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Alle Artikel kategorisiert unter »Markus Brück«

Alles ist Spaß auf Erden! Calixto Bieito inszeniert Verdis Falstaff in Hamburg

22.01.20 (Ute Schalz-Laurenze) -
Immer wieder: was für ein Werk! Giuseppe Verdis „lyrische Komödie“ „Falstaff“ ist das Ende und der Gipfel seines einzigartigen Musiktheaterschaffens. Er war 80 Jahre alt, als die Oper 1893 an der Mailänder Scala mit triumphalem Erfolg uraufgeführt wurde, 24 ernste Opern lagen hinter ihm und die letzte – Otello – vor sechzehn Jahren. Jetzt hatte die Oper Premiere an der Staatsoper Hamburg und für mich ist das Buhgewitter, in dem Regisseur Calixto Bieito am Ende stand, unverständlich.

„I am American!“ – Giuseppe Verdis „La forza del destino“ an der Deutschen Oper Berlin

19.09.19 (Peter P. Pachl) -
Die in die Neuinszenierung der Oper „Die Macht des Schicksals“ an der Deutschen Oper Berlin eingestreuten Textblöcke evozierten bereits in der Premiere lautstarke Publikumsreaktionen und sorgten für Unterbrechungen. Zwar waren in der dritten Aufführung keine Trillerpfeifen mehr zu hören, aber erneut tobte, insbesondere im 4. Akt, ein Meinungs-Kampf in den Reihen des Publikums. Bert Brecht hätte daran seine Freude gehabt, wie nun wohl auch der Regisseur Frank Castorf. Peter P. Pachl mit Details.

Rolando Villazón inszeniert an der Deutschen Oper Berlin „Die Fledermaus“

30.04.18 (Joachim Lange) -
Die „Fledermaus“ von Johann Strauß ist die Operette, die von den Opernhäusern und der Spitzengarde der Regisseure allemal wie eine Oper behandelt, also ernst genommen wird. Sie ist aber dennoch immer zugleich der silvestertaugliche Kassenfüller für jeden Spielplan. Die Komödie mit den Uralt-Witzen, die unter Artenschutz stehen, das Porträt der bürgerlichen Doppelmoral. Obendrein die Chance, den Frosch im dritten Akt so vom Leder ziehen zu lassen, dass Kultur- und Stadtpolitik das Lachen im Halse stecken bleibt.

Liebe in Zeiten des Organhandels – „Carmen“ an der Deutschen Oper Berlin

25.01.18 (Peter P. Pachl) -
Sieben Jahre ist es her, seit Sebastian Baumgarten in Berlin an der Komischen Oper „Carmen“ mit ungewöhnlichen, teils aktualisierenden, teils symbolischen Bildern gefüllt hatte, und vergangenen Sommer flatterte den TV-Haushalten eine Digest-Version von Bizets 1875 uraufgeführter Oper von der Bregenzer Seebühne ins Haus.

Schwulenhetze als Musikdrama

07.03.17 (Peter P. Pachl) -
Ob die enge Männerfreundschaft zwischen dem historischen Edward und Gaveston zu Anfang des 14. Jahrhunderts tatsächlich sexueller Natur war, ist umstritten. Aber insbesondere der Kultfilm von Derek Jarman machte den mittelalterlichen englischen König Edward II. zu einer Ikone der Schwulenbewegung. Wie Jarmans Film, so basiert auch das Libretto von Thomas Jonigk auf Christopher Marlowes Drama, obendrein auf historischen Quellen des 14. und des späten 16. Jahrhunderts.

Uraufführung von Andrea Lorenzo Scartazzinis „Edward II.“ an der Deutschen Oper Berlin

20.02.17 (Peter P. Pachl) -
Mehr als zehnminütiger, einhelliger Applaus für eine gerade in ihrer Reduktion musikalisch überaus eindringliche, in der Inszenierung erfreulich unplakative Produktion einer neuen Oper, der an der Deutschen Oper Berlin seit vier Jahren vorbereiteten Uraufführung von Andrea Lorenzo Scartazzinis „Edward II.“.

Verdis „Macbeth“ in Zürich: Ein Sitzplatz in der Hölle

12.04.16 (Joachim Lange) -
Barrie Kosky und Teodor Currentzis triumphieren in Zürich mit Giuseppe Verdis „Macbeth“. Joachim Lange beobachtet eine herausragende Inszenierung, einen Abstieg in die Finsternis menschlicher Abgründe, eine Perspektivenrochade; kurz: Wahnsinn mit Methode.

Spar-Aida: Bitte nicht zur Nachahmung empfehlen!

23.11.15 (Peter P. Pachl) -
Die Deutsche Oper Berlin mit „Aida“ auf dem Sparkurs. Unser Kritiker vor Ort, Peter P. Pachl, war nicht amüsiert.

Indische Hochzeit, Piraten und Terroristen

03.11.15 (Peter P. Pachl) -
Derniere von Giacomo Meyerbeers „Vasco da Gama“ an der Deutschen Oper Berlin. Peter P. Pachl war dabei.

Spieluhr des Lebens – Charles Gounods „Faust“ an der Deutschen Oper Berlin

21.06.15 (Peter P. Pachl) -
Charles Gounods Oper „Faust“ lief in Deutschland lange unter dem Titel „Margarethe“, da dem deutschen Publikum das Libretto von Jules Paul Barbier und Michel Florentin Carré im Vergleich mit Goethes „Faust“ als vergleichsunwürdig erschien. In der Neuinszenierung an der Deutschen Oper Berlin rückte Regisseur Philipp Stölzl durch Umstellungen und Striche aber doch die Gretchen-Handlung in der 1859 uraufgeführten Oper in den Vordergrund – im Originaltitel und in französischer Sprache.
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