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Alle Artikel kategorisiert unter »Klavierbau«

Ein verpasstes Jubiläum und einige ergriffene Chancen

28.04.21 (Andreas Kolb) -
88 Veranstaltungen kündigt die „Piano Time“ an, der Jahreskalender für Kulturveranstaltungen 2021/2022 im Steingraeber Haus Bayreuth. Unter dem Namen piJAZZo soll es ein Frühlings-Jazzfestival geben – vom Bayreuther Jazzforum als Open Air im Steingraeber Hoftheater in der Himmelfahrtswoche geplant. Vom Kulturreferat der Stadt Bayreuth soll im Rahmen des großen Franz Liszt Klavierwettbewerbs Weimar-Bayreuth im November ein Lisztfestival aus der Taufe gehoben werden. Viel Kulturoptimismus also in Bayreuth, und das, obwohl der dritte Lockdown sich schon drohend am Horizont abzeichnet. nmz-Chefredakteur Andreas Kolb unterhielt sich mit Steingraeber Geschäftsführer Udo Schmidt-Steingraeber über das Bayreuther Musikleben, aber auch über die Initiativen, die eine exklusive Klaviermanufaktur wie Steingraeber & Söhne in Pandemiezeiten ergreifen muss, um gut übers Jahr zu kommen.

Tasten nach anderen Welten

29.06.19 (Rainer Nonnenmann) -
Größer, höher, tiefer, schneller, lauter … Die bau-und spieltechnischen Entwicklungen des Pianofortes seit Ende des 18. Jahrhunderts sind vom selben Optimierungs- und Effizienzdenken geprägt wie das bürgerliche Wirt­schaftssystem. Beethoven, Liszt, De­bussy, Busoni, Ives, Rachmaninow, Bartók und andere griffen die von Klaviermanufakturen erweiterten Spiel- und Klangmöglichkeiten dankbar auf, um die ins­trumentalen und pianistischen Ausdrucksbereiche ihrerseits durch neue Klavierwerke über das bis dato Übliche zu strapazieren. Während der letzten hundert Jahre scheint sich der Konzertflügel indes kaum mehr verändert zu haben. Die schwarze Hochglanzpolitur wurde zum äußeren Sinnbild für die innere Standardisierung von Materialien und Bauart. Neben globalen Marktführern gibt es immer weniger Fabrikate und Unterschiede hinsichtlich Aussehen, Mechanik, Spielkultur, Registern, Klangfarben. Gleichwohl finden technische Entwicklungen weiterhin statt, mit Glasfaser oder Kohlenstoff sowie mit Elektronik, digitalen Schnittstellen, Transducern, Video, Internet und Social Media.

Die Entdeckung der Individualität

28.06.19 (Hannah Schmidt) -
Es ist gar nicht lange her, da steckte die Klavierindustrie in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte. Der Absatz war zwar schon seit zig Jahren rückläufig gewesen – vor dem Ersten Weltkrieg bauten deutsche Firmen noch 200.000 Klaviere im Jahr, 1994 waren es nur noch 40.000 –, doch die Finanzkrise von 2008 traf die Hersteller existenziell. Nicht nur kleinere Fabriken wie die Leipziger Pianoforte verschwanden vom Markt, auch Deutschlands größter Klavierhersteller Schimmel meldete Planinsolvenz an und entließ Mitarbeiter. Selbst der Umsatz des profitabelsten Klavier- und Flügelbauers der Welt, Steinway, brach zwischen 2007 und 2012 um 13 Prozent ein. Im Jahr 2009 wurden in Deutschland nur noch etwa 11.000 Instrumente gebaut.

Pianomanufaktur Förster in Löbau feiert 160. Geburtstag

05.04.19 (dpa) -
Löbau - Eine Taste setzt 100 Bauteile in Bewegung: Mit einem Tag der offenen Tür feiert die Klavier- und Flügelmanufaktur «August Förster» in Löbau am 6. April ihr 160-jähriges Bestehen. Wie der Unternehmenssprecher Gabriel Wandt sagte, würden jährlich 120 Klavier und bis zu 60 Flügel die Manufaktur mitten in der Löbauer Altstadt verlassen.

Buch-Tipps 2014/10

06.10.14 (Michael Wackerbauer) -
Nikola Materne: Popvocals. Der Weg zur eigenen Stimme. Finde deinen Stil und deinen Ausdruck +++ Peter Donhauser/Alexander Langer: Streicher. Drei Generationen Klavierbau in Wien +++ Simon Laks: Musik in Auschwitz. Die Geige, die ich halte, ist mein Schutzschild geworden, aus dem Polnischen von M. u. K. Machel, überarbeitete und erweiterte Neuausgabe

In vielen Instrumenten schlägt ein Herz aus Deutschland

27.02.14 (Mathias Nofze) -
Franz Liszt zeigte auf ihm seine Zauberkunststücke, Frédéric Chopin ließ sich eines nach Mallorca ins schaurig-schöne Kartäuser-Kloster von Valldemossa senden. Die Rede ist von Klavieren der französischen Marke Pleyel, ein Name, der in der Musikwelt des 19. Jahrhunderts für Instrumente von höchster Präzision und unvergleichlichem Klang stand. Doch nun ist das traditionsreiche, 1807 gegründete Unternehmen am Ende. Mit Ablauf des Jahres 2013 stellte der Betrieb in Saint-Denis im Norden von Paris die Produktion ein. Zum Schluss verließen nur noch rund 20 luxuriös veredelte Flügel pro Jahr die Werkstatt.

Das Klavier – zu gut für den Verkaufserfolg

06.01.14 (Carsten Hoefer) -
Qualität kann ein Problem sein: Deutschlands Klavierbauer fertigen Instrumente von Weltruf, doch der Absatz geht seit Jahrzehnten zurück. Ein wesentlicher Grund: Klaviere sind zu lange haltbar. Es sind keine guten Zeiten für Klavierbauer: Im Sommer wurde der US-Hersteller Steinway nach dramatischem Geschäftsrückgang von einem Finanzinvestor übernommen, in Frankreich stellte jüngst der berühmte Fabrikant Pleyel die Produktion ein, zu dessen Kunden einst Frédéric Chopin zählte.

Französischer Klavierbauer Pleyel vor dem Aus

14.11.13 (dpa) -
Paris - Der traditionsreiche französische Klavierbauer Pleyel steht vor dem Aus. Der Standort in Saint-Denis bei Paris werde geschlossen, teilte das 1807 vom französischen Komponisten Ignaz Pleyel gegründete Unternehmen am Mittwoch mit. An der Produktionsstätte waren zuletzt noch 14 Menschen beschäftigt.

Klavierbauer Steinway geht an Hedgefonds-Größe Paulson

14.08.13 (dpa) -
Waltham (dpa) - Der legendäre Konzertflügel-Hersteller Steinway kommt in die Hände eines Hedgefonds-Managers. John Paulson zahlt nach einem kurzen Übernahme-Scharmützel insgesamt 512 Millionen Dollar (386 Mio Euro) für das US-Unternehmen mit deutschen Wurzeln. An der Qualität der Musikinstrumente werde sich nichts ändern, versicherte Paulson am Mittwoch. «Es sind die besten in der Welt.»

Sachsens Glanz - Bechstein baut vergoldeten Flügel zum 160. Firmenjubiläum

Berlin/Seifhennersdorf - Zu seinem 160. Firmenjubiläum hat der Klavierhersteller C. Bechstein einen vergoldeten Flügel präsentiert. Wie der Geschäftsführer Karl Schulze am Mittwoch am Sitz der AG in Berlin sagte, entstand das Instrument in knapp dreijähriger Arbeit im sächsischen Seifhennersdorf und soll in Peking versteigert werden. Interessenten gebe es bereits, hieß es. Das Eröffnungsgebot liegt nach Firmenangaben bei 1,8 Millionen Euro.
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