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Alle Artikel kategorisiert unter »Komponist«

Herausragender Komponist und wunderbarer Mensch

03.02.21 (Franzpeter Messmer) -
Am Sonntag vor Heiligabend telefonierten wir noch. Herbert freute sich auf das neue Jahr, in dem er seinen 95. und Marianne, seine geliebte Frau, den 90. Geburtstag feiern würden. Er schien glücklich, freute sich, dass seine Werke häufig aufgeführt werden, auch wenn, völlig zu Recht, wie er sagte, jetzt die Jüngeren in den Vordergrund treten müssten. Sein „Ach Kinder, ist das schön!“ im Berlinerischen Akzent, mit dem er sich über unser Gespräch freute, klingt mir noch immer nach. Ich werde diese Worte so nie wieder hören. Herbert Baumann starb am 21. Januar 2020 in München.

Zum Tod von Krzysztof Penderecki

02.02.21 (Walter Thomas Heyn) -
Dreimal begegnete ich Krzysztof Penderecki. Er war der Gott von uns jungen Ost-Komponisten, denn er hatte 1959 drei Werke beim Wettbewerb junger polnischer Komponisten eingereicht, die alle drei angenommen und prämiert wurden. Schon diese Tatsache allein verschaffte ihm ungeheueres Prestige bei uns. Noch ehrfürchtiger wurden wir beim Anblick der Partituren: große leere Stellen bei den Instrumenten, die nicht spielten, riesige, seitenlange grafische Balken-Notationen mit dickem Filzstift über ganze Systeme, neu gehörte, nie gesehene Spielanweisungen, die nun alle sofort nachmachten, oder besser formuliert, nachmalten. Nur bei den Filzstiften haperte es: Es gab sie einfach nicht.

Durch die Zeiten, durch die Welten

29.01.21 (Oliver Fraenzke) -
Kaum ein anderer ernstzunehmender Komponist der heutigen Zeit kann auf solch ein gewaltiges Œeuvre blicken wie der in München wirkende Enjott Schneider. So misst alleine das kleingedruckte Werkverzeichnis in dem ihm gewidmeten Band der Reihe „Komponisten in Bayern“ knapp 30 Seiten, und die Autor*innen der Aufsätze über sein Werk standen vor der Herausforderung, wie sie denn einen breiten und gleichzeitig profunden Überblick über solch einen Berg an Musik gewährleis­ten können.

Arbeit

08.12.20 (Gordon Kampe) -
Da stand es, schwarz auf weiß, und es war klar, dass es mich irgendwann treffen würde: „Arbeit“! Mein schönes, neues Stück wurde lapidar „Arbeit“ genannt! Dabei hatte ich mir so viel Mühe gegeben, dass es nicht nach Arbeit klingen möge. Bitter.

„Das Wichtigste ist für mich das Suchen“

Der Amerikaner Mark Barden gehört derzeit zu den aufstrebenden Komponisten der jungen Generation. Mit dem Komponistenpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung bedacht, setzt er sich mit aktuellen Themen der Zeit auseinander. Derzeit entwickelt er mit anderen Mitwirkenden für die Jubiläumssaison des Konzerthauses Berlin eine interaktive Virtual-Reality-Komposition in Zusammenarbeit mit dem Bildenden Künstler Julian Bonequi. Ab dem Wintersemester 2020/21 hat Mark Barden einen Ruf als Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Detmold angenommen.

Corona-Talk mit Matthias Pintscher

Der 21. Juni ist traditionsgemäß der „Tag der Musik“, initiiert durch den Deutschen Musikrat. In den vergangenen Jahren haben Amateur- wie Profimusikerinnen und -musiker in ganz Deutschland rund um diesen Tag die Vielfalt der Musik gefeiert. In diesem Jahr ist fast alles anders. Wir fragen Musikerinnen und Musiker nach dem Stellenwert der Musik in Zeiten von Corona – und wie sich die Musikwelt verändern wird. Heute in Folge 3: Matthias Pintscher, Komponist und Dirigent

Corona-Talk mit Moritz Eggert

Der 21. Juni ist traditionsgemäß der „Tag der Musik“, initiiert durch den Deutschen Musikrat. In den vergangenen Jahren haben Amateur- wie Profimusikerinnen und -musiker in ganz Deutschland rund um diesen Tag die Vielfalt der Musik gefeiert. In diesem Jahr ist fast alles anders. Wir fragen Musikerinnen und Musiker nach dem Stellenwert der Musik in Zeiten von Corona – und wie sich die Musikwelt verändern wird. In Folge 9: der Komponist Moritz Eggert.

So könnte sie klingen, unsere Musik der Zeit

21.04.20 (Georg Beck) -
Vom Werk wollte er nicht lassen – nur anders als offen konnte er es sich nicht vorstellen. Am Autor hat er festgehalten – nur weit wollte er ihn verstanden wissen. Kunst und Musik waren ihm Lebenselexier – nur dass es ihm unvorstellbar war, sie romantisierend zu überhöhen, sie einzuschließen in bürgerliche Innigkeit. Was auch nicht gepasst hätte zum unehelichen Sohn eines Unterhaltungsmusikers, als der Bruno Maderna am 21. April 1920 in Sant’Anna di Chioggia bei Venedig zur Welt kommt.

Róbert Wittinger zum 75. Geburtstag – Von Stefan Pohlit

10.04.20 (Stefan Pohlit) -
„Jetzt soll es auch schön klingen.“ So betitelte Albert-Peter Bitz am 24. Oktober 1968 in der Saarbrücker Zeitung sein Resumé der Donaueschinger Musiktage. „Keines dieser Werke brachte entscheidend Neues, auffallend war nur, in welchem Maß sich die Komponisten bemühen, gut, ja angenehm klingende Musik zu schreiben.“ Serialismus und Aleatorik befanden sich in der Auflösung, experimentelle und live-elektronische Musik dagegen noch vor der Blüte. Angesichts der Ratlosigkeit, die solch ein Vakuum mit sich zieht, war in der Frankfurter Neuen Presse von „Enttäuschung“, in der Süddeutschen von „Sorge“, in der Stuttgarter Zeitung gar von „tabula rasa“, und in der Zeit von „Frustrationen“ zu lesen.

Facettenreiches Lebenswerk: Glaube und Musik

25.08.19 (Elke Tober-Vogt) -
Einer nach dem anderen erhob sich, bis schließlich langanhaltender stehender Applaus einem ganz besonderen Menschen Ehre erwies: Gustav Gunsenheimer galt ein Konzert des Tonkünstlerverbands Schweinfurt/Main-Rhön anlässlich des 85. Geburtstags des Schweinfurter Komponisten. Viele waren gekommen, Musiker- und Lehrerkollegen, Schüler, Weggefährten, Vertreter aus dem öffentlichen Leben.
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