mit der Uraufführung von Johannes Kalitzkes neuer Oper »Kapitän Nemos Bibliothek« nach dem gleichnamigen Roman von Per Olov Enquist. Sehen und hören Sie erste Eindrücke aus der Generalprobe. Neben Festivalleiterin Heike Hoffmann kommen Komponist Johannes Kalitzke, Regisseur Christoph Werner und die Bühnenbildnerin Angela Baumgart zu Wort.

Anspruchsvolles Klanggewand: Max Neufelds Stummfilm „Hoffmanns Erzählungen“

06.09.21 (Stefan Drees) -
Einmal mehr richtete das Musikfest Berlin am vergangenen Sonntag den Fokus auf die Wiederaufführung eines restaurierten Stummfilms mit neu konzipierter Musik. Im Großen Saal des Konzerthauses am Berliner Gendarmenmarkt erstrahlte Max Neufelds „Hoffmanns Erzählungen“ (Österreich 1923) in neuem Glanz, von Johannes Kalitzke mit einer anspruchsvollen sinfonischen Partitur versehen. Es spielte das Konzerthausorchester unter Leitung des Komponisten.

Freudensonne nach Trübsalstürmen – das Musikfest ION im 70. Jahr

14.07.21 (Juan Martin Koch) -
Zur Freude aller konnte die 70. Ausgabe des Musikfests ION Nürnberg dann doch noch vor Publikum stattfinden, ist aber gleichzeitig weiterhin mit Mitschnitten im Netz präsent. Eine Nachlese aus Vor-Ort-Eindrücken und Konservenbetrachtungen.

Geräuschvolles Seelengemälde – Uraufführung von Chaya Czernowins „Heart Chamber“ an der Deutschen Oper Berlin

17.11.19 (Peter P. Pachl) -
Erfreulich, dass die Deutsche Oper Berlin alljährlich einen Kompositionsauftrag für eine neue Oper vergibt. Die Wahl fiel diesmal auf die besonders erfolgreiche, 1957 in Haifa geborene Komponistin Chaya Czernowin. Deren erste Oper war – ein seltener Fall bei Neuschöpfungen – wiederholt inszeniert worden, unter anderem auch von Claus Guth, der damit für die Uraufführung an der Deutschen Oper Berlin prädestiniert schien. Die extrem aufwändige Produktion wurde sehr positiv aufgenommen. Peter P. Pachl rezensiert.

Hybride Generation

30.06.17 (Anna Schürmer) -
Was hat die Veröffentlichung von Pink Floyds „Wish You Were Here“ mit den Toden von Boris Blacher und Pier Paolo Pasolini zu tun? Und was der Filmstart von Stephen Spielbergs „Der weiße Hai“ mit der Geburt des kanadischen Dirigenten Yannick Nézet-Séguin? Nicht viel, außer das sich all diese Ereignisse 1975 abspielten. Dem Jahr also, in dem auch Oscar Bianchi und Hans Thomalla geboren sind – jene zwei Komponisten, die am 2. Juni mit Uraufführungen im Münchner Herkulessaal zu Gast waren.

Disparates in Einklang gebracht – Tobias PM Schneid und Johannes Kalitzke in München

18.02.17 (Reinhard Palmer) -
Die Bayerische Akademie der Schönen Künste stellt neue Mitglieder sowie das österreichische ensemble für neue musik vor. „Ein Konzert ist eine Singularität“, hob Nikolaus Brass gleich zu Beginn die Einmaligkeit des Live-Erlebnisses hervor. In seiner Moderation lag ihm viel daran, wieder an die grundsätzlichen Dinge zu erinnern. Nicht dass es hier bei der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in der Münchner Residenz jemand nicht längst gewusst hätte.

Ohne Mantel, ohne Degen und doch der ganze Cervantes – Hans Zender-Oper Don Quijote de la Mancha in Frankfurt

09.12.16 (Georg Beck) -
Es gibt sie noch, die Aufführungen, die mit Lust ans Werk gehen, die ihre Kraft in dasselbe legen, weil sie spüren: es braucht es, hat es verdient und meinen Einsatz bekomme ich sowieso zurück. So geschehen jetzt in Frankfurt als „Heimspiel“ von Ensemble Modern. Ab und an kooperiert man mit der Oper im Bockenheimer Depot, ab und an ist man solo unterwegs wie jetzt in der experi­mentallabormäßigen Kunst-Kooperative LAB: „Don Quijote de la Mancha“ als Opern-Eigenproduktion wahlweise als Exklusiv-Präsent zum 80. Geburtstag ihres Komponisten Hans Zender.

Der Welt abhanden gekommen

19.02.16 (Frieder Reininghaus) -
Die Uraufführung von Johannes Kalitzkes Oper „Pym“ in Heidelberg hat Frieder Reininghaus miterlebt und er erklärt, wie technische Pannen durchaus zu Regietricks werden können. Die Compagnie habe sich übrigens einen weiteren Preis verdient, so unser Autor.

Der Solitär und seine Gegenwelten

02.02.16 (Gerhard R. Koch) -
„cresc ...“ ist der Titel eines Festivals Neuer Musik, das 2011 in Frankfurt lanciert worden ist, und der durchaus Heterogenes assoziieren lässt. Denn schon der Begriff des crescendo signalisiert Mehrdeutiges: nicht nur das Anwachsen der Dynamik, sondern auch generell die Steigerung über das Gewohnte hinaus – ganz gewiss nicht im Sinne des „Deutschland!“-Rufers in der Wüstenei der nationalvergessenen Moderne, Botho Strauß, und seines „anschwellenden Bockgesangs“. Crescendieren kann aber auch in und über die Extreme, also auch Grenzen, führen, sie sprengen. Doch der Anfang des italienischen Terminus läßt sich in angelsächsischer Phonetik auch als „crash“ interpretieren, als Zusammenprall, Einstürzen, abrupte Konfrontation von Gegensätzen. Zudem spricht man von „Crash“-Kursen, etwa zum komprimierten Erlernen von Sprachen.
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