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Alle Artikel kategorisiert unter »Oscar Bianchi«

Koloratur-Battles und Corona-Klänge: Das Lucerne Festival 2020

26.08.20 (Georg Rudiger) -
Eigentlich sind jeden Sommer rund 100 junge Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt in Luzern, um sich bei der Lucerne Festival Academy unter der Leitung des Karlsruher Komponisten Wolfgang Rihm ausschließlich mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zu beschäftigen. Dieses Jahr wurde die 2003 von Pierre Boulez gegründete Akademie erstmals abgesagt, aber Intendant Michael Haefliger konnte zumindest ein Konzert der Lucerne Festival Alumni ins neu konzipierte, auf zehn Tage zusammengedampfte Festival retten.

Hybride Generation

30.06.17 (Anna Schürmer) -
Was hat die Veröffentlichung von Pink Floyds „Wish You Were Here“ mit den Toden von Boris Blacher und Pier Paolo Pasolini zu tun? Und was der Filmstart von Stephen Spielbergs „Der weiße Hai“ mit der Geburt des kanadischen Dirigenten Yannick Nézet-Séguin? Nicht viel, außer das sich all diese Ereignisse 1975 abspielten. Dem Jahr also, in dem auch Oscar Bianchi und Hans Thomalla geboren sind – jene zwei Komponisten, die am 2. Juni mit Uraufführungen im Münchner Herkulessaal zu Gast waren.

Komponierende Kuratoren, diskursive Komponisten

01.03.16 (Andreas Kolb) -
Am Anfang steht der Schöpfer – seit man vom autonomen Werk spricht, denkt man sich stets den von der Muse geküssten oder sonst wie inspirierten Komponisten dazu. Innerhalb des Systems Neue Musik ist heute den Musik-ermöglichern, den Kuratoren, eine immer größere Bedeutung zugewachsen. Mit ihren Festivalthemen greifen sie nicht nur virulente Musikströmungen auf, sondern versuchen, diese mitzugestalten. Im worst case wird die Fragestellung eines Festivals ausstaffiert mit den dazu eingeladenen Komponisten.

Drama, Pathos, Grenzüberschreitung

07.03.12 (Isabel Herzfeld) -
Wer von einem Festival für Neue Musik das nie Gehörte, zukünftige Richtungen Anzeigende erwartet, dürfte von der diesjährigen Ultraschall-Ausgabe mehr als je zuvor irritiert gewesen sein. Zwar ging es den Programmmachern von Deutschlandradio Kultur und Kulturradio im rbb stets darum, die „Klassiker“ verschiedener Avantgarden in neue Zusammenhänge zu stellen, neu zu beleuchten und mit hochkarätigen Interpreten Maßstäbe einer dringend notwendigen Aufführungstradition zu schaffen. Denn die nur einmal gehörte Uraufführung nützt niemandem, nicht dem Publikum, das sich der schwierigen Moderne weiter verschließt respektive sich das unmittelbar Eingängige herauspickt, und den Komponisten schon gar nicht. In diesem Jahr allerdings ging es bei Ultraschall „historisch“ wie noch nie zu, wobei die eigentliche Überraschung darin bestand, wie viel Unbekanntes hier zutage gefördert werden und zu neuen Lesarten des vermeintlich Bekannten führen konnte.

Noch ein Vater-Sohn-Konflikt in der Provence: Uraufführung von Oscar Bianchis „Thanks to my eyes“ und das Opernfestival in Aix

12.07.11 (Frieder Reininghaus) -
Der einhelligen Resonanz nach zu schließen, hat es Bernard Foccroulle, der Direktor des Festivals d’Aix-en-Provence, den geladenen und auch den zahlenden Sommergästen auch in diesem Sommer recht gemacht. Dabei kann der Intendant von Glück sagen, dass die von Jean-François Savadier ohne opulente Kulisse, personenbezogen exakt und ganz im Hinblick auf den Vater-Sohn-Konflikt hin inszenierte „Traviata“ zu Beginn ebenso goutiert wurde wie die Uraufführung von Oscar Bianchis „Thanks to my Eyes“ als ‚Amuse gueule‘.
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