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Alle Artikel kategorisiert unter »Musik«

Monteverdi und der Klimawandel

20.09.19 (Bernhard König) -
„Ich bin die Musik, die mit süßen Klängen jedes erregte Herz zu besänftigen weiß und – bald zu edlem Zorn, bald zur Liebe – die eisigsten Gemüter entflammen kann“. Es ist La Musica selbst, die mit diesen Worten eine Oper eröffnet, die in meinen Ohren zum Schönsten zählt, was die Menschheit hervorgebracht hat. Wir können den „Orfeo“ von Claudio Monteverdi hören, wann immer wir wollen – ein kleines Wunder. 400 Jahren hat diese Musik überdauert; fast die Hälfte davon schlummerte sie völlig unbeachtet, ungespielt und ungehört in Bibliotheken und Archiven. Heute ist sie in dutzenden Interpretationen abrufbar: so frisch und lebendig, als wäre sie eben erst entstanden, und zugleich so fremd und fern wie die Vergangenheit, aus der sie stammt. Wird man diese 400 Jahre alte Musik auch in 40 Jahren noch hören, genießen und verstehen? Wir alle – Musikerinnen und Musiker, Vermittlerinnen und Veranstalter – tun viel dafür, dass dies so sei. Viel Geld, Anstrengung und Kreativität haben wir in das Ziel investiert, den Nachwuchs an die großen Schätze der Musikgeschichte heranzuführen.

nmz news update_190603: Die Musik und das Leben | Drei Premieren in Berlin, „Julius Caesar“ in Halle | Musik im Radio | News

03.06.19 (mh) -
Es war mal wieder ein Premierenwochenende. Unsere Kritiker waren in Berlin (Massenet, Prokofiew, Abraham), in Halle (Händel) und in Radebeul (Janacek). Währenddessen rotiert es im politischen Gebälk, dass man gar nicht mehr weiß, wo man hinhören soll. Vielleicht einmal hier hinhören und hinsehen:

Facettenreich, vielfältig, bunt

29.11.18 (Barbara Schultze) -
Musik, Bewegung, Stimme und Sprache verbinden, lautet das Motto der Tagung „Spektrum Rhythmik“, die vom 1. bis 3. März 2019 an der Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid das breite Feld der Rhythmik beleuchtet. Neben fachlichem Austausch soll sie Einblicke in die künstlerische, wissenschaftliche und pädagogische Praxis ermöglichen. Barbara Schultze, Leiterin des Fachbereichs Rhythmik an der Akademie der Kulturellen Bildung, über Impulse, Potentiale und Herausforderungen der Rhythmik.

Sich öffnen, damit die Musik Raum gewinnen kann

Am 5. Oktober 2015 hielt Karl Heinrich Ehrenforth den Festvortrag anlässlich der Studienjahreseröffnung der Hochschule für Musik Lübeck. Für die nmz hat der emeritierte Direktor der Abteilung Musikpädagogik/Schulmusik an der Hochschule für Musik Detmold und langjährige Präsident – heute Ehrenvorsitzende – des Verbandes Deutscher Schulmusiker/Bundesverband Musikunterricht eine gekürzte und überarbeitete Textfassung angefertigt.

Kulturaustausch und Propaganda

30.09.15 (Andreas Kolb) -
„Ach! wir kennen uns wenig“, zitiert auf Seite 1 unsere Autorin Irmgard Merkt den Dichter Friedrich Hölderlin und verdeutlicht damit das transkulturelle Dilemma der derzeitigen Migrationsbewegungen. Dabei scheint nichts besser geeignet für den Kulturaustausch als eine Sprache, die jeder versteht: die Musik.

Ach, wir kennen uns wenig

30.09.15 (Irmgard Merkt) -
„Ach! wir kennen uns wenig“. Wohl wahr, Herr Hölderlin. Ach, wir lernen wer wir sind. Wohl wahr, Frau Merkel. Wir, die Bürger eines der reichsten Länder der Erde, wir, die guten, hässlichen, klugen, dumpfbackigen, sozialen, asozialen, weltoffenen, rassistischen, rationalen und emotionalen, herzlosen, empathischen, gedankenreichen und kulturlosen Gesellen, wir, die Deutschen. Beim Thema Flüchtlinge finden wir uns in diesen Tagen wieder in Strudeln von Informationen und Emotionen, von gutem und schlechtem Gewissen, von Unsicherheit, Ablehnung, Hass, Misstrauen, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft. Wie den kühlen Kopf zurückgewinnen?

Unsicherheit

27.09.15 (Martin Hufner) -
Der französische Philosoph Michel Serres hat einmal gesagt, dass mit jeder Veränderung der Lebenswelt, eine Entlastung stattfinde, die Raum für Neues schaffe: „Als die Hände uns nicht mehr zu tragen brauchten, begannen sie zu greifen; als unser Mund nicht mehr zupacken musste, begann er zu lachen und zu sprechen.“ Der Buchdruck habe das Gedächtnis entlastet. Bei der gegenwärtigen Medienrevolution durch Computer und weltweite Netzwerke, darf man sich fragen, welche Entlastung das wohl mit sich bringe und welche neue Freiheit und Möglichkeit sich eröffne.

In 63 Sekunden ist alles verheizt

04.06.14 (Michael Ernst) -
Wie klingt Erde? Sie kann beben, knarzen, scharren und dröhnen. Oder still sein. Sie kann sanft und schrundig sein, wogende Gräser hervorbringen und knorrige Bäume. Wasser fließt durch sie durch und über sie hinweg, Winde wehen und stürmen, Wetter prallt und prasselt auf sie ein. Plötzlich bekommt ein Wort wie Klang-Landschaft einen ganz neuen Sinn.

Beethoven und die Sklaverei

28.03.13 (Gerhard R. Koch) -
Filme von einigem Anspruch haben nicht selten etwas vom multimedialen Palimpsest: Als „Gesamtkunstwerk“ verschränken sie nicht nur die Genres ineinander, sondern überkreuzen dabei auch, bisweilen sogar gegenläufig, die Anspielungsebenen, werden zu „Filmen über Filme“. Ob das die Regisseure jeweils so kalkuliert haben oder ob sich das im Kopf der Rezipienten so ergibt, ist im Sinne der synthetischen Gattung Kino kaum eindeutig zu klären.

Ungesicherte Töne - Neue Musik in der Schule

„Das ist doch keine Musik – dachte ich am Anfang“, sagte Melanie, 14. Dann heben E-Gitarre, Kontrabass, Querflöte und Kuhglocke zum Crescendo an. Cluster. Chaos. Dann leise Töne, die sich finden und wieder zerstreuen. „Ungesicherte Töne“ ist die Dokumentation eines engagierten Schulprojekts – von ersten Berührungsängsten bis zur Aufführung der eigenen Komposition. Eine Geschichte über die Schule der Zukunft.

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