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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper Halle«

Knallbunte Schicksale – Axel Ranischs „Nackt über Berlin“ im Opernhaus Halle

18.09.18 (Roland H. Dippel) -
Ein halbes Jahr nach dem Erscheinen gelangt der Debütroman „Nackt über Berlin“ von Axel Ranisch schon auf die Bühne und erweist sich dabei als im höheren Sinne außergewöhnliches Musiktheater neben der Spur. Denn durch klassische Musik artikuliert sich der übergewichtige Schüler Jannik und eröffnet damit nicht nur dem Vietnamesen Tai, in den er verliebt ist, das Tor zu einer idealen Welt. Mitten in Berlin. Ein spannender Theaterabend auf Sebastian Hannaks Raumbühne BABYLON im Opernhaus Halle

Ariane Matiakh wird Generalmusikdirektorin in Halle

17.09.18 (dpa) -
Halle - Die französische Dirigentin Ariane Matiakh wird ab der Spielzeit 2019/20 neue Generalmusikdirektorin der Staatskapelle und der Oper Halle. Das gab die Theater, Oper und Orchester GmbH am Montag bekannt. Mit Matiakh engagiere das Fünfspartenhaus eine Dirigentin, die nicht nur das Konzert-, Opern- und Ballettrepertoire von der Klassik bis in die Gegenwart beherrsche, teilte die Gesellschaft mit. Sie werde auch die lange Tradition der Barockmusikpflege in der Händel-Stadt fortführen.

Discodunkel und Lebenslicht: Das Ballett Rossa Halle auf der Raumbühne Babylon

17.09.18 (Roland H. Dippel) -
Das Leitungstriumvirat der Oper Halle hat sich Schweres vorgenommen: Es knüpft an den mit dem Theaterpreis „Der Faust“ gewürdigten Erfolg der Raumbühne HETEROTOPIA in der Spielzeit 2016/17 an. Was kann auf das verwirklichte Theater-Ideal mit beglückten Zuschauern und hochgradig anspruchsvoll bis spielerischen Projekten in der gelebten Utopie HETEROPTOPIA, in einem Buch bei Theater der Zeit dokumentiert, folgen?

Einmal Zukunft und zurück – Verdis „Messa da Requiem“ an der Oper Halle

16.09.18 (Joachim Lange) -
Es ist durchaus legitim, den Eröffnungsabend der neuen Spielzeit in der Oper Halle für Affentheater zu halten. Wobei dieses Etikett nicht nur dann zutrifft, wenn man es kritisch meint und ohnehin ein Problem mit dem assoziativ Grenzen aufbrechenden Theater des regieführenden Intendanten Florian Lutz hat. Oder, wenn man die Affenmasken für den gewaltig aufgestockten Chor und Teile des Publikums nicht nur für unbequem, sondern auch für albern oder unangemessen hält. Zumal Verdis „Messa da Requiem“ der Form und dem Namen nach eine Totenmesse ist.

Oper Halle beginnt neue Spielzeit mit Festival

05.09.18 (dpa) -
Von Musik bis Ballett: Die Oper Halle startet mit einem dreiwöchigen Festival in die neue Spielzeit. Vom 14. September an gibt es in der „Babylon“ genannten neuen Raumbühne Konzerte, Liederabende und vier Neuproduktionen von Oper über Schauspiel bis Ballett, wie das Haus am Dienstag mitteilte.

Viel Staat um (fast) Nichts – „Mein Staat als Freund und Geliebte“ von Johannes Kreidler an der Oper Halle uraufgeführt

28.04.18 (Joachim Lange) -
„General Dr. von Staat“ – so nannte Thomas Mann jenes Phänomen, um das der jüngste Uraufführungs-Abend in der Oper Halle kreist. Der nennt sich – deutlich verführerischer als beim bürgerlichen Großdichter – „Mein Staat als Freund und Geliebte“. Sein Erfinder, Johannes Kreidler, bezeichnet ihn selbstbewusst als „Oper für Chor, Video, einen Schauspieler, einen dramatischen Tenor, Ballett, Orchester und Elektronik.“ Was zumindest nach dem „für“ nicht zu bestreiten ist. Bei „Oper“ wäre der Zusatz ReadyMade angebrachter. Denn das Ganze ist eine Collage aus längst existierender Musik, aus Filmklassikern, mehr oder weniger verbindenden oder abschweifenden Texten und einer Dosis Performance nach Art von Stefan Paul.

Triumph der Extreme – Giuseppe Verdis „Aida“ an der Oper Halle

21.01.18 (Joachim Lange) -
Die Premieren-Spannung im Haus war zu spüren. Eine neue „Aida“ zieht. Und die Gerüchteküche im Vorfeld funktioniert in Halle. Verdis Oper für Kairo von 1871 – ein Werk zwischen Kammerspiel, großen Chören und Triumph-Spektakel – steht bei Opernfreunden ganz oben auf dem Wunschzettel. Musikalisch wurde (von ein paar premierenbedingten Wacklern abgesehen) auch geliefert: GMD Josep Caballé-Domenech und die Staatskapelle feierte man für die großen Gefühle ebenso, wie die von Rustam Samedov und Peter Schedding einstudierten Chöre für ihren Einsatz in den Ägypterkostümen, die bei Ausstatter Christoph Ernst irgendwie gängigen Papyrus-Comics entsprungen schienen.

Im Sandkasten der Macht – Impuls-Festival für zeitgenössische Musik in Sachsen-Anhalt startet mit der Uraufführung von „Spiel im Sand“ in der Oper in Halle

14.10.17 (Joachim Lange) -
Die Oper in Halle ist mit ihrer Raumbühne HETEROTOPIA eine Nominierung für den Theaterpreis FAUST gelungen. Sie erlaubte eine interaktive Perspektive auf den Fliegenden Holländer, lieferte aber vor allem für die von der Oper Halle in Auftrag gegebene Uraufführung von Sarah Nemtsovs Oper SACRIFICE und für Elfriede Jelineks WUT einen kongenialen szenischen Rahmen. Um die Fernwirkungen, die die Verwerfungen im Nahen Osten in einer globalisierten Welt haben, geht es auch bei der Uraufführung von SPIEL IM SAND. Ganz direkt im ersten Teil, zu dem die junge Chinesin Leyan Zhang eine Percussion-Komposition zu den vorwiegend gesprochenen Passagen beisteuert.

Die Glatze des Don Pizarro – Die Oper Halle eröffnet die Spielzeit mit einem neuen „Fidelio“

17.09.17 (Joachim Lange) -
Seit Florian Lutz und seine Truppe 2016/17 die Oper in Halle übernommen haben, ist sie wieder ein Ort der Auseinandersetzung. Hier wird nichts mehr einfach so durchgewinkt. Alles, was gemacht wird, erzeugt Reibung. Mit den Erwartungen des Publikums. Im gesellschaftlichen Diskurs. Dazu kommt seit einiger Zeit auch (kommunal-)politischer Gegenwind. Halle wollte zwar mit dem Slogan „Halle, die vernetzte Stadt“ Kulturhauptstadt Europas werden, bekam aber dann nicht mal ein schon geplantes und von der Bundeskulturstiftung und dem Land unterstütztes Festival im geschichtsträchtigen Interhotel (bzw. kurzzeitigen Flüchtlingsheim) „Maritim“ gleich neben dem Bahnhof auf die Reihe.

Leben und Glauben am Rande des Abgrunds – Händelfestspiele in der Oper Halle mit „Jephta“

28.05.17 (Joachim Lange) -
„Jephta“ ist in Händels Lebenswerk so etwas ähnliches wie der „Parsifal“ in dem von Wagner. Es ist das letzte neu komponierte und 1752 im Royal Theater Covent Garden uraufgeführte Oratorium. Ein Alterswerk, bei dem ihm all sein Können zu Gebote steht. Eins, in dem es obendrein um Gott und die Welt und um Leben und Tod geht. Auch um das eigene Leben und dessen Ende. Dass Händel während der Arbeit an seinem „Jephta“ erblindete, meint man zu hören.
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