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Alle Artikel kategorisiert unter »Nadine Weissmann«

Bayreuther Besetzungen 2022 in Budapest: „Der Ring des Nibelungen“ perfekt

18.06.22 (Roland H. Dippel) -
Seit 2007 gibt es im Müpa Budapest Wagner-Tage mit exzeptionellen internationalen Besetzungen und regionalen Aufsteigern in halbszenischen Aufführungen. Zur „Ring-„Besetzung vom 9. bis 12. Juni gehörten jene beiden Sänger, die nach der Absage von John Lundgren die Partie des Wotan/Wanderer in der neuen „Ring“-Inszenierung von Valentin Schwarz bei den Bayreuther Festspielen 2022 übernehmen werden: Tomasz Konieczny und Egils Siliņš. – Einer der ältesten Richard-Wagner-Verbände feiert dort im Herbst sein 150-jähriges Jubiläum. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie man sich in Budapest dem Werk des deutschen Musikdramatikers verbunden fühlt.

Ja, wo spielen sie denn? Die Chemnitzer „Aida“ als Kostümfest an der Seine

25.04.22 (Michael Ernst) -
Für Freunde der italienischen Oper wird es in Sachsen ein wenig eng: Anfang März kam Giuseppe Verdis „Aida“ an der Semperoper in Dresden heraus, nun gibt es auch im Opernhaus Chemnitz eine Neuproduktion. Verdi geht immer, jedenfalls jetzt, wo große Oper endlich wieder möglich ist. Was aber dabei herauskommt, wenn die „Aida“ noch vor ihrer historischen Uraufführung spielt?

Zwischen Bibel-Paraphrase und -Parodie: „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ an der Komischen Oper Berlin

03.10.21 (Peter P. Pachl) -
Der vom Autorenteam Bert Brecht und Kurt Weill 1928 mit der „Dreigroschenoper“ eingeschlagene Weg, mit den Mitteln des Showbusiness politische Botschaften zu transportieren, fand 1930 in Leipzig seine Fortsetzung mit „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“. Die dreiaktige Oper wurde seither vielfältig inszeniert und häufig auch stark gekürzt. Mit einer neuen, kargen Sicht wartet Barrie Kosky nun an der Komischen Oper Berlin auf.

Höllisch gut – Barrie Kosky inszeniert Offenbachs „Orphée aux enfers“ in Salzburg

18.08.19 (Joachim Lange) -
Barrie Kosky kann Operette: Joachim Lange ließ sich bei den Salzburger Festspielen in Offenbachs Unterwelt mitreißen. Enorm starke Sängerinnen und Sänger, mitklamaukende Wiener Philharmoniker im Graben und ein alle Rahmen des Humors sprengender Max Hopp. Große Party.

Tod ohne Verklärung: Verdis „Maskenball“ in Weimar

08.06.18 (Roland H. Dippel) -
Immer wieder gelingt es dem Deutschen Nationaltheater, überraschende Funken aus dem italienischen Repertoire zu schlagen. Mit Verdis „Un ballo in maschera“ stellt Eva-Maria Höckmayr nach „Madama Butterfly“ ihre zweite Arbeit für Weimar vor. Das Fundament liegt diesmal allerdings in der intelligenten wie emotional dichten musikalischen Leitung von Stefan Lano und dem eindrucksvollen Riccardo von Jaesig Lee.

Allemond ein Puppenhaus – Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ an der Komischen Oper Berlin

16.10.17 (Peter P. Pachl) -
Soeben erst bildeten als erste Premiere der Deutschen Oper Berlin drei Dramen von Maurice Maeterlinck die textliche Grundlage für Aribert Reimanns neue Oper. Dem folgte die Komische Oper mit der berühmtesten Maeterlinck-Vertonung, Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“. Deren Uraufführung erfolgte 1902 in der Pariser Opéra-Comique. Barrie Kosky verkleinert sie zur puppenspielhaften Kammerversion – unter Jordan de Souza, dem neuen Kapellmeister der Komischen Oper, ein musikalisch hochwertiger Premierenabend.

Sieben Krokodile suchen Futter: „Siegfried“ bei den Bayreuther Festspielen als umjubeltes Sängerfest

02.08.17 (Peter P. Pachl) -
Wagners C-Dur-Jubel am Ende des „Siegfried“ schwappte über ins Publikum, das auch den dritten Teil der „Ring“-Tetralogie bei den Bayreuther Festspielen mit lang dauerndem, frenetischem Beifall alle Solisten und Dirigent Marek Janowski uneingeschränkt bejubelte. Regisseur Frank Castorf hat auch diese Inszenierung merklich modifiziert und in der Personenregie intensiviert. In Publikumsgesprächen wird allerdings klar, dass seine ungewöhnliche Lesart von Wagners „Ring des Nibelungen“ weiterhin auf nur wenig Zuspruch stößt.

Neue Besetzungen und noch mehr Krokodile: „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen

01.08.16 (Peter P. Pachl) -
Als nach dem Schlussakkord des Premieren-„Ring“ der Vorhang fiel, brandete auch im vierten Jahr von Frank Castorfs Inszenierung im Publikum ein heftiger Widerstreit von Buh- und Bravo-Rufen auf. Die ungewöhnliche Sicht des Regisseurs ersetzt Wagnersche Mythologeme durch eigene Bildeinfälle – mit Öl statt Gold, Ostberlin vor und nach der Wende statt Gibichs Hof am Rhein und dem westlichen Einfluss von Döner und Börse anstelle von Hagens Intrige. Das erhitzt weiterhin die Gemüter und bot in den Pausen, neben den höchst unterschiedlichen Vorgängen der Überwachung des Publikums durch Polizei und Sicherheitskräfte, immer wieder neuen Diskussionsstoff.

In teilweise neuen Besetzungen und mit neuem Dirigenten: „Das Rheingold“ in Bayreuth

27.07.16 (Peter P. Pachl) -
Die im Wagner-Jubiläumsjahr 2013 besonders diskrepant aufgenommene Inszenierung des „Ring des Nibelungen“ durch Frank Castorf wartet in ihrem vierten Jahr mit einer Reihe von Veränderungen auf – leider kaum zum Vorteil für den „Rheingold“-Auftakt.

Krokodil-Nachwuchs auf dem Alexanderplatz – „Siegfried“ bei den Bayreuther Festspielen

31.07.15 (Peter P. Pachl) -
Im Sonderpostamt auf dem Bayreuther Festspielhügel werden zwei Sonderstempel angeboten, einer zu „Tristan und Isolde“ und einer zur Kinderoper „Parsifal“. Besonderer Beliebtheit erfreut sich dort die Sonderbriefmarke von Pina Bausch, zitiert doch Frank Castorfs Inszenierung des „Siegfried“ mit den Krokodilen Pina Bauschs „Keuschheitslegende“.
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